Ein Screenshot aus Witchfire, der einen rötlichen Sonnenuntergang zeigt, der sich auf einem See spiegelt.
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Gebt alle Hoffnung auf, die ihr hier eintretet: Ein Einsteiger-Leitfaden für Witchfire

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Jerry Bonner
20. Sept. 2023
Ein Screenshot aus Witchfire, der einen rötlichen Sonnenuntergang zeigt, der sich auf einem See spiegelt.

Witchfire ist ein interessantes Spiel – eins, das in mehrfacher Hinsicht meine Erwartungen übertroffen hat. Nach dem ersten Trailer erwartete ich eher ein handlungsbetontes Spiel in der Ego-Perspektive à la BioShock. Jedoch ist Witchfire ein äußerst schwerer Ego-Shooter mit Rollenspiel- und Roguelite- oder Soulslike-Elementen, bei dem Kämpfe, Waffen und Zaubersprüche im Mittelpunkt stehen.

Das Spiel ist in einer dunklen Fantasiewelt angesiedelt, in der mächtige Hexen gegen die Kirche kämpfen. In dieser alternativen Realität gibt es durchaus Hexen, die durchaus gefährlich sind – genau wie der Hexenjäger, genannt „Preyer“. Der von Zauberern des Vatikans bewaffnete Preyer führt eine ganze Reihe an Schusswaffen und verbotener Magie ins Felde, mit denen er gegen die ekligen Erzfeinde seiner gottgläubigen Gönner kämpft. (Spieler, die ihr Hintergrundwissen über Witchfire vertiefen möchten, können die Kurzgeschichte The Preyer lesen, die vom Creative Director bei The Astronauts, Adrian Chmielarz, geschrieben wurde.)
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Im aktuellen Early-Access-Build von Witchfire steht nur eine begrenzte Auswahl an Schusswaffen zur Verfügung, von denen jede allerdings über einzigartige Verbesserungen verfügt, deren Freischaltung eine Herausforderung ist. Es gibt außerdem ein durchdachtes Elementarmagiesystem, das auf folgenden vier Grundelementen beruht: Einfrieren (Eis), Verbrennen (Feuer), Elektroschocks (Strom) sowie Verfall (Aussaugen oder Zersetzen von Gegnern). Die Magie interagiert mit der Umgebung und konventionellen Waffen. Ihr könnt beispielsweise Gegner, die in Wasser stehen, unter Strom setzen oder eingefrorene Bösewichter zerschlagen. Bereits erhaltene Zauber können verbessert und weiterentwickelt werden.

Ihr müsst alles einsetzen, was euch zur Verfügung steht. Die Kämpfe in Witchfire sind rasant und die Gegner wendig, aber zäh. Der Preyer kann dagegen Ausfallschritte zur Seite machen, Sprinten und Springen (oder sogar einen Doppelsprung vollführen), um gegnerischen Angriffen auszuweichen.

In Witchfire seid ihr nur in eurem Versteck oder der Hub-Welt sicher. Dort könnt ihr unbegrenzt viele Gegenstände lagern, aber auf euren Expeditionen ist euer Platz im Inventar begrenzt. Im Versteck könnt ihr außerdem eure Werte steigern und Verbesserungen für eure Waffen und Gegenstände erforschen.

Der Early Access von Witchfire bietet zwei Zielorte, die Scarlet Coast und das Irongate Castle. Im Folgenden fasse ich ein paar wichtige Lektionen zusammen, die ich beim Spielen dieser zwei Zielorte gelernt habe.
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Bereitet euch vor

 

  • Gleich zu Beginn des Spiels befindet sich eine Kapelle, in der ihr für Erkenntnisse beten könnt. Dadurch erhaltet ihr eine grundlegende Einweisung und ein Tutorial. Allerdings solltet ihr in Witchfire nicht erwarten, dass euch jeder Schritt erklärt wird.
  • Am Aufstiegsschrein („Ascension Shrine“) in eurem Versteck solltet ihr zuerst eure Lebenskraft („Vitality“) (HP) verbessern. Ich würde empfehlen, sie auf 13 zu steigern, bevor ihr euer wertvolles Witchfire auf eure anderen Werte verteilt: Heilung („Healing“), Ausdauer („Endurance“), Hexenwerk („Witchery“), Metanoia sowie Glück („Luck“).
  • Mit folgenden Waffen und Gegenstände bin ich am besten zurechtgekommen: In Sachen Schusswaffen mochte ich die Schrotflinte (Echo), Maschinenpistole (Cricket) und die Armbrust (Vulture) am liebsten. Ihr könnt euch auch einen leichten und einen schweren Zauberspruch aussuchen. Ich habe mich für Feuerbälle und das Eisenkreuz entschieden, das Gegner in der Nähe bindet. Das Relikt meiner Wahl war das Auge einer Verrückten („Eye of Madwoman“), das Blitze auf gelähmte Gegner herabfahren lässt. Dazu habe ich den Fetisch Nele # 06 genommen, durch den man Witchfire im Fall der Fälle als Heilessenz einsetzen kann. Meinen Build habe ich mit dem Ring der Exkremente („Ring of Excreta“) abgerundet, der eine Art Zeitbombe hinterlässt, die Gegner verletzt und zurückstößt.
     

