
Ein Blick hinter die Bausteine der humorvollen Pointen in LEGO Star Wars: Die Skywalker Saga

Der vierte Mai ist ein ganz besonderer Tag für Star Wars-Fans. Seine Bedeutung kommt von der englischen Aussprache des Datums „May, the fourth“, die dem Anfang des Satzes „May the force be with you“ („Möge die Macht mit dir sein“) ähnelt. Aber dieses Jahr ist der vierte Mai noch besonderer, denn Fans der Geschichten in einer weit, weit entfernten Galaxis und LEGO-Fans haben mit LEGO Star Wars: Die Skywalker Saga nun gemeinsam etwas zu feiern.
Seit seiner Veröffentlichung vor nicht einmal einem Monat ist der neueste Klemmbaustein-Titel, in dem die gesamte Star Wars-Saga spielbar ist, bereits zum meistverkauften LEGO-Videospiel aller Zeiten avanciert.
Das ist nicht überraschend, denn er bietet eine Riesenmenge Inhalte aus allen neun Spielfilmen und enthält 45 Story-Level, 23 Planeten und mehr als 400 Minifiguren.
Ab heute gibt es für dieses Riesen-Spielpaket noch einmal zwei umfangreiche Erweiterungen in Form von herunterladbaren Inhalten. Heute erscheinen nämlich sowohl das The Mandalorian Season 2 Pack mit Ahsoka Tano, Boba Fett, Bo Katan, Fennec Shand und Moff Gideon als auch das The Bad Batch Character Pack mit Hunter, Wrecker, Tech, Crosshair und Echo.
Auch für die Entwickler des Spiels, die jahrelang an dem Mammutprojekt gearbeitet haben, ist es ein bedeutender Tag und eine gute Gelegenheit, im Rückblick ein wenig darüber zu sprechen, was sie erschaffen und geleistet haben.
Es handelt sich nicht nur um das größte Spiel, das TT Games bisher entwickelt hat, sondern für die meisten der Star Wars-Filme ist es auch das zweite Mal, dass sie mit LEGO-Steinen erzählt werden.

„Es war unglaublich, die vielen positiven Antworten darauf zu lesen, wie wir die Filme dieses Mal umgesetzt haben“, erzählt James Pugh, der bei TT Games als Autor an dem Spiel mitgewirkt hat. „Es war uns wichtig, dass die Umsetzungen und Pointen neu und frisch wirken, aber wir wollten auch unseren früheren Titeln den gebührenden Respekt erweisen. Dies ist ein von Grund auf neu entwickeltes Spiel, und wir waren es den Fans schuldig, ganz neu zu beginnen und die Filme auf eine Art und Weise umzusetzen, die den Fans von heute gerecht wird.
Um das richtige Gleichgewicht zwischen Humor und Dramatik zu finden, haben wir uns einerseits auf unsere Intuition verlassen, und andererseits viele offene Diskussionen mit Lucasfilm geführt. Die Regisseure der Zwischensequenzen sind echte Profis von Weltklasse und haben dafür gesorgt, dass wir die wichtigen Momente einfangen, die die Fans erwarten, aber auf eine Art, die sie dennoch überrascht. Wir haben großen Respekt vor den Filmwerken und bewundern sie sehr, und darin dürfte letztlich auch der Schlüssel zum Erfolg gelegen haben. Wenn man nicht wirklich von Star Wars begeistert ist, kann man ein so umfassendes und tiefgreifendes Spiel nicht überzeugend umsetzen.“
Es gehört zum besonderen Reiz des Spiels, dass es die Spieler immer wieder mit Pointen und witzigen Anspielungen überrascht, die das Team sich für die Nacherzählungen der Geschichten hat einfallen lassen. Natürlich gibt es auch unzählige Easter Eggs, die nicht nur Fans von Star Wars begeistern dürften.
Zum Beispiel könnt ihr eine Anspielung auf Spaceballs, die Star Wars-Parodie von Mel Brooks, entdecken. Pugh berichtet, dass es im Spiel so viele Easter Eggs gibt, dass er selbst gar nicht sicher sagen kann, was es alles zu entdecken gibt.

