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Bear and Breakfast verbindet Animal Crossing mit Monopoly zu einer bezaubernden Jobsimulation
J
Jess Reyes
Am Anfang von Hanks Unternehmungen gibt ihm ein Roboterhai genaue Anweisungen, wie er sein erstes Hotel errichten soll. In besagtem Plan geht es unter anderem darum, Zimmer in einer schäbigen Absteige an Menschen zu vermieten, die einen schönen Urlaub machen wollen. So führt eins zum anderen und am Ende besitzt ihr ein noch größeres und moderneres Hotel. Ehe ihr euch verseht, expandiert ihr mit eurem Imperium in eine andere Stadt. Ihr müsst euch nicht einmal um die Gäste kümmern, wie es bei einer Jobsimulation wie Diner Dash der Fall wäre. Ihr müsst nur Gästen Zimmer vermieten, die ihren Wünschen entsprechen, und dann läuft der Rest des Spiels automatisch. Aus irgendeinem Grund braucht Hank nicht einmal Schlaf.
Das Faszinierende an Bear and Breakfast ist seine Absurdität. Die Gäste haben unterschiedliche Ansprüche, denen die Komfort- und Dekorationslevel eurer Zimmer entsprechen müssen. Mit den richtigen Möbeln könnt ihr die Zimmer auf die erforderlichen Level bringen. Selbst wenn das Zimmer so vollgestopft ist, dass man sich kaum rühren kann, ist auch ein schwieriger Gast zufrieden, solange der Level stimmt. Er meckert nicht einmal, wenn euer örtlichen Mülltaucher, der Waschbär Took, die Möbel von der Müllhalde gerettet hat. Tatsächlich stammen die meisten eurer ersten Stücke von dort. Schließlich muss man die ansässigen Unternehmen ja unterstützen.

Ich hatte wirklich Spaß dabei, die Zimmer mit Möbeln zu bestücken, an den Grundrissen meiner Gebäude zu feilen und zuzusehen, wie Hanks Unternehmen dank der Mühe, die ich in diese kleinen Aufgaben steckte, immer weiterwuchs. Wenn ihr euch lange genug mit dem Spiel beschäftigt, kann sich euer Wissen über das Umfeld und den Entdeckergeist auch auf euren Spielablauf auswirken. Ihr habt nicht viel zu tun, außer Hanks Geschäft aufzubauen, aber wenn ihr gerne dekoriert und einrichtet, habt ihr sicher stundenlang Spaß.
Bear and Breakfast verschleiert auch keinen Moment, dass Hank ein Bär ist. Bevor Hank seine ersten Klamotten trägt, schweben über den Köpfen der Gäste empörte Ausrufezeichen. Später, wenn ihr Hanks Outfits individuell gestaltet, haben sie keinen Grund mehr, über seine Nacktheit entsetzt zu sein. Natürlich sieht man nicht wirklich etwas, denn als Cartoon-Bär ist sein gesamter Körper von kastanienbraunem Fell bedeckt. Neben Hank verkörpern auch die anderen Tiere im Spiel die Merkmale ihrer Art – da sind zum Beispiel ein Müll sammelnder Waschbär und ein Biber, der ihn in die Kunst der Holzbearbeitung einweiht.
Wenn ihr also auf der Suche nach einem Jobsimulator mit einer tierischen Note seid, solltet ihr euch einige Nächte mit Bear and Breakfast beschäftigen.
Bear and Breakfast ist im Epic Games Store verfügbar.