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Ein Einblick in die Entwicklung von The Lord of the Rings: Return to Moria

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Brian Crecente
25. Okt. 2022

Alle guten Geschichten von Tolkien beginnen mit Zwergen.

Als Free Range Games im Jahr 2020 mit der Arbeit an dem zukünftigen, im Vierten Zeitalter von Mittelerde angesiedelten, epischen Survival-Crafting-Spiel gerade erst begonnen hatte, waren sich die Entwickler noch unsicher, wann und wo sie The Lord of the Rings: Return to Moria in der riesigen Fantasiewelt J. R. R. Tolkiens einordnen wollten.

Digging Into The Lord Of The Rings Return To Moria Development CaveIm Spiel seid ihr die Zwerge und kämpft darum, eure Heimat Moria zurückzuholen und wiederaufzubauen. Dieser Titel von Free Range Games, der im Frühjahr 2023 erscheinen wird, beginnt damit, dass Lord Gimli Lockbearer im Nebelgebirge eine Mannschaft von Zwergen versammelt und sie damit beauftragt, die verlorene Beute aus Moria – in der Zwergensprache Khazad-dûm, was in etwa Zwergengrube bedeutet – zurückzuholen.

„Wir haben mit den Zwergen angefangen“, sagt Game Director Jon-Paul Dumont. „Sie sind einfach sympathisch und wir wollten eine glaubwürdige Geschichte erzählen, in der sie die Hauptrolle spielen.“

Das Team habe mehrere mögliche Geschichten aufgegriffen, darunter Balins Expedition, Khazad-dûms Glanzzeit oder sogar der Wiederaufbau von Erebor nach Smaugs Tod, so Dumont. 

„Jede davon hatte ihren eigenen Reiz, aber wir kamen immer wieder zu dem Teil in den Anhängen zurück, wo Professor Tolkien beschreibt, wie Durin der Letze und die Zwerge schließlich in ihre ursprüngliche Heimat zurückkehren. Das schien uns genau die authentische und dramatische Geschichte, die für die Spieler-Charaktere wichtig ist.“

Digging Into The Lord Of The Rings Return To Moria Development StatueDiese Entscheidung bedeutete, dass das Spiel im Vierten Zeitalter spielt, einer Zeit, die Dumont faszinierend findet.

„Aragorn ist König. Die Ringträger sind nach Valinor aufgebrochen. Gimli hat Aglarond besiedelt. Die Zwerge haben versprochen, die Tore von Minas Tirith mit Mithril neu zu schmieden. Viel mehr als das wissen wir nicht, daher haben wir hier viel Freiraum. Wir können eine unerwartete Geschichte erzählen und unser Bild von Mittelerde erweitern.“

Nachdem der Rahmen und die Geschichte von The Lord of the Rings: Return to Moria feststanden, waren sie gleichzeitig ein Hilfe bei der Gestaltung der Handlung und der Mechaniken des Spiels, so Dumont.

Digging Into The Lord Of The Rings Return To Moria Development Torch„Ein wichtiger Teil des Spiels ist die Erkundung der Ruinen von Khazad-dûm, also Stadtviertel, Höhlen, Bergwerke, finstere Tiefen und geflutete Kammern. Manche haben natürliches Licht, andere werden mit uralten Kristallen beleuchtet und wieder andere sind völlig dunkel. Moria ist ein tödlicher, geheimnisvoller und finsterer Ort. Aber auch ein Ort, an dem den Zwergen eine furchtbare Katastrophe widerfahren ist. Wie in jedem guten postapokalyptischen Szenario haben verschiedene Pflanzen und Tiere einen Teil von Moria zurückerobert. Die Spieler können also jagen und nach Nahrung suchen. Es gibt allerdings auch zahlreiche Raubtiere und Monster, denen man besser aus dem Weg gehen sollte.

Während wir diese Welt erschaffen, werfen wir auch die Frage auf, wie viele Orks nach dem Fall von Sauron überlebt haben. Glauben sie daran, dass ihr dunkler Herr eines Tages zurückkehren wird?“

Bei der Arbeit mit einer derart bekannten und geliebten Fantasiewelt muss das Team natürlich sehr darauf achten, dass seine Kreation glaubwürdig ist und mit Tolkiens Ideen übereinstimmt. Laut Dumont hat sich das Team sehr bemüht, dafür zu sorgen, dass sich das Spiel so anfühlt, als wäre es von Fans der Werke erschaffen worden.

Digging Into The Lord Of The Rings Return To Moria Development Dwarves„Neben der Lektüre von Tolkiens Werken (wir haben sogar Team-Lesegruppen veranstaltet) und ausführlichen Nachforschungen haben wir auch Experten zu Rate gezogen, um sicherzugehen, dass uns keine Fehler unterlaufen. Wir haben uns also Fachwissen von Corey Olsen, dem ‚Tolkien-Professor‘, T. S. Luikart, dem Designer offizieller ‚Der Herr der Ringe‘-Brettspiel-RPGs, sowie David Salo, dem Erfinder unserer Zwergensprache, geholt.“

