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Legacy of Rust ist eine oldschool DOOM-Kampagne für moderne Gamer

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Rick Lane
15. Aug. 2024
Für die DOOM-Reihe galt schon immer das Motto „Feuer mit Feuer bekämpfen“, doch in Legacy of Rust – der neuen offiziellen Kampagne für DOOM + DOOM II – könnt ihr zum ersten Mal in der Geschichte der Reihe einen echten Flammenwerfer ins Feld führen.

Der Incinerator ist seit 30 Jahren die erste neue Waffe in DOOM. Dieser kompakte Flammenwerfer in Schwarz ersetzt DOOMs traditionelles Plasmagewehr und verschießt Feuerkugeln, die am Boden haften bleiben und Dämonen versengen. Der Incinerator kann in Sekundenschnelle Gruppen schwächerer Dämonen vernichten oder größere Dämonen mithilfe eines nicht enden wollenden Feuersturms kampfunfähig machen.

In den richtigen Händen ist er eine verheerende Waffe. In den falschen Händen kann das Ganze aber auch richtig nach hinten losgehen. Wird der Incinerator nämlich unvorsichtig eingesetzt, grillt er seinen Träger so gnadenlos wie die Dämonen. Das macht ihn zu einer idealen Waffe für Legacy of Rust, denn hier verbrennt ihr euch schon beim kleinsten falschen Schritt.
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Legacy of Rust ist die Hauptattraktion der Neuveröffentlichung von DOOM + DOOM II durch Bethesda Softworks, die beide Shooter-Klassiker für moderne Maschinen generalüberholt. Freut euch auf verbesserte Grafik und Leistung beider Spiele, einen plattformübergreifenden Mehrspieler-Modus, 26 neue Deathmatch-Karten und mehrere zusätzliche Kampagnen, darunter The Plutonia Experiment für Final DOOM sowie SIGIL, John Romeros inoffizielle fünfte Episode für DOOM.

Legacy of Rust ist DOOMs neuester Höllentrip. Er wurde gemeinsam von Nightdive Studios und MachineGames entwickelt, die sich bereits für mehrere Kampagnen für ältere Shooter von id Software zusammengetan haben, wie etwa Dimension of the Machine für Quake oder Call of the Machine für Quake II.

Die Kampagnen für Quake waren ausgezeichnete Zusatzabenteuer, aber bei Legacy of Rust handelt es sich um den bislang mutigsten Vorstoß von MachineGames in die Vergangenheit. Es warten nicht nur neue Level zum Erkunden auf euch, sondern auch eine größere Bandbreite an Waffen und Gegnern für DOOM II – das gab es bisher noch nicht. Legacy of Rust schickt die Spieler in eine geheime Anlage der UAC in der Hölle. Es gibt zwei neue Schusswaffen und sechs neue Gegnertypen für DOOM II.
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Euch werden die neuen Features gar nicht erst vorgestellt. Wenn ihr am Ende des Einführungslevels von Legacy of Rust, Scar Gate, das Portal zur Hölle öffnet, strömen Ghule heraus – der erste neue Gegner, dem ihr begegnet. Diese schwebenden Köpfe erinnern an die verlorenen Seelen, aber anstatt auf euch zuzustürmen und euch die Nase abzubeißen, verschießen sie goldene Projektile aus ihren Mäulern.

Weitere neue Gegner sind u. a. der Mindweaver (eine Variante des Arachnotrons, die mit der schweren Chaingun des Spider Mastermind ausgerüstet ist) und der Shocktrooper (ein böser DOOM-Marine mit dem Plasmagewehr, das euch Legacy of Rust abgenommen hat).

Aber meine neuen Lieblingsfeinde sind die Banshee und der Vassago. Die Banshee ist ein scharlachroter schwebender Kopf, der auf euch zufliegt und dabei einen entsetzlichen Schrei ausstößt, bevor er dann vor eurem Gesicht explodiert, was enormen Schaden verursacht. Der Vassago ist ein stämmiger Dämon, der einer Ziege ähnelt und Feuerbälle schleudert. Die flammenden Projektile brennen nach ihrer Landung auf dem Boden noch mehrere Sekunden weiter.
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Jeder dieser Gegner stellt auf dem höllischen Schlachtfeld von DOOM eine einzigartige Herausforderung dar und zwingt euch, euch neue Manöver und Taktiken einfallen zu lassen.

