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Black Myth: Wukong ausprobiert – Wie Dark Souls mit einem stabschwingenden Affenmenschen

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Laura Kate Dale
23. Aug. 2023
Um es kurz zu machen: Black Myth: Wukong hat etwas von Dark Souls. (Man könnte es sogar ein „Soulslike“ nennen.) Ihr kämpft gegen knallharte Bosse, weicht ihren brutalen Angriffen aus und versucht dabei, eure Ressourcen nicht zu verlieren – ihr kennt das ja.

Aber nachdem ich das Spiel auf der gamescom 2023 eine Dreiviertelstunde ausprobieren konnte – wobei ich vier verschiedene Missionen angetestet habe – kann ich bestätigen, das Black Myth: Wukong mehr als nur ein weiteres Dark Souls ist. Es ist ein Dark Souls, in dem ihr einen mythologischen chinesischen Affenmenschen mit einem großen Stab spielt, der seinen Spaß daran hat, auf dem Schlachtfeld herumzuspringen und mit Magie zu spielen, um möglichst unangreifbar zu sein.

Bei den wichtigsten Punkten funktioniert Black Myth: Wukong ziemlich wie erwartet. Es gibt leichte und schwere Angriffe, man muss ausweichen und kann sich nur begrenzt heilen. Beim „Stance“-System wird es dann allerdings anders. Es ermöglicht euch, spontan zwischen drei unterschiedlichen Spielstilen zu wechseln: „Smash“, „Pillar“ und „Thrust“. Jeder dieser Stile hat seine eigenen leichten und schweren Angriffe, Kombos und Angriffsmomente.
Black Myth: Wukong ausprobiert – Wie Dark Souls mit einem stabschwingenden Affenmenschen – Löwe
In einem Moment ist es vielleicht günstiger, euch in die Luft zu katapultieren und einen Moment lang sicher über dem Getümmel zu schweben, um dann auf einen nahen Feind herabzustürzen. In einem anderen stoßt ihr euren Stab in den Boden und wirbelt um ihn herum, um in einem ganzen Bereich massiven Schaden zu verursachen.

Zusätzlich stehen euch im Gefecht außerdem eine Anzahl magischer Fertigkeiten zur Verfügung. Hierzu gehören eine Konterfertigkeit, die den Spieler in Stein verwandelt, ein Lähmungszauber, der euch die nötige Zeit verschafft, eure schweren Angriffe aufzuladen, und ein Flammenkreis. Mein persönlicher Favorit war jedoch eine Totalverwandlung, bei der für kurze Zeit alle anderen Fertigkeiten außer Kraft gesetzt werden und gleichzeitig eure Moves einen Gang zulegen.

Bei den Kämpfen geht es prinzipiell um Nahkampf, was bedeutet, dass ihr während der Bosskämpfe oft an euren Gegnern klebt. Ihr verfügt über jede Menge Tricks, um diesem Mangel an Raum zu begegnen – einschließlich perfekt getimter Ausweichmanöver, die wie in Bayonetta die Zeit verlangsamen –, das macht das Spiel aber nicht einfacher. Insgesamt fand ich Black Myth: Wukong beim ersten Versuch ziemlich gnadenlos, und man muss sich schnell in seine Systeme hineinfinden.
Black Myth: Wukong ausprobiert – Wie Dark Souls mit einem stabschwingenden Affenmenschen – Hieb
Der eindrucksvollste Bosskampf der Demo war unbestreitbar der „Tiger Vanguard“, ein Tigermensch mit Cockney-Akzent und einem Schwert, der aus einen Swimmingpool voll Blut trinkt. Dann fordert er den Spieler zum Nahkampfgefecht in besagtem blutgefülltem Pool heraus. So chaotisch und brutal der Kampf ist, wird er doch unbeschwert genug präsentiert, um nicht so eindringlich wie in Dark Souls zu werden. Natürlich kann ich das alles nur anhand der Demo beurteilen.

Der Vergleich mit Dark Souls ist mittlerweile zwar eher zum Klischee geworden, aber hier ist er tatsächlich statthaft. Black Myth: Wukong könnte es durchaus verdienen, mit den Größen des gnadenlosen Action-RPG-Genres genannt zu werden, jedenfalls wirkte das erste kleine Anspiel bisher sehr vielversprechend. Das Spiel hat ein wesentlich vertikaleres Leveldesign als die meisten vergleichbaren Titel, es ist schnell und energiegeladen, und hinter der Fassade von Tod und Verzweiflung war ein exzentrischer Sinn für Humor zu spüren.

Black Myth: Wukong findet ihr hier im Epic Games Store.