Überlebt

 

  • Sterbt nicht. Gut, das ist klar, aber wenn ihr sterbt, ist das nicht nur lästig, sondern ihr müsst auch wieder in euer Versteck zurückkehren, ihr verliert das angesammelte Witchfire und ihr müsst von vorne anfangen (wie in einem echten Roguelite).
  • In Witchfire könnt und werdet ihr schnell sterben, wenn ihr weder klug noch vorsichtig vorgeht, vor allem am Anfang. Lernt also, Deckung zu nutzen. Versucht, Gegner voneinander zu trennen und sie dann einen nach dem anderen auszuschalten.
  • Zu wissen, wann ihr stehen bleiben und wann ihr euch bewegen müsst, ist in Witchfire von entscheidender Bedeutung, da die Gegner schnell sind und euch in bestimmten Bereichen überwältigen können. Kombiniert Sprünge mit Sprints, um euch in eine vorteilhafte Position zu bringen und dann eure Gegner in die Hölle zu schicken. Und zwar wortwörtlich.
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Sammelt Ressourcen

 

  • Esst keine Pilze. Bei meinen Spieldurchläufen kam es mir so vor, als wären die meisten davon giftig. Und selbst die, die es nicht waren, haben mir kaum geholfen, als dass sie den Aufwand gerechtfertigt hätten. Dasselbe gilt für alle „möglicherweise“ verfluchten Briefe oder Edelsteine, die ihr finden könnt.
  • Dagegen hilft es, wenn ihr andere Pflanzen und Kräuter aufsammelt, die ihr in den Leveln finden könnt, da ihr damit im Versteck Heiltränke und Ähnliches herstellen könnt.
  • Haltet euch von verfluchten Kisten fern (die, bei denen ihr die magischen Siegel abreißen müsst), es sei denn, dass ihr mit dem folgenden Ansturm an Gegnern ganz bestimmt zurechtkommt.
  • Nachdem ihr eine Gegnerwelle überstanden habt, erscheint ein großer zusammenhängender Witchfire-Kristall, der „Deus Vult“ genannt wird. Wenn ihr könnt, solltet ihr ihn euch diese Kristalle schnappen, bevor sie verschwinden. Sie bieten euch nicht nur wesentliche Vorteile für den aktuellen Level (wie das Arcana, das in drei Gruppen für Schusswaffen, Zauber und Sonstiges unterteilt ist), indem sie eure Waffen und Zauber erheblich stärken, bis ihr von der Expedition flieht oder sie beendet.
     

Freischaltbares und Upgrades

 

  • Sammelt Witchfire, um am Aufstiegsschrein in eurem Versteck eure Werte freizuschalten und zu erhöhen.
  • Mit gesammeltem Gold könnt ihr überlebenswichtige Upgrades und Forschung für eure Waffen, Zauber, magischen Gegenstände, Arcana und Beschwörungen bezahlen. Die findet ihr am schwebenden Spiegel in der Zuflucht eures Verstecks.
  • Außer mit den bereits erwähnten „Deus Vult“-Witchfire-Kristallen könnt ihr Arcana mit weißen Rabenfedern freischalten, die ihr auf Expeditionen in Kisten findet.
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Plant vorausschauend

 

  • Schaut früh und oft auf eure Karte, damit ihr wisst, wo Gegner lauern und wo sich die Portale befinden, durch die ihr in euer Versteck fliehen könnt.
  • Das Bildschirm-HUD und die Karte zeigen euch außerdem, wo sich Kisten befinden. Diese Kisten enthalten verschiedene Gegenstände – Munition, Federn, Witchfire usw. – und sind sowohl für euren Fortschritt innerhalb der Level als auch für die Verbesserung eurer Waffen und Zauber in euerem Versteck immens wichtig.
  • Apropos Portale, ihr solltet euch nicht schämen, sie schon früh zu verwenden (bereits vor Abschluss eines Levels), wenn euch die Gegner schwer zugesetzt haben oder ihr viele Ressourcen angesammelt habt. Das ist die beste Art und Weise, eure Werte und Gesamtmacht langsam, aber sicher zu steigern.


Tipps für Bosse

 

  • Um den Endboss (bzw. den Vertrauten der Hexe, um im Sprachgebrauch von Witchfire zu bleiben) des Levels „Scarlet Coast“ zu finden und zu stellen, müsst ihr einen Sprung in den leuchtenden Abgrund wagen.
  • Wenn der Boss von Irongate Castle auf den Boden schlägt, solltet ihr über den Angriff hinwegspringen oder darunter hindurchsprinten. Solltet ihr euch für einen Sprung entscheiden, solltet ihr in der Luft ein paar Schüsse (oder magische Angriffe) abgeben. Der schwere Zauberspruch des Eisenkreuzes funktioniert auch gut, da er den Boss von euch wegzieht und entscheidende Momente lang bewegungsunfähig macht.
  • Noch eine Sache, die ihr beim Kampf gegen den Boss von Irongate Castle berücksichtigen solltet: Lasst euch von ihm nicht bis zum Abhang der Klippe zurückdrängen, da ihr in den Tod stürzen könntet. Das ist mir bei unserem ersten Kampf passiert, was mich, gelinde gesagt, gar nicht amüsiert hat.

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Ihr solltet nicht vergessen, dass sich Witchfire noch im Early Access befindet und sich daher einige dieser Dinge ändern könnten. Wie Adrian Chmielarz von The Astronauts in den FAQ zum Early Access ausführte: „Alle Spieleentwickler, die ihren Namen verdient haben, wissen, dass Spieltests von entscheidender Bedeutung sind und während der Entwicklung so oft wie möglich stattfinden sollten. Was sonst ist der Early Access denn, wenn auch in größerem Umfang und mit viel breiter aufgestellter und allgemein besserer Rückmeldung?“

Witchfire ist ab 20. September im Early Access im Epic Games Store verfügbar sein.