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Commandos: Origins will ein legendäres Franchise, das schon lange brachliegt, wieder zum Leben erwecken

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Jason Rodriguez
25. März 2025

Wir schreiben das Jahr 1940. Der 2. Weltkrieg ist in vollem Gange. Nur Großbritannien hält gegen die kommende Welle des Faschismus. Premierminister Winston Churchill schickt die Mutigsten der Mutigen hinter feindliche Linien, um den Alliierten Zeit zu verschaffen. Das ist die Prämisse von Commandos: Origins, der nächsten Iteration des Echtzeit-Taktik-Reihen-Klassikers, in der eine handverlesene Gruppe Soldaten auf Missionen geschickt wird, um die Kriegsmaschinerie der Nazis zu stören.

Das Commandos-Franchise, das ursprünglich von Pyro Studios entwickelt wurde, erlebte sowohl Höhen als auch Tiefen, darunter ein Ego-Shooter-Spinoff und in jüngerer Zeit zwei Remasters. Dank Claymore Game Studios ist nun alles für einen neuen Hauptteil der Reihe bereit. Wir sprachen mit Studio Director Jürgen Reusswig, der uns durch mehrere Missionen von Commandos: Origins führte und detailliert erklärte, was sowohl Veteranen der Reihe als auch Neueinsteiger erwarten können.
Vorschau auf Commandos: Origins – Interview mit Jürgen Reusswig – 1
Commandos: Origins ist ein Prequel der Reihe. Hier seht ihr, wie der Green Beret Jack O'Hara, der Pionier Thomas Hancock und der Rest der zusammengewürfelten Truppe zu einer Eliteeinheit wurden.

„Wir entschieden uns schon früh dafür, die Ursprünge des Commandos-Teams zu beleuchten [anstatt die Handlung von Commandos 3 fortzusetzen]. Wir wollten uns ansehen, wie diese sechs unvergleichlichen Soldaten zusammenkamen und zu dem Kulttrupp wurden, den die Spieler aus den alten Spielen kennen“, sagt Reusswig. „Dieser Aspekt der Handlung von Commandos wurde noch nie erzählt, dabei bietet er eine spannende Gelegenheit, die Hintergründe und zwischenmenschlichen Beziehungen genauer unter die Lupe zu nehmen.“

Während der Entwicklung ließ sich das Team auch von Geschichten einiger weniger Menschen inspirieren, die das Blatt einer gesamten Kampagne oder eines Krieges wendeten. „Ich könnte so einige Medien aufführen, die uns neben den vorherigen Spielen inspirierten“, meint Reusswig. „Natürlich gibt es da Spielfilme wie Die Kanonen von Navarone (1961), Das dreckige Dutzend (1967) oder Inglourious Basterds (2009), um nur ein paar zu nennen, aber auch viele Romane und Dokumentationen.“

Bevor wir den Rest des Teams in Aktion erleben, zeigt eine Rückblende, wie der Green Beret versucht, aus einem Militärgefängnis zu entkommen, wobei er seinen Landsleuten aus dem Weg gehen muss, die die Basis bewachen. In Commandos: Origins kommt man um das Schleichen nicht herum, denn man muss weitläufige Karten erkunden, auf denen es vor Gegnern nur so wimmelt, darunter stationäre Wachen und solche mit festgelegten Patrouillenrouten, um verschiedene Ziele zu erreichen. Die Spieler dürfen nicht in den „Sichtkegel“ der Feinde kommen. Wenn ihr den Feinden zu nahe kommt, entdecken sie euch sofort. Aber wenn ihr am äußeren Rand entlangkriecht, werdet ihr vielleicht nicht gesehen.

Schafft ihr es, in Reichweite eines Feindes zu kommen, ohne entdeckt zu werden, könnt ihr ihn lautlos durch ein Messer in den Rücken oder ein anderes knochenbrechendes Manöver ausschalten. Ihr könnt euch aber auch für einen nicht tödlichen Ansatz entscheiden. Das ist im Tutorial absolut unabdinglich, denn hier sind eure „Feinde“ andere alliierte Soldaten. Der Nachteil ist allerdings, dass bewusstlose Feinde nach ein paar Sekunden wieder aufwachen und dann in höchster Alarmbereitschaft sind. Um dies zu vermeiden, könnt ihr bewusstlose Feinde in Behältern oder hohem Gras verstecken, sodass sie für den Rest der Mission ausgeschaltet bleiben.

„Wir versuchen, in jeder Mission durch Schleichmechaniken, Level-Design und strategische Aufstellung der Feinde eine dichte Atmosphäre zu schaffen. Das alles wird durch unser fortschrittliches KI-Verhaltenssystem ergänzt“, sagt Reusswig.