„An dem Spiel haben sehr viele Leute mitgewirkt, und alle hatten ein Lieblingsdetail aus Star Wars, das sie unbedingt im Spiel unterbringen wollten“, erzählt er. „Es ist schier unmöglich, die vielen kleinen Anspielungen und Querverweise genau zu beziffern. Daran kann man ablesen, welche Bewunderung unser Team den Filmen entgegenbringt. Ich spiele das Spiel gerade selbst und muss zugeben, dass ich einige Details zum allerersten Mal entdecke. Es macht wirklich Spaß. Wir wollten aber nicht künstlich einfach so überall Easter Eggs unterbringen, sondern haben sehr darauf geachtet, dass es eine Logik dahinter gibt und sie auf natürliche Art in das Spiel einfließen. Die besten Anspielungen sind solche, die ganz ungezwungen in die jeweilige Situation passen und nicht gekünstelt wirken. Die Dialoge im Spiel stecken voller Verweise auf das gesamte riesige Star Wars-Universum, inklusive Fan-Theorien und allem Drumherum. Dazu kommen natürlich noch visuelle Gags und andere Stellen, an denen Text im Spiel vorkommt. Mir wird ganz schwindelig, wenn ich darüber nachdenke, wie viele Easter Eggs es im Spiel gibt!”
Die Begeisterung der Entwickler für die Welt von Star Wars spürt man deutlich aus dem Titel heraus. Die Entwicklungsarbeit begann im Vorfeld der letzten beiden Episoden der Sequel-Trilogie.

Die beiden Filme erschienen im Verlauf der Spielentwicklung, so wie auch mehrere Spin-off-Filme und -Fernsehserien.
„Wir hatten uns fest vorgenommen, das beste LEGO- und Star-Wars-Spielerlebnis zu erschaffen, das es gibt”, erzählt Mike Consalvey, Designer bei TT Games.
Dazu tragen unter anderem die herunterladbaren Charakterpakete bei.
Aber die Entwickler haben auch sehr darauf geachtet, dass es nicht einfach nur die schiere Größe des Spiels ist, die die Fans begeistert. Daher ist eine Menge Arbeit in die beinahe 400 spielbaren Charaktere geflossen, um dafür zu sorgen, dass die Wünsche der Fans erfüllt werden und dass jeder Charakter ein unterschiedliches Spielgefühl vermittelt.
„Innerhalb des Star Wars-Universums gibt es sehr viele verschiedene Charaktere, es war also nicht einfach, wirklich jeden einzelnen beliebten Charakter, den die Fans sich erhofft haben, ins Spiel einzubauen“, so Consalvey. „Daher haben wir uns darauf konzentriert, welche Charaktere in der Zeitlinie von Die Skywalker Saga, also allen neun Hauptfilmen, zu Hause sind. Zusätzlich haben wir dann noch zum Spaß einige Figuren aus dem erweiterten Star Wars-Universum eingefügt, von denen wir dachten, dass sie den Fans gefallen würden, sowie einige, die die verschiedenen Orte im Spiel bevölkern. Bei den nicht spielbaren Charakteren haben wir darauf geachtet, dass ihre Auftritte nahtlos in die Geschichte oder die vielen Aufgaben quer durch die Galaxis passen.
Jeder Charakter gehört zwar zu einer bestimmten Charakterklasse, aber die meisten haben trotzdem etwas Eigenes, Individuelles in der Art, wie sie sich bewegen oder kämpfen. Zum Beispiel haben alle Kopfgeldjäger (Bounty Hunter) Schnellfeuer-Blaster, mit denen sie goldene LEGO-Steine zerstören können, aber Figuren wie Jango und Boba Fett haben Jetpacks, die sie von anderen unterscheiden. Wir haben uns sehr darum bemüht, dass alle Charaktere im Spiel etwas Individuelles haben, wie ihre Waffen, Gegenstände oder Fähigkeiten.“

„Auch die Kämpfe wurden für dieses Spiel neu überarbeitet. Das Team wollte die Gameplay- und Kampfmechaniken dem neuesten Stand der Technologie anpassen und ein System entwickeln, das Spaß macht, leicht zu verstehen ist und zu einem familienfreundlichen Spiel passt“.
Es gibt viele andere lustige kleine Späße. So könnt ihr das komplette Spiel entweder im „Nuschelmodus“, also wie im Originalspiel ohne echte Synchronstimmen, oder mit Synchronstimmen genießen.
Bisher sind zusätzlich zu den inzwischen erschienenen sieben Charakterpaketen keine weiteren Inhalte angekündigt.
Consalvey erzählt, dass das Team sich zum ersten Mal seit der Pandemie persönlich treffen konnte, um die Veröffentlichung des Spiels zu feiern, und über die begeisterten Reaktionen der Fans auf LEGO Star Wars: Die Skywalker Saga hocherfreut ist.
„Für mich persönlich war dies das wichtigste Projekt, an dem ich in meiner bisherigen Karriere mitarbeiten durfte“, sagt er. „Nach vielen Jahren harter Arbeit des gesamten Teams sind wir sehr glücklich, dass das Spiel so viele positive Reaktionen erhalten hat.”