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Ratgeber für Civilization VI: Sichert euch mit diesen Tipps den Wissenschaftssieg

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Len Hafer
28. Aug. 2024

Seit ich Sid Meier's Civilization zum ersten Mal gespielt habe, versuche ich, dem Rest der Welt technologisch möglichst weit voraus zu sein. Da ist es nur logisch, dass der Wissenschaftssieg in Civilization VI schon immer einer meiner bevorzugten Siegesarten war. In diesem Leitfaden zu einem Wissenschaftssieg in Civilization VI zeige ich alle Möglichkeiten auf, wie ihr dafür sorgen könnt, dass eure Zivilisation den Wettlauf ins All gewinnt.
 

Was ist ein Wissenschaftssieg in Civilization VI?


Um einen Wissenschaftssieg zu erringen, müsst ihr den Weltraum erobern. Es beginnt damit, dass ihr einen Satelliten in die Umlaufbahn schickt und endet mit einer Reise zu einem Exoplaneten in einem benachbarten Sonnensystem. Natürlich schafft ihr das nur, wenn ihr der Konkurrenz wissenschaftlich immer eine Nasenlänge voraus seid. Abgesehen davon müsst ihr aber auch im Atomzeitalter und später verschiedene sehr kostspielige Projekte im Raumhafen-Bezirk verwirklichen, was bedeutet, dass ihr auch in die Produktion investieren müsst.

Ihr beginnt damit, dass ihr im Technologiebaum Raketentechnik erforscht, einen Raumhafen baut (der nicht auf einem Hügel liegen kann – reserviert euch daher Platz in der Nähe eurer Hauptstadt bzw. eurer produktivsten Stadt) und schließlich euren ersten Satelliten startet. Danach ist im Technologiebaum ein Forschungszweig an der Reihe, der etwas irreführend „Satellitentechnologie“ heißt (hatten wir die nicht gerade?), und auf dem Mond landen. Der nächste Schritt führt über die Nanotechnologie zu einer Kolonie auf dem Mars.

Und zu guter Letzt ermöglicht euch die Erforschung von Intelligentem Material den ersehnten Start der Exoplanet-Expedition. Natürlich dauert die Reise dorthin eine Weile, aber dann habt ihr gewonnen. Ihr könnt diese Zeit mit zwei weiteren Raumhafenprojekten verkürzen, der „Irdischen Laserstation“ und der „Lagrange-Laserstation“. Beide kann ich euch sehr empfehlen. Wenn ihr so weit gekommen seid, müsst ihr euch nur noch darum kümmern, dass euch niemand erobert oder einen anderen Sieg erreicht, bevor die Expedition an ihrem Ziel ankommt.
Marskolonie

Waffen, Runden und Stahl


Ein positiver Nebeneffekt eures konstanten technischen Vorsprungs besteht darin, dass ihr in der Regel über bessere militärische Einheiten verfügt. Dafür hinkt ihr wahrscheinlich bei Kultur und Ausrichtung hinterher, sodass euch eure Gegner bei der militärischen Organisation überlegen sein werden. Es dürfte aber reichen, um auf eurem Weg zu den Sternen etwas Kanonenbootpolitik zu betreiben oder sogar Eroberungen zu machen – ganz besonders, wenn ihr als Robert I. spielt. Und wo wir schon beim Thema sind …
 

Die besten Zivilisationen für Wissenschaft


Historischer Moment
Praktisch jede Zivilisation ist für einen Wissenschaftssieg geeignet, erst recht, wenn ihr Herausforderungen liebt. Aber manche Zivilisationen sind dieser Aufgabe definitiv besser gewachsen als andere. Hier meine Auswahl der besten wissenschaftlichen Zivilisationen in Civilization VI:

