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Among Trees ist die perfekte Survival-Simulation, um sich darin zu verlieren

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Demi Williams
20. Sept. 2023

Während meiner ersten Stunden in Among Trees war ich in dem üppigen Wald rund um meine einsame Hütte unterwegs, machte eine Fülle von Screenshots von der farbenfrohen Umgebung, entfernte mich zu weit von meinem Heim und wurde schließlich von einem Grizzlybären angegriffen ... mehrmals. 

Ich liebe gemütliche Survival-Spiele mit umfangreichen Management-Mechaniken, aber ich bin sehr wählerisch, in welche ich meine Zeit investiere. Among Trees fesselte mich schon während der Eröffnungssequenz mit seiner Pastellfarbpalette und der friedlichen Atmosphäre. 

Es ist zwar ein Survival-Spiel und daher kann man leicht durch die Gefahren der Umgebung und auch auf direkteren Wegen den Tod finden, aber manchmal möchte ich einfach nur mein Gehirn abschalten, ohne zu befürchten, dass mich ein Bär zu Tode knuddelt. Darum liebe ich den Zen-Modus – das ist der alternative Spielmodus von Among Trees, bei dem es keine gefährlichen Tiere gibt, damit die Spieler ein entspanntes und beruhigendes Erlebnis genießen können. 
Among Trees ist die perfekte Survival-Simulation, um sich darin zu verlieren
Der Zen-Modus bietet ein ruhiges Leben ohne jede Ablenkung und konzentriert sich dabei auf die Bedürfnisse eures Charakters – wie Hunger und rechtzeitiges Schlafengehen – anstatt auf die Gefahren, die von wilden Tiere ausgehen, sobald ihr einen Schritt aus eurer Hütte macht. Es gibt auch viele andere Ziele, denen ihr eure Zeit widmen könnt, zum Beispiel könnt ihr euer Kompendium vervollständigen, wozu ihr alle verfügbaren Pflanzen und alle wichtigen Orte auf eurer Karte finden müsst. Außerdem könnt ihr alle möglichen Werkzeuge anfertigen, die euch euren neuen Lebensstil erleichtern.

Bei anderen Survival-Simulationen müsst ihr zusätzliche Gebäude bauen, um eure Ressourcen zu verwalten, aber hier ist eure Hütte im Wald eure wichtigste Überlebensgrundlage. Im weiteren Verlauf des Spiels vergrößert ihr euer Heim und erweitert es um zusätzliche Räume, zum Beispiel einen Bereich, um wetterfeste Kleidung herzustellen, eine Küche und – meine Lieblingsfunktion – euer eigenes Gewächshaus mit der Natur und dem wechselnden Himmel als Kulisse. Ihr müsst keinen Hof bewirtschaften und auch keine Beziehungen knüpfen. Niemand sonst ist da. Nur ihr. Meistens. 

Die Einsamkeit abseits der Zivilisation ist der Grundgedanke des Spiels, diese Erfahrung ist Absicht. Aber ihr werdet nicht lange völlig alleine sein. Irgendwann könnt ihr einen niedlichen Fuchs zähmen, der euer Begleiter werden kann. Dann müsst ihr euch nicht mehr nur um euch selbst, sondern auch um euer neues Haustier kümmern, und der kleine Fuchs kann sogar Ressourcen für euch auskundschaften. Ja, ihr könnt den Fuchs auch streicheln!

Ich empfehle euch, den Zen-Modus zumindest einmal auszuprobieren. Er ist ein sehr viel entspannteres Erlebnis, das zu der gemütlichen Atmosphäre des Spiels passt, und ist öfters meine Wahl, wenn ich das Spiel starte, um dem Alltag für eine Weile zu entfliehen. Es erdrückt einen nicht aufgrund seiner Ausmaße, und zusammen mit der launischen Musik und der traumähnlichen Umgebung des Spiels bietet es die perfekte Simulation, um eine Weile alles andere zu vergessen. 

Der Zen-Modus von Among Trees ist wie ein Zufluchtsort, der einem die ersehnte Atempause gönnt, und es wäre schön, wenn mehr Survival-Spiele diese Option hätten.