
Leitfaden zu Delta Force: Wie ihr eure ersten Einsätze überlebt

Beginnt ihr in Delta Force einen Einsatz, sagt euch die Einsatzführung immer das Gleiche: „Nicht vergessen – schießen, plündern und abhauen!“ Daran solltet ihr euch tunlichst halten.
Delta Force, das sich im Epic Games Store gerade in einer offenen Betaphase befindet, möchte die Militärsimulation, die lange ein Schattendasein fristete, wiederaufleben lassen. Wir haben bereits die Kämpfer des Spiels samt ihrer taktischen Stärken vorgestellt. Jetzt sind die Einsätze dran. Die Einsätze sind ein Spieler-gegen-Spieler-gegen-Computer-„Extraktions“-Shooter, in dem ihr mit bis zu zwei Teammitgliedern in Feindesland im von Krieg gebeutelten Land Ahsarah geschickt werdet. Als Mitglied der Global Threat Initiative (GTI) ist es eure Aufgabe, den Bürgerkrieg zwischen der Miliz von Ahsarah und der Haavk Corporation, einem technokratischen privaten Sicherheits- und Militärunternehmen, zu unterbinden. Dazu benötigt ihr Vorräte. Am einfachsten erhaltet ihr diese, indem ihr sie euren Gegnern abnehmt.
Euer erster Einsatz enthält ein kurzes fünfminütiges Solo-Tutorial, bei dem ihr eine Menge Spielwährung erhaltet. So lernt ihr die Grundlagen, aber bis ihr die Extraktionen routiniert überleben könnt, müsst ihr noch viel lernen. Hier ein paar Tipps, wie ihr eure ersten Einsätze in Delta Force überlebt.

Das Ausrüsten
Zu Beginn stehen euch in den Einsätzen nur wenige Auswahlmöglichkeiten offen. Ihr könnt euch eine Haupt- und eine Nebenwaffe aussuchen, dazu eine Handfeuerwaffe, auf die ihr im Notfall zurückgreifen könnt. Ein Messer gibt es immer obendrauf. In der Waffenkammer für die Einsätze gibt es zwar viele verschiedene Waffenarten, aber anfangs könnt ihr euch kaum mehr als eine normale M4A1 oder Maschinenpistolen leisten.
In Delta Force könnt ihr erst dann ausrücken, wenn ihr angemessen ausgerüstet seid. Das heißt, dass ihr einen Helm, eine ballistische Weste, einen Rucksack und einen Brustgurt braucht. Vor allem letzterer ist wichtig, da ihr Verbrauchsgegenstände, wie etwa Munition, irgendwo tragen müsst, um sie im Feld schnell zur Hand zu haben.
Ihr müsst auch darauf achten, was für Munition ihr ins Feld führt. In Delta Force steht eine breite Palette an Schusswaffen zur Verfügung, von denen jede ihre eigene Munition braucht. Im Spiel wird Munition nicht zu „Pistolenmunition“ und „Gewehrmunition“ vereinfacht. Ihr müsst also daran denken, genug 9-mm-Munition für eine Waffe und 5,45-mm-Munition für eine andere mitzunehmen.
In der Regel wird euch Delta Force zwar eine Warnung anzeigen, wenn ihr viel von einer Munitionsart mitnehmt, für die ihr keine Waffe dabeihabt, aber es ist nicht unmöglich, versehentlich die falsche Munition mitzunehmen. Wenn ihr gerade erst anfangt, könnte es helfen, mit Absicht drei verschiedene Schusswaffen mitzuführen, die dieselbe Art von Munition brauchen, beispielsweise eine Maschinenpistole im Kaliber 9 mm mit einer entsprechenden Pistole.