China ist für die Wissenschaft immer eine sehr gute Wahl, benötigt aber einen recht aktiven Spielstil. Danke seines Heureka-Bonus könnt ihr viele Technologien sehr schnell freischalten, wenn es euch nichts ausmacht, jede Menge Nebenmissionen zu erledigen. Manche davon führen euch allerdings so weit von eurem Ziel weg, dass sich die Mühe nicht lohnt. Ein wichtiger Punkt ist daher, zu erkennen, welche Missionen es wert sind, eure Zeit zu investieren. China hat mehrere Anführer zu bieten, wobei Kublai Khan für einen Wissenschaftssieg wohl mein Favorit ist, denn seine Wissenschafts-Boni haben mit Handelswegen zu tun, einem recht sicheren Geschäft. Wu Zetian hingegen erhält Bonus-Wissenschaft durch ihre Spione, ein riskantes Spiel mit hoher Belohnung, mit dem sie in den Händen eines geschickten Spielers (mit etwas Glück) gute Chancen hat, die anderen chinesischen Anführer auszustechen. Yongle ist der Passivste der drei und erhält sein Wissenschaftsplus durch die steigende Bevölkerung. Mit ihm müsst ihr euch also neben Wissenschaft und Produktion auch noch um Nahrung kümmern. Das macht die Sache komplizierter, weshalb ich ihn lieber links liegen lasse.

Der arabische Anführer Saladin kann extrem wirkungsvoll sein, wenn ihr bereit seid, neben euren wissenschaftlichen Unternehmungen auch ein sehr aggressives religiöses Spiel zu betreiben. +1 Wissenschaft für jede fremde Stadt, die sich eurer Religion anschließt, lohnt sich, vor allem auf größeren Karten. In seiner Rolle als Wesir verschafft er euch außerdem +10 % Wissenschaft durch Kultgebäude, das macht ihn zu meiner ersten Wahl. Sein einzigartiges Gebäude, die Madrasa, erhält einen Glaubensbonus von angrenzenden Campus-Bezirken. Wenn ihr zusätzlichen Glauben produziert, kann er zudem mehr Große Wissenschaftler kaufen. Auch hier kompliziert der zusätzliche Glauben neben Produktion und Wissenschaft euer Spiel, allerdings sind die zahlreichen Synergien die Mühe wert.

Auch Korea ist für die Wissenschaft wie geschaffen. Der Seowon ist wesentlich stärker als ein gewöhnlicher Campus-Bezirk, dafür aber auch abhängiger von der Geographie, auf die ihr besonders achten solltet. Seondeok ist meiner Meinung nach die bessere der beiden Anführer, denn zusätzliche Wissenschaft durch Beförderungen von Gouverneuren ist sehr hilfreich und sie wächst im Laufe der Kampagne.

Und schließlich wäre da noch Wac Chanil Ajaw, Anführerin der Maya-Zivilisation, die für Wissenschaft wohl die beste im Spiel ist. Observatorien ermöglichen es euch, praktisch überall einen sehr produktiven Wissenschaftsbezirk zu errichten. Der Produktionsbonus von Plantagen und Bauernhöfen, die an Observatorien grenzen, steigert die andere Ressource, die ihr für einen Wissenschaftssieg benötigt.

Wenn es allerdings etwas kniffliger sein soll, scheint mir Robert I. von Schottland eine interessante Wahl. Er erhält in zufriedenen Städten zusätzlich Wissenschaft und Produktion und außerdem Große-Wissenschaftler-Punkte, die euch im technologischen Wettrennen einen Vorsprung verschaffen können. Der Schlüssel zu seiner Strategie liegt allerdings in seiner Fähigkeit, einen Befreiungskrieg zu erklären und 10 Runden lang doppelte Produktion zu verdienen. Wenn ihr euch diese Option für das spätere Spiel aufhebt und sie benutzt, um eure Projekte für Weltraumrennen blitzschnell abzuschließen, kann das einen massiven Vorteil bedeuten – ganz besonders, wenn ihr genug gültige Befreiungskriegsziele habt, um die Exoplanet-Expedition und beide Laserstationen zu beschleunigen. Dabei braucht ihr diese Kriege nicht einmal zu gewinnen. Es genügt, dass ihr durchhaltet und nicht selbst erobert werdet.
 

Zurück zur Schule


Die Platzierung des Campus
Der Schlüssel zu eurem Wissenschaftssieg liegt im Campus-Bezirk, den ihr freischaltet, indem ihr Schrift erforscht. Das sollte euer allererstes Forschungsprojekt sein. Dabei solltet ihr euch in jeder Stadt von vornherein überlegen, wo ihr den Campus-Bezirk platziert, denn nach dem Stadtzentrum ist er das wichtigste Geländefeld. Ein Campus generiert +2 Wissenschaft für jedes angrenzende Geothermischer Riss- oder Riff-Geländefeld und +1 Wissenschaft für jedes angrenzende Berg- oder Regenwald-Geländefeld.