Der Ghul erhöht die Bedrohung aus der Luft, sodass ihr fast ständig den Himmel im Auge behalten müsst. Dank der Banshee hält MachineGames ein paar fiese Hinterhalte für euch parat. Oft rennt sie kreischend aus einer versteckten Tür auf euch zu. Der Vassago hält viel aus, daher begegnet ihr ihm am besten mit Dauerbeschuss aus dem Incinerator. Doch dazu müsst ihr mehrere Sekunden still stehen – ein Luxus, den euch Legacy of Rust nur selten erlaubt.
 
Eines der herausstechenden Merkmale der Kampagne von MachineGames ist die Vielzahl der Herausforderungen – von „formidabel“ bis „tränenreich“ ist alles vertreten. Natürlich hängt das aber auch von dem Schwierigkeitsgrad ab, den ihr wählt. Aber selbst auf „Hurt me Plenty“ (dem Schwierigkeitsgrad, den die meisten Spieler wählen) ist Legacy of Rust deutlich schwieriger als das ursprüngliche DOOM.

Im zweiten Level, Sanguine Wastes, seid ihr sofort in der Defensive, denn ihr werdet von allen Seiten von Imps und Ghulen angegriffen, dazu schießen Zombies aus Lücken der euch umgebenden Canyon-Wände mit Schrotflinten auf euch. Der dritte Level, Spirit Drains, stellt mit den Arch Viles, einem Dämon aus DOOM II, der gefallene Feinde wiederbeleben an, ganz schön fiese Dinge an.
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Wenn ihr den Schwierigkeitsgrad zu „Ultra Violence“ aufdreht – dafür hat John Romero die Level von DOOM entwickelt –, dann lehrt euch Legacy of Rust, was Schmerzen wirklich bedeuten. Einige der Szenarien sind richtig brutal, beispielsweise wenn ihr auf einer etwa sechs Quadratmeter großen Fläche mit Imps, Pinkies, zwei Hell Knights und einem Pain Elemental eingesperrt seid, der euch von oben mit verlorenen Seelen beschießt.

Der vielleicht härteste Level ist The Coiled City, ein teuflisches, nicht-euklidisches Design, das „Relativität“ von M. C. Escher mit jeder Menge Gedärmen kombiniert und eine Armee Vassagos auf euch hetzt, die euch von jeder Ecke der Karte aus mit Feuer zusetzen. Die Innereien von The Coiled City haben mich über eine Stunde in ihren Bann gezogen und trotzdem habe ich gerade einmal ein Drittel der dämonischen Horde plattgemacht.

Legacy of Rust ist zweifelsohne eine Kampagne für DOOM-Veteranen, und das wird noch deutlicher als bei den bisherigen Erweiterungen für Quake und Quake II durch MachineGames und Nightdive.

Obwohl Legacy of Rust zuweilen gnadenlos ist, steckt hinter den Dämonenangriffen allerdings immer ein Plan. Die meisten Szenarien stellen euch auf verschiedene Arten auf die Probe und in vielen Leveln macht das Herumknobeln genauso viel Spaß wie das Ballern. Vor allem die zweite Episode wartet mit wandelbaren Arenen auf, etwa auf Karten wie Dis Union, die sich unter Blutströmen langsam entfalten wie die Blüte einer fleischfressenden Pflanze.
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Trotzt ihr diesen rostigen Fleischwölfen, wartet eine neue Waffe auf euch: das Calamity Blade. Es beantwortet die äußerst interessante Frage: „Was wäre, wenn das Projektil der BFG so lang wäre wie eine Wäscheleine?“ Ist das Calamity Blade aufgeladen, entfesselt es einen glühenden Energiebogen, der alles niedermäht, was sich ihm in den Weg stellt. Wenn man sich der Gegnerhorden stundenlang mit einzelnen Geschossen und Kugeln erwehren musste, ist es ein wunderbares Gefühl, sie nun einfach zerfetzen zu können.

Nicht, dass Legacy of Rust ab diesem Zeitpunkt nachlassen würde. Das Calamity Blade ist lediglich ein weiterer Grund dafür, euch weiter unter Druck zu setzen. Die letzten Level enthalten einige kolossale Begegnungen, bei denen euch die Dämonen scharenweise zum Opfer fallen.

Mit SIGIL hat John Romero gezeigt, dass DOOM es immer noch draufhat – aber mit Legacy of Rust beweisen Nightdive und MachineGames, dass selbst betagte PC-Titel noch ein paar neue Tricks lernen können.

DOOM + DOOM II sind jetzt im Epic Games Store verfügbar.