Außerdem benötigt ihr medizinische Vorräte. Im Gegensatz zum „Krieg“-Modus regeneriert sich in den Einsätzen eure Gesundheit nicht von selbst. Jeder Treffer, den ihr einsteckt, bleibt bestehen, bis ihr etwa mit einer Injektionsspritze eure Wunden schließt. Unter Umständen erleidet ihr auch andere Verletzungen, z. B. Brüche, die mit anderer medizinischer Ausrüstung versorgt werden müssen.
Natürlich müsst ihr auch ein bisschen Platz lassen, um eure Beute verstauen zu können. Es ist zwar verlockend, so viel Munition mitzunehmen, um einen Wolkenkratzer zum Einsturz zu bringen, aber eigentlich solltet ihr bei Einsätzen längere Feuergefechte tunlichst vermeiden. Führt genug Munition mit, um eure Aufgabe zu erledigen, befestigt sie am Brustgurt, damit ihr leicht an sie herankommt, und holt euch einen großen Rucksack, in dem ihr eure Beute verstauen könnt.

Geräuschloses Vorgehen
In Einsätzen geht es so brenzlig wie im „Krieg“-Modus zu, doch die Strafe für ein Ableben ist wesentlich höher. In den Einsätzen könnt ihr nicht viel Schaden wegstecken, bevor ihr sterbt. Wenn das passiert, verliert ihr alles, einschließlich der Rüstung und der Waffen, die ihr mitgebracht habt.
Ihr werdet zu eurer Einsatzbasis zurückgeschickt und habt nur noch euer verlässliches Messer dabei. Ihr müsst euch mit den Credits, die ihr noch übrig habt, neu eindecken. Mit einem Ausrüstungsticket könnt ihr euch einen Standardsatz „kostenlos“ zusammenstellen lassen, aber diese gibt es nur selten.
Dadurch entsteht bei den Einsätzen eine ganz besondere Spannung. Ihr könnt euch auf einer großen Karte, auf der sich eure Teamgefährten, eine unbekannte Anzahl an von der KI gesteuerten Soldaten und mehrere andere Spielerteams befinden, frei bewegen. Die Soldaten sind zwar nicht ungefährlich, doch die wahre Bedrohung geht von den anderen Spielern aus – und ihr wisst nicht, wo sie sich befinden. Es ist möglich, dass sie abgelenkt oder getötet werden, bevor sie euch erreichen. Wahrscheinlicher ist es jedoch, dass sie in einem wahrlich ungünstigen Moment auftauchen.
Die einfachste Art und Weise, am Leben zu bleiben, ist es, unnötige Aufmerksamkeit zu vermeiden. Normalerweise ist es so leise, dass man Schüsse schon aus weiter Entfernung hört. Geratet ihr in ein längeres Feuergefecht, ist das in etwa so, als würdet ihr alle anderen Spieler zu einem Festessen einladen.
Ihr solltet also lange Kämpfe vermeiden und auch nicht zu lange im Freien bleiben. Das ist der „Abhauen“-Teil von Delta Force in der Praxis: Schießt eine nicht schallgedämpfte Waffe nur dann, wenn es nicht anders geht. Und wenn ihr es tut, dann macht euch so schnell wie möglich aus dem Staub. Es passiert schnell, dass man einen harten Kampf mit einem NPC-Soldaten überlebt und dann von einem gegnerischen Spieler erschossen wird, der es auf den nunmehr gut gefüllten Rucksack abgesehen hat.

Teamzusammenstellung
Bei den Einsätzen von Delta Force stehen euch die gleichen acht Kämpfer wie im „Krieg“-Modus zur Auswahl. In aller Regel verfügen sie über die gleichen aktiven und passiven Fertigkeiten. Ein paar unterscheiden sich von Modus zu Modus, wie etwa die schnelle Heilung (Swift Healing) von Toxik, aber bei den meisten anderen Charakteren ändern sie sich nicht.
Standardmäßig bestreitet ihr Einsätze mit einem Trupp, der aus drei Personen besteht. In der Regel geht es in Einsätzen vor allem um verdecktes und leises Vorgehen sowie um Aufklärung, wodurch Luna und Hackclaw eine gute Wahl darstellen. Hackclaws geräuschloses Gehen (Silent Step) verschafft ihr bei Infiltrationen einen Vorteil, während Lunas Aufklärungspfeil (Detection Arrow) nützlich ist, wenn ihr euch ohne vorherige Aufklärung an einen neuen Ort begebt. Verbindet die beiden mit Bienenkolonie oder Toxik, um zusätzliche Unterstützung zu erhalten.
Ihr könnt auch Angreifer oder Ingenieure mit in Einsätze nehmen, aber sie gehen meist laut vor, was ein Nachteil sein kann. Im Prinzip könnt ihr mit jedem Kämpfer eure Aufgabe erledigen, denn Teamwork und Taktik sind wichtiger als eure Bewaffnung, aber Charaktere wie S-Wolf oder Uluru haben in Einsätzen einen leichten Nachteil. Sie eignen sich am besten, wenn um sie herum schon alles in die Luft fliegt.

