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2025 war ein großes Jahr für Elite Dangerous: Das bringt euch 2026

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Charlie Hall
2. Jan. 2026
Das Online-Weltraumspiel Elite Dangerous blickt mehr als ein Jahrzehnt nach seiner ursprünglichen Veröffentlichung auf ein bemerkenswertes Jahr 2025 zurück. Den Auftakt machte im Februar ein Update mit dem Titel Trailblazers. Diese kostenlose Erweiterung führte die Systemkolonisierung als Feature ein und gab Spielern erstmals die Möglichkeit, nach Belieben von Menschen bewohnte Orte zu erschaffen. Die Auswirkungen waren deutlich spürbar: Die weltweite Community des Spiels bekam neuen Auftrieb. Wir haben uns mit dem Kreativteam von Frontier Developments zusammengesetzt, um über diese Erfolge zu sprechen – und um einen Ausblick darauf zu bekommen, was für 2026 bereits in Planung ist.

In Elite Dangerous schlüpft ihr in die Rolle wagemutiger Piloten, die mit ihren Raumschiffen eine realistische Simulation aller 400 Milliarden Sterne der Milchstraße bereisen. Und nein, das ist kein Tippfehler. Die Spielwelt ist derart gigantisch, dass Spieler bislang nur einen Bruchteil eines Bruchteils aller existierenden Orte gesehen haben. Schon die Basisversion bietet euch zahlreiche Möglichkeiten: von Kopfgeldjagd und Asteroidenabbau über politische Einflussnahme und Rohstoffgewinnung bis hin zur Erkundung des Weltraums. Und wenn das alles nichts für euch ist, könnt ihr auch einfach als interstellare Trucker entspannte Routen fliegen und dabei Profit machen. Mit der kostenpflichtigen Erweiterung Odyssey kommt außerdem bodengebundene Action hinzu, die es problemlos mit klassischen Ego-Shootern aufnehmen kann.
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Bis zu diesem Jahr war der Kernbereich des Spieluniversums – eine Region mit von Menschen besiedelten Planeten, bekannt als die Bubble – weitgehend unverändert geblieben und umfasste rund 20.000 dynamische Sternensysteme. Laut Executive Producer Gauthier Verquerre haben Spieler mithilfe des Systemkolonisierungs-Features von Trailblazer innerhalb weniger Monate weitere 80.000 bewohnte Systeme hinzugefügt. Für ein mittlerweile elf Jahre altes Spiel ist das eine enorme Veränderung – und auch 2026 sollen die Zeichen weiter auf Wachstum stehen, so Gauthier.

„Eine der zentralen Grundideen [von Trailblazers] ist die Handlungsfreiheit. Genau diesen Aspekt wollen wir weiter vorantreiben. Wir möchten, dass die Spieler wissen: Diese Galaxis gehört ihnen – sie dürfen mit ihr spielen.“

Ein wichtiger Schritt hin zu mehr Spielerfreiheit ist eine neue Generation von Raumschiffen. Die kürzlich veröffentlichte Caspian etwa beschleunigt die Erkundung des Alls erheblich: Der leistungsfähigere Hyperantrieb, die stärkeren Schilde und die modernen Triebwerke machen den Besuch neuer Planeten weniger zeitintensiv. Ähnlich wie zuvor der auf Bergbau spezialisierte Type-11 Prospector richtet sich die Caspian gezielt an alle, die einen einzelnen Aspekt des Spiels lieben – in diesem Fall die Erkundung – und genau davon mehr erleben möchten. Sobald die Caspian Anfang 2026 auch für Spielwährung erhältlich ist, könnte sie euch den Zugang zu noch größeren Teilen der Milchstraße eröffnen.
Ein eindrucksvolles Beispiel für den Elan der Community lieferte die Expedition „Shoulder of Orion“, die im März 2025 startete. Eine engagierte Gruppe von über 400 hervorragend organisierten Spielern legte dabei ein atemberaubendes Tempo vor. Trotz anfänglicher Navigationsprobleme kolonisierten sie innerhalb von weniger als einem Monat nahezu 250 neue Sternensysteme. Ein harter Kern ist bis heute in der Region aktiv und treibt einen feinen Ausläufer neu besiedelter Systeme weit über den Pferdekopfnebel hinaus.