In The Lord of the Rings: Return to Moria müsst ihr nicht nur Bauplätze vorbereiten und im großen Maßstab Architektur betreiben, sondern gleichzeitig auch dem unsagbaren Bösen trotzen, das in den Tiefen lauert, sowie Horden von Orks bekämpfen. Dazu gehört, dass ihr eure Ressourcen verwaltet, auf die Jagd geht, Nahrung sammelt und euch um Dinge wie Schlaf, Temperatur und Geräuschpegel kümmert. Darüber hinaus könnt ihr legendäre Zwergenrüstungen, Werkzeuge, Waffen und Gebäude herstellen und erbeuten. Setzt die alten Schmieden wieder instand, um eure Ausrüstung zu verstärken, zu reparieren und mit Zaubern zu versehen. Verbessert eure Technologien und fantastischen Maschinerien und schaltet neue frei. Und wer damit noch nicht genug hat, wird sich über die zahllosen magischen Artefakte freuen, die in einem „Der Herr der Ringe“-Spiel nicht fehlen dürfen, wie zum Beispiel Schwerter, die durch ein Leuchten die Nähe von Orks verraten, Mithril-Adern, die ihr abbauen könnt, oder Baupläne für Amulette, die Stärke oder Weisheit verleihen können. 

Digging Into The Lord Of The Rings Return To Moria Development ExploreWir wissen zwar noch nicht viel über die Spielmechaniken, aber Dumont lässt etwas über die Survival-Crafting-Systeme und -Mechaniken durchblicken:

„Viele aus dem Team sind Fans des Survival-Crafting-Genres, daher gibt es bei uns auch viele Mechaniken, mit denen Spieler vertraut sind: Ihr müsst jagen, sammeln und kochen, um zu essen. Ihr müsst euch eine Decke herstellen, um auszuruhen. Und diese Faktoren spielen für den Erhalt eurer Gesundheit eine Rolle.

Was die Herstellung betrifft, gibt es verschiedene Schmieden für die Metallbearbeitung, Schmelzöfen, um aus Erz Barren zu gießen, Werkbänke und vieles mehr. Einige dieser Stationen sind selten und spielen – ohne zu viel vorwegzunehmen – eine wichtige Rolle im Spiel. Anders als in anderen Survival-Crafting-Spielen sind Zwerge Meister der Metallbearbeitung, ihr könnt also schon sehr früh im Spiel bei der Herstellung auch Metall verwenden.“

Auch auf den Koop-Modus geht er kurz ein:

„Einer der Spieler hostet ein eigenes Moria, dem Freunde oder andere Spieler beitreten können“, sagt er. „Im Einzelspielermodus erlebt ihr Moria ganz anders als im Mehrspielermodus. Mit mehr Zwergen könnt ihr wagemutiger und auf eurem Weg in die Tiefe vielleicht auch lauter sein. Ihr werdet in Echtzeit gemeinsam bauen und Bergbau betreiben und euch dabei abstimmen, wo eine Plattform hinkommt oder wer welche Rohstoffe beschafft. Vielleicht muss die eine Hälfte der Gruppe gerade Orks abwehren, während die andere Hälfte alle bekocht.“

Digging Into The Lord Of The Rings Return To Moria Development Ruins
Nachdem wir einen Teil des Spielgeschehens gesehen hatten, wollten wir auch wissen, wie der Look und der Grafikstil des Spiels entstanden sind. Bradley Fulton, Art Director von The Lord of the Rings: Return to Moria, sagt, dass die Ästhetik genau wie das gesamtes Konzept des Spiels auf den Zwergen aufbaue.

„Wir wussten von Anfang an, dass die Zwerge als unsere Hauptcharaktere für ihre exzentrischen Persönlichkeiten bekannt sind. Dementsprechend wollten wir, dass die Orks, Goblins und Trolle, die Moria befallen haben, sehr sonderbare und eigenwillige Bösewichte sind. So haben wir ein kleines Team genialer Konzeptgrafiker zusammengestellt, die es gewohnt sind, mit einem ungebundenen und ausdrucksstarken Stil zu arbeiten. Das Ergebnis war eine Reihe von 2D-Konzeptgrafiken mit einem direkten Reiz, dem sich keiner entziehen kann.“

Digging Into The Lord Of The Rings Return To Moria Development Fort
Fulton fügt hinzu, das Team habe bei der Gestaltung des Spiels auch darauf geachtet, die bodenständige, realitätsnahe Welt von Mittelerde nachzubilden, die die fantastischen Charaktere und Kreaturen so gut zur Geltung bringe.

„In dieser Welt herrschen die normalen Realitäten des alltäglichen Lebens. Wir wollen, dass die Spieler die Herausforderungen des Überlebens mit ihrer Erfahrung aus dem wirklichen Leben lösen. Daher ist es wichtig, dass Moria, die Welt unter dem Berg, glaubhaft ist. Für unvorbereitete Zwerge ist der Ort wirklich gefährlich. Je realistischer die Umgebung ist, umso überzeugender wird auch die Gefahr sein.

Wir haben zwei Ideen kombiniert: ausdrucksstarke Charakterdesigns mit realistischen Materialien, Beleuchtung und Animation, um eine Welt zu erschaffen, die sich echt anfühlt und von Figuren voller Leben bevölkert ist.“

Setzt The Lord of the Rings: Return to Moria jetzt im Epic Games Store auf eure Wunschliste. Wenn ihr den Livestream „Durin's Day“ verpasst habt, dann schaut euch das einschlägige Video zum Spiel mit dem „Tolkien-Professor“ Dr. Corey Olsen und Mitgliedern des Entwicklerteams auf dem YouTube-Kanal „Nerd of the Rings“ an.