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Der gamescom-Trailer von Alan Wake 2 zeigt uns endlich den Dunklen Ort
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Craig Pearson
Neben der Enthüllung des Veröffentlichungstermins demonstrierte neues Bildmaterial den Dunklen Ort – die Welt des Grauens, die Alan seit Jahren gefangen hält – und die beeindruckende Spieltechnologie, die ihn und uns dorthin versetzt. Wir müssen uns also noch gedulden, bis wir die neuesten Ereignisse seiner Geschichte hautnah erleben können, aber hier findet ihr schon einmal alles, was wir auf der gamescom 2023 über Alan Wake 2 in Erfahrung gebracht haben.
Mehr als ein Spiel
Endlich haben wir mit eigenen Augen den Ort gesehen, an dem Alan Wake nun schon seit Jahren gefangen ist. Seit dem Ende des ersten Alan Wake, als Alan sich opferte, um die Ausbreitung des Dunkels zu verhindern, ist er an dem Dunklen Ort gefangen. Diese Welt besitzt die Macht, Dichtung in Realität zu verwandeln – kein empfehlenswerter Ort für einen Horrorautor. Seit 13 Jahren versucht Alan dort, sich seinen Weg in die Freiheit zu erschreiben.
Der Trailer beginnt mit schnellen Bildern aus einem regennassen New York – der Welt, die Alan geschaffen hat. Hier war er zuhause, bevor er sich zu dem schicksalshaften Umzug in die unheimliche Kleinstadt Bright Falls entschloss. Dann sehen wir Alan in einer Holzhütte, wo er auf eine Schreibmaschine einhämmert, um zu verhindern, dass er das Opfer und das Monster der Geschichte wird, die ihn in ihren Fängen hält.

Was für eine Welt hat er erschaffen? Einen ersten ausführlicheren Einblick gab uns auf der gamescom ein neuer Trailer mit Live-Action und Gameplay-Aufnahmen, die in der rasanten Mischung kaum auseinanderzuhalten waren. Die große Überraschung war, dass die Aufnahmen aus dem Spiel stammen und nicht speziell für den Trailer produziert wurden. Alan Wake 2 enthält umfangreiche Live-Action-Sequenzen und wechselt sehr geschickt zwischen Spielinhalten und echten Videoaufnahmen hin und her.
Im Trailer stürmt Alans Doppelgänger in den Raum und zückt eine Waffe. Dann wechselt der Trailer mit einem Schnitt zu Spielaufnahmen von Alan, der in einer Fernsehsendung namens „In Between With Mr. Door“ Live-Action-Filmmaterial von sich selbst betrachtet. Er stellt dort gerade sein Buch Initiation vor – die Geschichte eines fiktiven Schriftstellers, der in einem Alptraum gefangen ist, in dem er verzweifelt auf der Suche nach dem Manuskript eines Romans ist, von dem er sich nicht erinnern kann, ihn geschrieben zu haben. Es wäre nicht verwunderlich, wenn der gesamte Text des Buches irgendwo im Spiel auftaucht.
Das Video endet mit einer Montage von surrealen Bildern, in der sich Material aus dem Spiel und echte Aufnahmen in rascher Folge überlagern und abwechseln. Alan erblickt sich selbst immer wieder auf verschiedenen Bildschirmen, als wären sie Fenster zwischen der virtuellen und der echten Welt, und die Perspektive reißt den Zuschauer mit und lässt die Grenzen verschwimmen. Auf einer Projektorleinwand im Spiel betrachtet der vom Spieler gesteuerten Alan Live-Action-Aufnahmen von sich selbst, bevor die Szene abrupt abbricht. Wir werden direkt in Alans Position versetzt. Und sein verwirrter Blick erstaunt uns nicht länger – nach diesem Trailer verspürt man das Bedürfnis, sich an einem dunklen Ort auszuruhen.
Der Dunkle Ort ist New York – mitten in Bright Falls
Im IGN-Filmmaterial des Spiels sehen wir Alan in der U-Bahnstation Caldera. Im ersten „Alan Wake“-Spiel besucht er den Cauldron Lake, der die Caldera eines alten Vulkans ist. In guter Schriftstellermanier beschränkt sich Alan auf das, was er kennt, und vermischt seine eigene Heimatstadt mit dem Ort, der ihn verschluckt hat und nun gefangen hält.
Während Alan auf seinen Streifzügen durch die Straßen nach einem Weg sucht, der ihn zurück nach Hause führt, wagt er sich tiefer in die Dunkelheit und benutzt dazu ein Taschenlampe mit der Macht, die Dimensionen seiner eigenen Traumwelt zu vertauschen. Schattenhafte Gespenster, ähnlich den Kreaturen, die er im ersten Spiel bekämpfen musste, umschwärmen ihn in dem tieferen, dunkleren New York. Wenn er nicht weiterkommt, hilft ihm der Umweg über die Dimensionen. So kann er beispielsweise eine U-Bahnstation, deren Eingang von Müll verstopft ist, nur in einer anderen Realität betreten, in der der Zugang unversperrt ist. Alles ist ein Traum, der seinen eigenen Regeln folgt, die wir erst noch entdecken müssen.
Täuschend echte Lichteffekte
Einer der Gründe, warum die echten Kameraaufnahmen so schwer von dem Material aus dem Spiel zu unterscheiden sind, ist die beeindruckende Optik von Alan Wake 2. Die Lichteffekte sind nicht nur eine Spielmechanik (Alan bekämpft die Dunkelheit ja konkret mit einer Taschenlampe), sie verleihen der Umgebung gleichzeitig einen Grad von lebendiger Realität, den nur Remedy erreicht.
Alan Wake 2 wurde auserwählt, um die Fähigkeiten von NVIDIA DLSS 3.5 zu demonstrieren, insbesondere das Raytracing, das eine derart realistische Beleuchtung schafft, dass man auf den ersten Blick an echte Aufnahmen denkt. Derart perfekte Lichteffekte haben natürlich ihren Preis, was die Leistung betriff, andererseits steigert NVIDIA DLSS 3.5 deutlich das Gesamtergebnis, wie man im Trailer erkennen kann.
Bereits Control, das vorige Spiel von Remedy in diesem verbundenen Universum, war ein Paradebeispiel der frühen Raytracing-Technologie. Lichteffekte spielen bei den Titeln des Studios eine entscheidende Rolle – als Spielmechanik und als fundamentale optische Qualität.
Bald ist es soweit

Unser voriger Blick auf das Spiel scheint Jahre zurückzuliegen, aber inzwischen rückt der Veröffentlichungstermin näher. Lest unsere erste Gameplay-Vorschau von Alan Wake 2, in der wir die neue Spielfigur FBI-Spezialagentin Saga Anderson und die neue „Mind Palace“-Mechanik vorgestellt haben, die es den Spielern ermöglicht, während ihrer Untersuchungen Hinweise zu ordnen und miteinander in Verbindung zu bringen.
Alan Wake 2 ist jetzt im Epic Games Store im Vorverkauf verfügbar.