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Das Koop-Action-Roguelike „33 Immortals“ ist endlich in „Paradiso“ angekommen
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John Walker
33 Immortals ist ein Titel, den ihr zwar alleine spielen könnt, bei dem ihr aber Wege finden müsst, mit euren euch unbekannten Gefährten zusammenzuarbeiten, wenn ihr überleben wollt. Nur wenn ihr alle an einem Strang zieht, sind eure Angriffe am effektivsten, und ihr braucht Buffs und Boosts, um die mächtigsten Gegner zu besiegen. Auf eigene Faust loszuziehen bedeutet wahrscheinlich den Tod, aber wenn ihr euch einer kleinen Gruppe anschließt, könnt ihr große Erfolge erzielen.
Das Spiel befindet sich seit etwas mehr als einem Jahr im Early Access. Während wir auf die offizielle Veröffentlichung warten, wird bald der dritte und letzte Teil der von der Göttlichen Komödie inspirierten Spielwelt, „Paradiso“, hinzukommen – um die bereits ausgiebig gespielten Kämpfe in „Inferno“ und „Purgatorio“ fortzusetzen. Der perfekte Zeitpunkt also, um Entwickler Thunder Lotus über die bisherigen Erfahrungen und den Umgang des Spiels mit Engeln und dem Zorn Gottes zu befragen.
Viele Spiele behaupten von sich, von literarischen Werken inspiriert zu sein, aber bei 33 Immortals ist Dantes Göttliche Komödie aus dem Jahr 1321 tief in der DNA des Titels verankert. Das mittelalterliche Werk aus Italien ist nicht nur die Grundlage für die Kulisse des Jenseits, sondern beeinflusst sogar die Anzahl der Spieler: Das Gedicht umfasst schließlich 33 Kapitel. Laut Stephan Logier, Creative Director von 33 Immortals, habe das Gedicht „die Entwicklung des Spiels stark beeinflusst“. So seien „die Orte, die die Spieler erkunden, die Bosse, denen sie gegenüberstehen, und die Charaktere, denen sie begegnen, alle von der Göttlichen Komödie inspiriert und aus unserer eigenen kreativen Perspektive neu erschaffen worden“. Das Ziel des Studios, so Logier, „ist es, die Spieler in die Welt der Göttlichen Komödie und des mittelalterlichen Italiens eintauchen zu lassen“.

Da Dantes Werk zunächst im Inferno beginnt und dann ins Purgatorio übergeht, bieten diese Schauplätze naheliegende Kulissen für erbitterte Schlachten und Überlebenskämpfe. Aber der letzte Teil, das Paradiso, steht für den Himmel – sicherlich ein Ort, an dem es weitaus seltener zu gewaltigen Kämpfen kommen dürfte, oder? „In Paradiso geschehen seltsame und überraschende Dinge“, sagt Logier. „Die Spieler werden einen außergewöhnlichen Ort entdecken. Wir haben uns bei der Gestaltung dieses Erlebnisses am Paradies aus der Göttlichen Komödie orientiert: Neben dem Weltraum und den Planeten gibt es extrem mächtige himmlische Wesen … und die Spieler können sich endlich dem Zorn Gottes stellen.“
Natürlich sind hier Engel gemeint … aber sicherlich keine blondgelockten Wesen in wallenden Gewändern, die auf Harfen klimpern. Biblische Gottesboten und ihre mittelalterlichen Darstellungen waren oft schreckliche Kreaturen, und in einem kürzlich erschienenen Blogbeitrag hatte Thunder Lotus die bemerkenswerte Behauptung aufgestellt, dass ihre Engel „biblisch korrekt“ seien. Selbstverständlich wollten wir mehr darüber erfahren, weshalb Art Director Estefania Tastan näher darauf einging. „Da 33 Immortals den Katholizismus als Inspirationsquelle nutzt, haben wir uns daran orientiert, wie die Bibel bestimmte Engel beschreibt, insbesondere Seraphim und Cherubim … In der Offenbarung werden die Gottesboten als Wesen mit sechs Flügelpaaren beschrieben, die überall mit Augen übersät sind.“ Oha!
Die engelhaften Figuren in 33 Immortals sind allerdings kein Zufallsprodukt. Tastan beschreibt, wie sie aus einem schrittweisen Prozess hervorgegangen sind, der bereits in früheren Abschnitten des Spiels begann. „Die Monsterdesigns von 33 Immortals, von Inferno bis Paradiso, durchlaufen eine Metamorphose von grotesken, tierischen Zügen hin zu voll ausgebildeten engelhaften Erscheinungsbildern, abstrakter Darstellung und dem Tod des Egos. Deshalb sind einige der Monster in Paradiso einfache Würfel, während sich andere, einschüchterndere Gegner in Flügelhaufen verwandelt haben. Biblisch korrekte Flügel, versteht sich.“
Um diese Kreaturen zu bekämpfen, müsst ihr offenbar mehr denn je zusammenarbeiten und euch abstimmen – vor allem im späteren Verlauf des Spiels steigt der Schwierigkeitsgrad. Wenn euch so was normalerweise abschreckt, könnt ihr bei 33 Immortals beruhigt sein. Obwohl ich Koop-Spiele mit Fremden eigentlich total nervig finde und normalerweise meide, ist dieser Titel ganz anders – hier fühle ich mich als nützlicher Teil eines Teams und kann mich nur selbst dafür verantwortlich machen, wenn was schiefgeht. Wie hat Thunder Lotus das wohl geschafft?
„Der Ausgangspunkt für die Entwicklung war die Frage: Wie lässt sich ein groß angelegtes kooperatives Roguelike erstellen?“, so Stephan Logier. „Wir wollten Permadeath einbauen, damit man diesen klassischen Roguelike-Zyklus aus ‚Sterben und neuen Versuchen‘ hat, und gleichzeitig ein umfangreiches Koop-Erlebnis schaffen. Die Kombination dieser Elemente hat uns dazu gebracht, 33 Immortals als massiven Mehrspieler-Koop zu konzipieren, in dem die Aktionen der Spieler zwar wichtig sind, die verbleibenden Mitspieler aber auch dann noch die Möglichkeit haben, zu gewinnen, wenn man selbst stirbt.“ Dies führe, so sagt er, „zu diesen epischen Momenten, besonders bei Bosskämpfen.“