Im Laufe des kommenden Jahres folgt mit Operations eine weitere kostenlose Erweiterung, die dem Spiel zusätzliche Tiefe verleihen soll. Laut Lead Game Designer Curtis Griffiths liegt das Herzstück von Operations in instanzierten Events mit Raid-Charakter. Anders als bisher müsst ihr jedoch nicht mehr stunden- oder gar wochenlang unterwegs sein, um an Community-Zielen oder anderen Events teilzunehmen. Stattdessen könnt ihr euch von nahezu jedem bewohnten Ort aus, an dem ihr andocken könnt, gemeinsam direkt in eine Operation stürzen.

„Eines der Hauptziele von Operations ist, dass man schnell und unkompliziert mit Freunden einsteigen kann“, sagt Griffiths. „Auch wenn man nur eine halbe Stunde Zeit hat, kann man in Elite jetzt trotzdem etwas erreichen. Und das sogar gemeinsam mit Freunden.“

Die Operations werden in verschiedenen Varianten verfügbar sein und sowohl auf die klassischen Systeme von Elite als auch auf die Bodenelemente aus Odyssey zurückgreifen. Ihr werdet Raumschiffe einsetzen müssen, aber auch bodengebundene SRVs und futuristische Infanteriewaffen. Auch wenn sich vieles noch in Entwicklung befindet, betont das Team, dass das Design konsequent auf eure Handlungsfreiheit ausgelegt ist – und Raum für kreative Lösungsansätze bietet.

„[Wir wollen], dass die Spieler Probleme auf unterschiedliche Weise angehen können“, sagt Gauthier – etwa indem sie je nach Situation verschiedene Fahrzeuge nutzen und eine Operation dynamisch angehen. Echtes Gameplay mit kombinierten Waffen, bei dem Raum- und Bodenkampf gleichzeitig nahtlos ineinandergreifen, stellt das Team allerdings noch vor Herausforderungen.

Der Grund dafür liegt in den uneinheitlichen Größenordnungen von Elite. Während Figuren zu Fuß menschliche Dimensionen haben und SRVs in etwa die Größe eines Geländewagens erreichen, sind einige eurer Raumschiffe schlicht gigantisch. Die beliebte Anaconda etwa misst 155 Meter Länge und ist damit nur wenig kürzer als die Lenkwaffenzerstörer der Zumwalt-Klasse der US Navy.

„Diese Maßstäbe sinnvoll miteinander zu verbinden, ist extrem schwierig“, erklärt Gauthier. „Sonst kommt es zu Situationen, wo jemand mit einer winzigen Pistole am Boden steht, während über ihm eine 250 Meter lange Kriegsmaschine mit riesigen Railguns schwebt. Das müssen wir noch genauer ausarbeiten, damit am Ende nicht der Spielspaß leidet.“

An Größe wird es der kommenden Erweiterung für 2026 jedenfalls nicht mangeln. Frontier kündigt an, dass die erzählerisch wichtigen Megaschiffe des Spiels – kilometerlange NPC-Raumschiffe, die seit Jahren Teil der Spielwelt sind – zu zentralen Schauplätzen für Operations werden. Erstmals werdet ihr auch ihre Innenräume erkunden können. Bereits seit Dezember testet das Team Operations innerhalb dieser Megaschiffe, und das Feedback fällt außergewöhnlich positiv aus.

„Wir wollten neue Räume erschaffen, die sich wirklich unverkennbar nach Weltall anfühlen“, sagt Griffiths. „Man merkt sofort, dass sich die Kämpfe hier vom Bodenkampf unterscheiden. Auf einem Megaschiff gibt es zum Beispiel keine Schwerkraft. Wenn man eine Granate wirft, prallt sie nicht wie gewohnt ab. Sie fällt auch nicht zu Boden, sondern fliegt einfach weiter. Das ist schon ziemlich cool.“

Auch Belohnungen spielen eine wichtige Rolle, ergänzt Gauthier: „Idealerweise sind sie mit bereits bestehenden Elementen im Spiel verknüpft. Sie sollen nicht einfach losgelöst vom Rest existieren. Das Ganze muss mit den Systemen funktionieren, die es bereits gibt. Und wir wollen gezielt Dinge anbieten, die man vielleicht nur über Operations und nirgendwo sonst bekommen kann.“

Im Laufe des Jahres 2026 könnt ihr mit weiteren Informationen zum Operations-Update von Elite Dangerous rechnen. Bis dahin lohnt sich im Epic Games Store ein Blick auf alles, was Elite Dangerous bereits heute zu bieten hat.