Schön sichern
Es ist leicht zu übersehen, aber ihr beginnt Einsätze mit einer Tasche mit zwei Plätzen, die „Tresor“ heißt. Zwar passen nur die kleinsten Gegenstände hinein, diese können allerdings besonders viel wert sein, wie etwa Spionagestifte (Spy Pens).
Ihr behaltet alles, was sich in eurem Tresor befindet, selbst dann, wenn ihr sterbt.
Habt ihr in einer Runde einen Moment Zeit, dann versucht, Beute in eurem Tresor zu verstauen. So habt ihr am Ende des Spieldurchlaufs auf jeden Fall wenigstens etwas. Schreitet ihr im Battle Pass voran, schaltet ihr größere Tresore mit mehr Stauraum frei. Mit etwas Glück findet ihr schon früh wertvolle Beute, für die sich der ganze Spieldurchlauf gelohnt haben wird.

Der Nahkämpfer
Bei Einsätzen kommt es auf taktisches Vorgehen an, was bei einer zusammengewürfelten Gruppe schwierig sein kann. Nutzt euren Sprachchat, bleibt in Deckung und bewegt euch fort, als würdet ihr beschossen werden. Das heißt (wie oben erwähnt), dass ihr möglichst nicht im Freien bleiben solltet. Bleibt so oft es geht in Gebäuden und schaut euch ständig um, wenn ihr eine Straße überqueren oder über einen Parkplatz laufen müsst.
Wie gesagt regeneriert sich in den Einsätzen eure Gesundheit nicht von selbst. Stattdessen müsst ihr ein paar wichtige Sekunden opfern, um euch mit einer Injektionsspritze oder ähnlichem zu heilen. Doch auch diese Gegenstände heilen euch nicht sofort, sondern mit der Zeit. Daher ist es wichtig, Deckung zu finden, wenn ihr euch heilen müsst, denn der Einsatz von medizinischen Gegenständen macht euch anfällig.
Für gegnerische Spieler ist es wesentlich schwieriger, euch zu überraschen, wenn ihr euch in einem Gebäude befindet. Ihr müsst zwar auch hier auf der Hut bleiben, aber immerhin kann man sich euch nicht aus allen Richtungen nähern. Es lohnt sich auch, ein paar Überraschungen vorzubereiten, wenn ihr einen Charakter wie „Hirte“ spielt, der von Haus aus Fallen aufstellen kann.
Das wiederum hat allerdings den wesentlichen Nachteil, dass viele Feinde vor allem auf kurze Distanz eine Gefahr darstellen. Schon bald werdet ihr auf schwer gepanzerte Mitglieder der Ahsarah-Garde treffen, die euch mit ihrer Minigun zerteilen können, wenn ihr sie von vorne angreift. Sobald ihr es in ein Gebäude geschafft habt, solltet ihr leise vorgehen.
Im Idealfall könnt ihr KI-Gegnern ausweichen, wenn ihr sie zuerst entdeckt, und darauf warten, dass ein weniger vorsichtiger Spieler ihre Aufmerksamkeit erregt. So könnt ihr denjenigen, der den Kampf verliert, einfacher zur Strecke bringen.

Worauf wartet ihr noch? Stürzt euch in die Einsätze von Delta Force und versucht, etwas zu ergattern!
Delta Force ist jetzt im Epic Games Store verfügbar.