
Neuigkeiten
33 Immortals vermittelt in einem Roguelike für 33 Spieler die Freude an Raubzügen
J
John Walker
Das ist 33 Immortals, ein Third-Person-Koop für 33 Spieler mit spontaner Zusammenarbeit, der Dungeon-Roguelike nach Art von Hades mit den improvisierten Bündnissen eines MMO-Raubzugs kombiniert. In der geschlossenen Beta-Phase vor dem für dieses Jahr geplanten Early Access hatten wir Gelegenheit mit ständig wechselnden Gruppen von Fremden zusammenzuarbeiten, um Gottes eigenes Urteil zu stürzen.
Schlechte Nachrichten: Ihr seid tot. Ihr schlüpft in die Rolle einer verdammten Seele und schließt euch einer rebellischen Gruppe an, die nicht bereit ist, Gottes Strafe für ihr früheres Leben zu akzeptieren, und in der Hoffnung auf ewiges Glück gegen die Horden des Jenseits kämpft. (Es steht also tatsächlich allerhand auf dem Spiel.) Alles beginnt in den „Dark Woods“, einer Art Vorhölle mit Einzelhandel. Hier bringt euch eure Führerin Beatrice das Kämpfen bei. Anschließend optimiert ihr euer Erscheinungsbild, wählt eure Perks, überprüft eure Relikte und – was am wichtigsten ist – wählt eure Waffe für den nächsten Run. Es ist sozusagen eure zentrale Basis.
Bei jedem Lauf hat die Wahl der Waffe einen entscheidenden Einfluss auf euer Spielerlebnis. Als Erstes lernt ihr, mit dem „Bow of Hope“ umzugehen, und interessanterweise ist er weitaus mehr wert, als es sein frühes Erscheinen im Spiel ahnen lässt. Unterschätzt ihn nicht – der Bogen ist die beste Waffe. Ihr habt sechs Pfeile und könnt sie entweder schnell verschießen und dabei leichte Treffer erzielen, oder für einen schweren Angriff langsam aufladen. Aber das ist noch nicht alles: Ihr könnt eure Pfeile nämlich mit der Y-Taste zurückrufen, wobei sie auf dem Rückweg eventuell weiteren Schaden verursachen. Ihr könnt also als geniale Taktiker einen entfernten Gegner absichtlich mit allen sechs Pfeilen beschießen, und sie dann zurückrufen, wenn ein stärkerer Feind zum Nahkampf auf euch zustürmt. Zack – alle sechs Pfeile werden ihn durchbohren.

Wenn das nicht verlockend klingt, versucht es mehr Tank-mäßig mit dem „Sword of Justice“, einem Großschwert, mit dem ihr prächtig blocken könnt und jedem, der euch zu nahe kommt, allen möglichen Schaden zufügt. Dabei ist das Timing entscheidend und das Schwert ist die perfekte Waffe für die vorderste Reihe jeder Gruppe. Die „Daggers of Greed“ sind schnelle Dolche für den Nahkampf, die mit jedem Treffer eine „Greed“-Anzeige aufladen. Sobald sie voll ist, könnt ihr einen mächtigen Satz machen, den ihr mit einer Schnetzelattacke abschließt. Die letzte Anfangswaffe ist der „Staff of Sloth“, eine wesentlich anspruchsvollere Wahl. Er verschießt Sphären mit mittlerer Reichweite und lädt dabei eine „Sloth“-Anzeige auf. Wenn diese voll ist, könnt ihr den Zauber „Torpor“ auslösen, der alle Gegner innerhalb eines Bereichs verlangsamt.
Doch mit keiner dieser Waffen könnt ihr allein gegen die Horden der Hölle kämpfen. Wenn ihr dieses Spiel im Alleingang angeht, seid ihr (erneut) so gut wie tot, denn die Monster in diesem Spiel wurden dafür entworfen, die Schwächen jeder Waffe auszunutzen. Und wenn ihr eine der „Torture Chambers“ (Folterkammern) eines Laufs betretet – was ihr früher oder später tun müsst, wenn euer Charakter aufsteigen soll, um es mit dem Boss eines Levels aufzunehmen – werdet ihr von der schieren Anzahl der Feinde sofort überwältigt. Es ist also zwangsläufig ein Koop-Spiel, aber (auf wunderbare Weise) eines, bei dem euch nie eine Gruppe fehlt, mit der ihr euch verbünden könnt.