„Es gibt feindliche Wachen, die auf ihrem Posten bleiben und ein Gebiet verteidigen, koste es, was es wolle, und einzelne feindliche Soldaten, die auf verdächtige Geräusche reagieren und Unstimmigkeiten in ihrer Umgebung untersuchen. Es gibt auch Patrouillen, die aus mehreren Soldaten bestehen und größere Bereiche auf der Karte abdecken, und feindliche Scharfschützen oder MG-Schützen, die zur tödlichen Gefahr werden, sobald sie einen der Commandos erspähen“, fährt Reusswig fort. „Demgegenüber gibt es Feinde, die nicht so tödlich sind, etwa Mechaniker oder Büroangestellte, die aber trotzdem lokale Alarme auslösen können. Diese können dann zu einem globalen Alarm führen. Dadurch werden mehr Feinde gewarnt, die ihre Waffen bereitmachen und aktiv nach der Ursache für die Unruhe suchen.“
Vorschau auf Commandos: Origins – Interview mit Jürgen Reusswig – 2
Uns wird daraufhin eine andere Mission gezeigt, die in einer Eisenbahnfabrik in Polen spielt. Hier spielen andere Mitglieder des Teams von Commandos: Origins eine wichtige Rolle. Darunter der Scharfschütze, der patrouillierende Wachen aus der Ferne ausschaltet, und der Fahrer, der Panzer, LKW und MG-Nester nutzen kann. Außerdem sehen wir den Spion, der sich verkleidet, um tiefer in die Fabrik vorzudringen, und den Pionier, der dem Team mit Sprengstoff neue Wege eröffnet. (Es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass nun alle Klassen Granaten werfen können, was zuvor nur dem Pionier vorbehalten war.)

„Eine gute Balance der Klassenfertigkeiten zu finden, ist für Commandos: Origins von entscheidender Bedeutung. Jeder der sechs Charaktere hat etwas Einzigartiges zu bieten, das ihn zum Spezialisten für eine bestimmte Aufgabe macht“, so Reusswig. „Wir wollten, dass der Green Beret ein starker Typ ist, der Probleme direkt angeht und Wände und Telefonmasten erklimmen kann, um sich in feindliches Territorium zu schleichen. Dagegen ist der Marine der Einzige, der schwimmen, tauchen und ein Schlauchboot fahren kann, um den Trupp zu transportieren. Es erfordert sorgfältiges Spiel- und Level-Design, damit jeder Charakter im Verlauf der gesamten Kampagne seinen Nutzen nicht verliert. Wir haben sichergestellt, dass jede Mission Herausforderungen bietet, die sich nur durch Einsatz der einzigartigen Fertigkeiten jedes Charakters bewältigen lassen. Dadurch sollen die Spieler taktisch denken und alle Teammitglieder effektiv einsetzen.“

Commandos: Origins verspricht außerdem mehrere Verbesserungen, über die sich Langzeitfans besonders freuen dürften. Es gibt Verbesserungen an der Benutzeroberfläche, die die Bedienung und Informationen intuitiver gestalten. Das war auch überfällig, denn die alten Commandos-Spiele erforderten den Einsatz der gesamten Tastatur. Commandos: Origins dagegen wird auch auf Konsolen erscheinen, weshalb die Steuerung an Gamepads angepasst werden musste.

Das Team hat auch eine Funktion namens „Kommandomodus“ („Command Mode“) eingebaut, mit der die Spieler das Spiel pausieren und einzelnen Commandos Befehle erteilen können. Ist alles bereit, werden sämtliche Aktionen gleichzeitig ausgeführt, ähnlich wie bei Gefechten, bei denen man abwechselnd pausiert und spielt. Zusätzlich gibt es eine Koop-Mehrspieler-Komponente für Online-Spiele, LAN und lokalen geteilten Bildschirm, sodass Freunde die anspruchsvollen Aufgaben gemeinsam meistern können.
Vorschau auf Commandos: Origins – Interview mit Jürgen Reusswig – 3
Claymore Game Studios weiß um die Geschichte der Reihe. Von den Wüsten Nordafrikas über die verschneiten Fjorde Norwegens bis hin zu den Schlachtfeldern Westeuropas – und sogar einer Anspielung auf den Klassiker in Schloss Colditz – ist Commandos: Origins eine Rückkehr zu Bekanntem, wobei der Entwickler sowohl auf Altes wie auch Neues setzt.

„Als Kalypso Media unser Studio 2020 finanzierte, war klar, dass wir das Commandos-Franchise wiederbeleben wollten“, merkt Reusswig an. „Die Reihe genießt im Genre Strategie und Taktik einen legendären Ruf. Angesichts der Fortschritte in Technologie und Spieldesign sahen wir dies als eine ausgezeichnete Gelegenheit, Commandos sowohl einer neuen Generation von Spielern als auch treuen Fans näherzubringen, ohne dabei die Wurzeln des Spiels zu vergessen.“

Falls ihr bereit seid, hinter feindlichen Linien zu kämpfen, holt euch unbedingt Commandos: Origins, das am 9. April im Epic Games Store erscheint. Holt euch die Commandos: Origins Deluxe Edition für ein paar schöne Boni, einschließlich eines digitalen Kalenders, des Original-Soundtracks, einer Vorlage für den 3D-Druck des Green Beret sowie Legacy-Skins für alle Charaktere, die auf ihrer Kultkleidung aus Commandos 2: Men of Courage basieren.