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5 Gründe, sich Path of Exile 2 zuzulegen, das ARPG im Early Access, das immer wieder nachlegt

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Lloyd Coombes
8. Okt. 2025

Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass wir gerade eine aufregende neue Ära für das Genre der Action-Rollenspiele (ARPG) erleben. Der Boom von Online-Multiplayer-Spielen und saisonalen Updates hat dem Genre neuen Schwung verliehen und die Spieler können inzwischen neue Charaktere mit unglaublichen Kräften erschaffen, die auf der Suche nach Beute mühelos mit Monstern fertig werden.

Es gibt zahlreiche hervorragende Optionen, aber eine der interessantesten ist sicherlich Path of Exile 2. Grinding Gear Games hat das erste Path of Exile zu einem kostenlos spielbaren Phänomen gemacht und der Nachfolger, der seit Dezember 2024 im kostenpflichtigen Early Access verfügbar ist, wird letztendlich dem gleichen Geschäftsmodell folgen.

Jetzt zu zahlen, um etwas zu spielen, das man in Zukunft kostenlos genießen kann, klingt vielleicht seltsam, aber in den unzähligen Stunden, die ich mit Path of Exile 2 verbracht habe, hatte ich nicht ein einziges Mal das Gefühl, ich hätte mein Geld lieber sparen sollen.

Auch wenn das vollständige Spiel noch nicht erschienen ist, könnte es trotzdem euer nächstes Lieblings-ARPG werden.
 

Eine (fast) vollständige Geschichte


Geschichte
Als Path of Exile 2 letztes Jahr im Early Access startete, standen bereits jede Menge Inhalte zur Verfügung. Es gab drei Akte, aber da die Geschichte unfertig war, musstet ihr sie auf einem höheren Schwierigkeitsgrad wiederholen, ehe ihr bereit wart, euch in das umfangreiche Endspiel zu stürzen.

Seit dem letzten Spielupdate, „The Third Edict“, sieht die Sache allerdings ein bisschen anders aus. Grinding Gear Games hat einen vierten Akt hinzugefügt (mehr dazu gleich), und zudem noch drei weitere Nebenakte. Diese gibt es nur, bis der fünfte und sechste Akt dazukommen, aber sie bieten den Spielern eine nicht-lineare Möglichkeit, vor dem Endspiel aufzusteigen.

Was den vierten Akt angeht, so dürfte er der bislang beste des Spiels sein. Path of Exile 2 ist ein optisch ansprechendes Spiel, egal ob ihr euch durch das brennende Dorf Ogham kämpft oder als Teil eines riesigen Konvois in der Wüste auf Beutejagd geht. Eure Suche nach einer neuen Waffe, um den Monstern zu Leibe zu rücken, führt euch außerdem in Küstenstädte und mit Lava gefüllte Höhlen im Ngamakanui-Archipel, und zwar in beliebiger Reihenfolge.
 

Vielfalt schaffen


Vielfalt schaffen
Zum Zeitpunkt dieses Beitrags verfügt Path of Exile 2 über sieben Basisklassen mit zusätzlichen Aszendenzklassen, auf die sich die Spieler spezialisieren können. Zwar brachte das „The Third Edict“-Update keine neue Basisklasse, doch dafür lieferte uns das „Dawn of the Hunt“-Update eine in Form der Jägerin.

Jede Klasse spielt sich anders, sodass der Söldner mit seiner Armbrust fast an einen Twin-Stick-Shooter erinnert, während der Krieger mit seinem enormen Betäubungspotenzial große Gegner schwächt.

Diese Spezialisierungen sind entscheidend. Die Zauberin ist ein hervorragendes Beispiel dafür. Sie beherrscht Elementarmagie wie Feuer, Frost und Blitz, aber wenn ihr euch für die Aszendenz „Chronomancer“ entscheidet, kann sie auch die Zeit manipulieren, um Gegner erstarren zu lassen, ihre eigene Bewegungsgeschwindigkeit zu erhöhen oder die Abklingzeiten ihrer Fähigkeiten zurückzusetzen. Oder ihr könnt euch mit der Aszendenz „Stormweaver“ noch mehr auf elementare Statuseffekte konzentrieren und so Gegnern Frost-, Schock- und Feuerschaden zufügen.

Jede Option bietet so viel Flexibilität, und das alles dank des Fertigkeitengemmen-Systems. Anstatt eine Reihe von Fähigkeiten freizuschalten, verdienen sich die Spieler neue Fertigkeitengemmen, die in verschiedenen Slots ausgerüstet werden können, um so neue Fertigkeiten freizuschalten.

Diese ergänzen die Unterstützungsgemmen, die im Rahmen des letzten Updates überarbeitet und um neue Stufen erweitert wurden. Unterstützungsgemmen verstärken und verändern die Fertigkeiten eurer Fähigkeiten. Fügt ihr also eine Gemme hinzu, die Gegner entzündet, wenn ihr Feuerschaden verursacht, kann dies nun auch die Schadensrate dieser Entzündung erhöhen.

