
Neuigkeiten
Rafa aus Borderlands 4 setzt seine Doppelsprünge auf der gamescom in Szene
C
Charlie Wacholz
Doch Borderlands 4 erweckt den Eindruck, dass Gearbox die letzten 16 Jahre Ego-Shooter-Design ausführlich studiert hat und mit der richtigen Einstellung ans Reißbrett zurückgekehrt ist: Bewährtes bleibt erhalten, alles Übrige wird erweitert.
Auf der gamescom 2025 hatte ich die Gelegenheit, an einem einstündigen Demo-Event von Gearbox und 2K teilzunehmen. Bevor es als Rafa, der Exo-Soldat des Spiels, zum praktischen Teil der Demo ging, stellten zwei Veteranen der Reihe das Spiel vor.
Senior Producer Anthony Nicholson und World Building Director Jason Reiss eröffneten die Präsentation mit einem vielversprechenden Motto: „Weniger Grenzen, mehr Länder.“ Was wie eine einfache Anspielung auf das Open-World-Design klingt, das erstmals durchgängig verbundene Gebiete umfasst, verbirgt tatsächlich viel mehr. Die nahtlosen Übergänge waren das Hauptthema der Präsentation. Die Analyse von Reibungspunkten aus früheren Spielen (etwa die hektische Suche nach Heilgegenständen mitten im Kampf auf einem mit Beute übersäten Schlachtfeld) führte zu Lösungen, um Tempo und Fluss des Gameplays zu optimieren. Heilen funktioniert jetzt mithilfe eines Besitzgegenstands mit Abklingzeit anstatt der bisherigen klassischen Suche nach der Spritze im Munitionshaufen.
Die Idee dahinter ist, dass die Spieler das Beste der Reihe genießen können, ohne durch hinderliche Designlösungen beim Plündern und Schießen ausgebremst zu werden. Das brachte größere Änderungen mit sich: Die Bewegungsmöglichkeiten wurden drastisch erweitert. Mit einem moderneren Design und um die offenen Welt von Borderlands 4 besser zu nutzen, könnt ihr weit mehr als nur laufen und ballern: Doppelsprünge, Dashes in der Luft, Gleiten, Schwimmen und ein Greifhaken bieten völlig neue Möglichkeiten bei Schießereien, kämpferischen Begegnungen und der offenen Welt von Borderlands.
Ich lief eine Weile durch eine Gegend, die einem typischen Gameplay-Beispiel früherer Teile ähnelte, um zu sehen, wie sich die neuen Funktionen und Tools ins Borderlands-Repertoire einfügen. Zufrieden stellte ich fest, dass das Laufen und Schießen mit der neuen Vertikalität und den vielseitigen Bewegungsmöglichkeiten überraschend natürlich wirkte. Ich muss dazu sagen, dass mir die Bewegung in Spielen wie Fortnite oder DOOM Eternal generell gut gefällt, aber einige Moves, zum Beispiel Doppelsprünge oder das Herumdashen mit der Schrotflinte, gingen hier butterweich von der Hand.

Ich hatte die Wahl zwischen dem Kammer-Level und einem Abschnitt der offenen Welt. Ich entschied mich für die Option, die mehr an die klassischen Spiele erinnert, um all die neuen Bewegungsmöglichkeiten und Verfeinerungen kennenzulernen. Nichtsdestotrotz erhielt ich bei der Präsentation auch einen Einblick in die offene Spielwelt, die verschiedene ziemlich coole Erweiterungen der bekannten Formel verspricht. Am meisten beeindruckte mich hier der Ansatz bei Missionen in der offenen Welt. Die Story von Borderlands 4 ist nicht fest definiert und hat keine lineare Handlung. Story- und Nebenmissionen tauchen oft automatisch auf, sobald man sich ihrem Ziel nähert, ihr müsst also nicht nach NPCs Ausschau halten. Das wirkt cool und hält das Gameplay in Bewegung, ohne den Spielfluss zu unterbrechen.
Diese Entscheidung nimmt der Starbesetzung von Autoren aus der Branche natürlich Möglichkeiten, ihr komödiantisches Talent unter Beweis zu stellen, aber die kurzen Textausschnitte, die ich gesehen habe – vor allem Gegnernamen und den Monolog eines Bösewichts – zeigen einen trockenen Humor, der ganz anders wirkt als der maximalistische Stil des dritten Teils.
Der lineare Abschnitt endete mit einem Bosskampf gegen ein riesiges, echsenartiges Pflanzenmonster. Ich schwang mich von einer leuchtenden Knolle zur nächsten, schoss auf die Schwachstellen, wich den großen Flächenangriffen aus und kämpfte gegen Vasallen, doch letztendlich war die Zeit zu knapp, um den Boss ins Jenseits zu schicken.
Das wäre gleichzeitig mein größter Kritikpunkt an dem Ausschnitt von Borderlands 4, den ich erleben konnte: Es dauerte etwas zu lange, die Gegner zu besiegen. Bestimmt wären meine Kugeln mit etwas Bastelei an den Upgrades im Fertigkeitenbaum meines Charakters (ebenfalls neu in Teil 4) effizienter geworden. Doch selbst nachdem ich durch geschickte Kombination die korrosiven Effekte meiner Kugeln deutlich verstärkt hatte, konnten die Gegner allerhand einstecken, erst recht, wenn man meinen Munitionsverbrauch bedenkt und wie viel ich dabei umhersprang, dashte und am Greifhaken schwang.

Ich hätte gerne mehr Zeit gehabt, um mich mit den neuen Optionen zur Charakterentwicklung und der offenen Welt richtig auszutoben, aber mir scheint, dass Gearbox die richtigen Schritte unternimmt, um Borderlands in ein neues Zeitalter zu führen.
Kauft Borderlands 4 vor dem 13. September 2026 im Epic Games Store und erhaltet in Fortnite das „Mad Moxxi“-Paket! Das Angebot gilt bis zum 13. September 2026 um 05:59 Uhr MESZ. Alle Details findet ihr in den FAQ.
Mehr dazu, wie das Team den Looter-Shooter definierte und ihn jetzt perfektionieren möchte, erfahrt ihr in unserem entsprechenden Beitrag.