Spieldesigner Cem Ertekin erklärt, wie sich das Spielerlebnis in Paradiso verändern wird. „Vieles davon ergibt sich aus der Art und Weise, wie wir den Schwierigkeitsgrad der Kämpfe erhöht haben“, erklärt er. „Die Monster von Paradiso verfügen über Möglichkeiten, Spieler zu kontrollieren, die es in früheren Welten einfach nicht gab. In manchen Fällen braucht man einen Verbündeten, der einen rettet, wenn man in Bedrängnis gerät.“ Man erhofft sich davon, dass dies die Spieler dazu bringt, besser zusammenzuarbeiten und zu erkennen, wann andere Hilfe brauchen.
Das neue Kapitel wird außerdem mehr Rätselelemente enthalten, die laut Ertekin eine ganz andere Herausforderung darstellen werden, als die Spieler bisher erlebt haben. „Um sie zu lösen, muss man gemeinsam schnell reagieren, während man gleichzeitig um sein Leben kämpft.“
Der Early Access hat sich für Thunder Lotus als positive Erfahrung erwiesen. „Wir haben bei der Entwicklung des Spiels auf das Feedback unserer Spieler gehört“, sagt Logier. „Dank unserer großartigen Community haben wir viel darüber gelernt, was in unserem Spiel funktioniert und was nicht, und wir haben versucht, kontinuierlich Updates zu veröffentlichen, die sowohl unseren Titel verbessern als auch unsere Spieler überraschen. Bisher war der Early Access einfach großartig und spannend.“

Apropos Überraschung: Ich habe mich gefragt, ob auch die Entwickler mit unerwarteten Wendungen konfrontiert wurden. Der größte Faktor war offenbar die Popularität des Spiels. „Die überwältigend positive Resonanz der Spieler war für uns die größte Überraschung“, so Logier, „denn 33 Immortals ist ein ziemlich ungewöhnliches Erlebnis, und als Entwickler waren wir gespannt darauf, was die Spieler davon halten würden!“
Das Team hat viel schneller Fortschritte gemacht, als es erwartet hatte. „Ich hätte nicht gedacht, dass wir in der uns zur Verfügung stehenden kurzen Zeit so viel Inhalte einbauen könnten“ , betont Logier, „mit Features wie Monster-Rüstungen und verbesserten Relikten.“ Dazu kam die Einführung eines dynamischen Schwierigkeitsgrades, was sich die Spieler schon lange gewünscht hatten, um die Skalierung bei Kämpfen gegen Bosse mit geringerer Anzahl zu verbessern. Auch die dadurch erzielte Balance hat die Entwickler überrascht. „Das“, so Logier, „ist alles unserer wunderbaren Community und ihrem wertvollen Feedback zu verdanken. Dafür möchte ich mich bei allen bedanken.“
33 Immortals: The Paradiso Update ist jetzt im Epic Games Store verfügbar. Verschafft euch in der Demo einen Überblick über die erste Region und die Startwaffen.