Wenn ihr als Korea spielt, bedenkt, dass der Seowon keine anderen angrenzenden Stadtbezirke haben darf. Allgemein ist empfehlenswert, den Campus innerhalb einer ringförmigen Bergkette zu platzieren, da Berge ansonsten keine nützlichen Erträge bieten. Wenn ihr als Saladin spielt, solltet ihr euch aber nach einem anderen Platz umsehen, denn der Heilige Ort profitiert noch mehr von Bergen und außerdem wollt ihr Madrasas um eure Campusse bauen. Und wenn ihr als Maya spielt, lasst Platz, um auf den geeigneten Geländefeldern rund um das Observatorium Bauernhöfe zu bauen.
 

Wirkliche geniale Männer und Frauen


Große Wissenschaftler
Große Wissenschaftler leisten einen großen Beitrag zum Wissenschaftssieg und ihr müsst sie kaufen, bevor es eure Gegner tun, da jeder nur einmal vorkommt. Manchmal könnte es allerdings auch besser sein, zu warten, denn wenn ihr eure gesamten Große-Wissenschaftler-Punkte für einen Kandidaten ausgebt, könnte sich ein Gegner den nächsten schnappen, während ihr taten- und punktelos zusehen müsst.

Die Großen Wissenschaftler, für die ihr eure Punkte unbedingt aufheben solltet, sind Hypatia in der Klassik, Hildegard von Bingen im Mittelalter (vor allem, wenn ihr als Saladin spielt), Isaac Newton in der Renaissance, Albert Einstein und Alfred Nobel in der Modernen und Carl Sagan und Stephanie Kwolek im Informationszeitalter. Sie bieten euch starke, dauerhafte Boni, statt einmaliger Vorteile. Vergesst nicht, dass ihr auch Gold und Glauben ausgeben könnt, um Große Persönlichkeiten zu kaufen, die ihr euch noch nicht leisten könnt. Das ist besonders für Saladin sehr praktisch.
 

Eine Welt voller Wunder


Es gibt eine Reihe Wunder, die euch auf dem Weg zum Wissenschaftssieg helfen. Die wichtigsten sind Etemenanki in der Antike, das Mausoleum von Halikarnassos in der Klassik, die Universität Sankoré im Mittelalter, die Universität von Oxford im Industriezeitalter und die Amundsen-Scott-Südpolstation im Atomzeitalter. Hierbei spielt auch das Gelände rund um eure Städte eine Rolle und mit welchem Anführer ihr spielt. Für Saladin sind auch die religiösen Wunder wichtig. Kublai Khan profitiert von allem, was zusätzliche Handelswege verspricht.
 

Welche Regierungen sind für Wissenschaft die besten?


Politikkarten
In der Klassik kann Autokratie helfen, schon früh Wissenschaftswunder zu bauen, während ihr in einer Klassischen Republik mehr Große Wissenschaftler erhaltet. In beiden Fällen solltet ihr euch euren Joker-Politik-Platz für Eingebung (wird von Mystik freigeschaltet) reservieren, die euch noch mehr Große-Wissenschaftler-Punkte bringt.

Im Mittelalter ist Handelsrepublik für Kublai Khan sehr vorteilhaft – besonders in der Kombination mit der Politikkarte Handelskonföderation. Saladin sollte auf jeden Fall auf Theokratie setzen. 

In der Modernen ist vermutlich Kommunismus die beste Wahl, es sei denn, ihr schwimmt in Gold, in welchem Fall ihr Demokratie vorziehen solltet. Raj und Militärforschung eignen sich beide hervorragend als Politik, sofern ihr Synergien für sie habt. Marktwirtschaft, Nobel-Preis und Wissenschaftsstiftung sind ebenfalls ausgezeichnet.

Im Informationszeitalter kann nichts der Synthetischen Technokratie das Wasser reichen. Auch die Karte Internationale Raumfahrtagentur ist eine gute Wahl.

Das sollte genügen, um euch den Weg zu den Sternen und darüber hinaus zu einem Wissenschaftssieg zu ebnen.

Civilization VI ist jetzt im Epic Games Store verfügbar. Wir haben uns auch den Nachfolger, Civilization VII angesehen. Lest hier alles darüber.