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AER Memories of Old macht Fliegen zu einem Erlebnis
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Thomas Wilde
Das Fliegen sollte ein erlösendes Gefühl vermitteln, weil man sich von der Schwerkraft befreit an jeden gewünschten Ort begeben kann. Selbst in Videospielen gilt die Fähigkeit, zu fliegen, traditionell als große Belohnung oder ein Symbol für besondere Leistungen. Leider sind die Flugkünste meist beschränkt, zum Beispiel zeitlich oder durch mechanische Bedingungen.
In AER ist das Fliegen ein grundlegender Bestandteil des Spiels und erfordert praktisch keine Anstrengung. Schon nach den ersten 10 Minuten könnt ihr in Gestalt eines Vogels die Karte der Oberwelt erkunden – und dazu müsst ihr nur zweimal die Sprungtaste drücken. Dann hebt ihr einfach ab.
Die Welt von AER besteht einer Reihe Inseln, die am Himmel schweben und durch riesige Abgründe getrennt sind. Ihr spielt als Auk, deren Pilgerreise sie hierher geführt hat, damit sie die Verbindung zu den verlorenen Göttern wiederherstellt. Auf eurem Weg erfahrt ihr mehr über die Ereignisse, die zur Entstehung dieses Landes geführt haben.

In AER erkundet und reist ihr vor allem in Auks Vogelgestalt, die ihr jederzeit annehmen könnt – solange ihr nicht unter der Erde seid. Sobald ihr euch in die Lüfte erhebt, wechselt die Musik zu einem entspannenden Instrumentalstück und ihr könnt euch überall auf der Karte frei bewegen.
In der Gestalt des Vogels könnt ihr euch lange Zeit vom Wind treiben lassen, aber dabei geht es nur langsam voran. Wenn ihr beschleunigen wollt, schlagt ihr mit den Flügeln, oder ihr steigt in die Höhe und geht dann in den Sturzflug über. Wenn ihr erst einmal ein Gefühl für die Steuerung entwickelt habt, könnt ihr in AER richtig schnell werden, bis zu dem Punkt, wo ihr euch selbst in Gefahr bringt. Wenn ihr mit hoher Geschwindigkeit unterwegs seid und versucht, auf kleineren Inseln zu landen, wird es schwierig. Wenn ihr zu viel Schwung habt, purzelt ihr von der gegenüberliegenden Seite, wie es mir bei meinem Spieldurchlauf einige Male passiert ist.
Aber das gehört zum Spaß dazu. Die Spielmechaniken von AER sind sehr nachsichtig, erst recht im Vergleich zu anderen Spielen, in denen ihr uneingeschränkt herumfliegen könnt. Auk hat noch ein weiteren Trick auf Lager, den man leicht vergisst: Sie kann einen kleinen Windstoß heraufbeschwören, durch den sie immun gegen Fallschaden wird. Wenn ihr mal abstürzt, schüttelt sie das einfach ab und ihr könnt es sofort noch einmal versuchen.
Eigentlich seid ihr in AER auf der Suche nach mehreren unterirdischen Tempeln, damit Auk ihre Pilgerreise fortsetzen kann, aber die wirklichen Stars des Spiels sind die schwebenden Inseln. Sie bergen Geheimnisse, zum Beispiel freundliche Tiere, alte Schriftrollen oder gut versteckte Boni. Ziemlich zu Anfang meines Spieldurchlaufs landete ich auf einer Wiese und schloss zufällig Freundschaft mit einer Schafherde – womit ich mir einen Erfolg verdiente.
Die Erkundung der Inseln ist der eigentliche Grund, warum ihr AER spielen solltet. Einfach zwischen ihnen unterwegs zu sein oder sie zu überfliegen, um die unerforschten Ränder der Karte zu erkunden, ist ein angenehmes, entspannendes Erlebnis ohne größere Komplikationen oder Einschränkungen. In AER bremst euch nichts aus. Es gibt nur euch, den Himmel und die beruhigende Musik. Selbst wenn ihr die Hauptmission nicht zu Ende spielen wollt, lohnt sich das Spiel schon allein wegen des entspannenden Erlebnisses, völlig frei durch die Lüfte zu schweben
Ihr könnt euch AER Memories of Old jetzt im Epic Games Store holen.