Insgesamt ist Path of Exile 2 im Hinblick auf den Kampf unglaublich flexibel. Die größte Herausforderung besteht nun darin, sich für eine Klasse zu entscheiden.
 

Anspruchsvolle Bosskämpfe


Bosse
Ihr werdet all diese Fertigkeiten auch brauchen, denn Path of Exile 2 ist viel schwieriger als ein durchschnittliches isometrisches ARPG. Selbst wenn ihr deutlich aufgestiegen seid, schlagen die Bosse immer noch genauso hart zu wie ihr, und darunter sind einige echte Brocken.

Graf Geonor, der verderbte Wolf, markiert das Ende des ersten Akts mit einer echten Herausforderung für alle, die noch weiter vorankommen wollen. Er ist zäh, aber fair und verwandelt sich mitten im Kampf in einen Mensch-Wolf-Hybriden, der aus dem Nebel heraus angreift.

Doch selbst er ist nichts im Vergleich zur Königin des Unflats, die euch buchstäblich die Kadaver ihrer kannibalischen Familie entgegenschleudert, oder Viper Napuatzi, deren mit Gift gefüllte Arena nach und nach schrumpft. Und doch werden sie alle euch dabei helfen, euren Charakter auf die Herausforderungen des Endspiels vorzubereiten.

Es gibt zahlreiche Bosse, die ich noch nicht gesehen habe, und viele, die noch kommen werden, aber am beeindruckendsten dürfte wohl die Größe mancher Bosse sein. So lässt sich Zalmarath der Koloss erst blicken, wenn ihr auf einer gefährlichen Plattform angekommen seid. Dieser Gegner ist so gewaltig, dass er nicht einmal auf den Bildschirm passt, sein Unterkörper verschwindet im Nichts, und sein Kampf ist ein wahres Spektakel – und er ist nicht allein.
 

Noch besser mit Freunden


Koop
Wie viele andere ARPGs bietet auch Path of Exile 2 einen Koop-Modus, der sich hervorragend eignet, um bei schwierigen Bosskämpfen Verstärkung anzufordern oder einfach nur mit Freunden zusammenzuspielen.

Zudem ist es eine hervorragende Möglichkeit, die bereits erwähnte Vielfalt in Bezug auf Charakter-Builds hervorzuheben. Ihr könnt Gegner einfrieren, damit euer Gefährte sie zerschmettern kann, oder er fügt ihnen Giftschaden zu, während ihr sie in Brand setzt.

Crossplay wird seit dem Start des Early Access unterstützt, sodass ihr problemlos mit Freunden auf allen Plattformen spielen könnt. Die Bosse passen ihre Stärke ebenfalls an, weshalb sie auch mit einem Teamkollegen noch eine Herausforderung darstellen.
 

Komfortverbesserungen


Komfort
Das „The Third Edict“-Update von Path of Exile 2 hat eine von Fans häufig gewünschte Neuerung mit sich gebracht: den asynchronen Handel. Der Handel mit Gegenständen ist schon immer ein zentraler Bestandteil der „Path of Exile“-Reihe gewesen, allerdings mussten dafür sowohl Käufer als auch Verkäufer gleichzeitig online sein. Mit der Einführung eines neuen NPCs, der die von euch verkauften Beutegegenstände verwahren kann, könnt ihr nun auch dann mit Gegenständen handeln, wenn ihr nicht eingeloggt seid.

Das ist aber nicht die einzige Änderung. Abgesehen davon, dass ihr die drei ersten Akte des Spiels nicht mehr auf einem höheren Schwierigkeitsgrad erneut absolvieren müsst, um das Endspiel zu erreichen, wurde das „Atlas der Welten“-System, in dem Spieler unzählige Stunden damit verbringen können, nach neuer Ausrüstung zu suchen, erheblich erweitert und mit neuen Begegnungen und Karten versehen, um es abwechslungsreicher zu gestalten.

Diese Gebiete lassen sich nun auch leichter erkunden, da man die Karten sprintend durchqueren kann, um die Reisezeit zu verkürzen.
 

Es wird immer besser


Trotz der vielen Neuerungen in den letzten Updates und der ständigen Anpassungen der Spielbalance ist Path of Exile 2 noch immer nicht fertig. Es ist sogar noch ein langer Weg bis dahin, denn Grinding Gear Games verspricht für die kommenden Monate weitere Klassen, den sechsten Akt und zusätzliche Verbesserungen.

Ist man jedoch einmal drin, kommt man nur schwer wieder heraus. Path of Exile 2 ist ein teuflisch unterhaltsames Spiel, das seinem Vorgänger in nichts nachsteht.