Ich will das an einem typischen Lauf verdeutlichen. Vom „Dark Woods“ aus lauft ihr zum Eingang des „Inferno“, dem ersten Gebiet, das jeweils 33 Spieler erlaubt. Hier erwartet euch eine große Karte, auf der sehr zahlreiche und unterschiedliche Gegner danach trachten, Gottes Werk zu vollbringen (sprich: euch zu töten). Wenn ihr alleine spielt, schafft ihr es vermutlich, einige Horden zu besiegen, ein paar Truhen zu öffnen, die Spielwährung zu sammeln, um eure entdeckten Perks zwischen den Läufen zu verbessern, und Knochen zu sammeln, die eure Gesundheit wiederherstellen. Außerdem könnt ihr eine lilafarbene Ressource namens „Dust“ sammeln, mit der ihr sogenannte „Dust Shrines“ benutzen könnt, um vorübergehend eure Gesundheit, euren Angriff oder eure „Empathy“ zu verbessern (letztere steigert eure Koop-Fähigkeiten).

Aber das wird ein harter Kampf. Ihr macht es euch viel einfacher, wenn ihr euch anderen Spielern anschließt, sobald ihr welchen begegnet. Es ist ein Erlebnis, zu beobachten, wie eine zufällige Gruppe von Spielern ohne eine Möglichkeit, einen Anführer oder überhaupt eine Richtung zu wählen, versucht, sich gemeinsam zu bewegen – erst recht, wenn man selbst Teil dieser Gruppe ist. Jeder hat eigene Ziele: die verzweifelte Suche nach einem Knochenschrein, um etwas Gesundheit aufzufüllen, oder der Wunsch, einen Miniboss besiegen, um eine große Truhe zu plündern, und die schiere Eigendynamik scheint zu bestimmen, was sich schließlich durchsetzt. (Es gibt zwar einige Emotes, die bei der Verständigung helfen sollen, aber sie sind nicht wirklich klar und in dieser frühen Phase scheint sie noch niemand zu benutzen.)
Während ihr mühsam um euer Überleben kämpft, erscheinen plötzlich große goldene Kreise und verkünden, dass ihr einer drohenden Gefahr durch die Umgebung ausweichen müsst, aber auch, dass sich ein neues Tor zu einer „Torture Chamber“ öffnet. Es gewährt Gruppen von sechs Spielern Einlass zu einem weitaus heftigeren Kampf mit mindestens einem Miniboss, und jedes zusammengewürfelte Grüppchen kann gemeinsam losstürmen und sich ins Gefecht stürzen. Wenn die insgesamt 33 Spieler genug von diesen Herausforderungen abgeschlossen haben, beginnt die Möglichkeit einer „Ascension“. Dann müssen alle zu einem von drei Orten laufen – der Rest des Gebietes wird lebensgefährlich giftig – wo es zu einer weiteren epischen Schlacht kommt, bei der ihr Feinde töten müsst, bis ein großer goldener Stern am Boden vollständig leuchtet, woraufhin alle Überlebenden die Gelegenheit erhalten ... sich einem weiteren EPISCHEN Bosskampf zu stellen. Puuh!
Wenn ihr dabei zu irgendeinem Zeitpunkt sterbt, verwandelt ihr euch in einen kleinen Geist und könnt innerhalb von 30 Sekunden von einem anderen Spieler wiederbelebt werden. Wenn das gelingt, bleibt euch noch die Hälfte eurer Gesundheit für einen letzten Versuch. Auch das ermutigt zur Zusammenarbeit im Team und garantiert, dass ihr nie alleine spielt.
Das Wichtigste ist jedoch: 33 Immortals funktioniert! Die Entwicklung eines Spiels, bei dem die Zusammenarbeit von völlig Fremden entscheidend ist, war ein großes Risiko, aber das sorgfältige Design stellt sicher, dass ihr nicht auf den Altruismus der anderen angewiesen seid. Allein hat niemand eine Chance. Die spontane Bildung von unberechenbaren, kurzlebigen Gruppen gleichgesinnter Spieler macht viel mehr Spaß als der Versuch, sich alleine durchzuschlagen. In diesem Spiel begebt ihr euch auf prächtige Raubzüge ohne all das übliche Drum und Dran.
33 Immortals ist im Epic Games Store verfügbar. Wir sind bereits auf die grafischen Inspirationen hinter der Welt und das Design des ersten Bossgegners des Spiels, Luzifer, eingegangen.