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Acht visuell beeindruckende Spiele, die alle Zeiten überdauert haben
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Lloyd Coombes
Hier sind einige der grafisch eindrucksvollsten Spiele aus vergangenen Tagen, die heute nicht nur immer noch überzeugen, sondern sich sogar überraschend modern anfühlen.
Star Wars Battlefront II
Beginnen wir in „einer weit, weit entfernten Galaxis“. Die jüngste Wiederbelebung von Star Wars Battlefront II dank der genialen Serie Andor hat der Welt gezeigt, wie knackig frisch und filmgetreu dieser Mehrspieler-Shooter von 2017 tatsächlich ist.
Die Spiegelungen auf den Rüstungen der Sturmtruppler, die Art, wie das Blasterfeuer aus dem Lauf der Waffe schießt und die unglaublichen Weltraumschlachten über Welten, die wir wohl alle gern besucht hätten, machen dieses Spiel zu einem authentischen Star Wars-Erlebnis, noch bevor wir zu der schieren Menge an Inhalten kommen.
Fans aller drei Trilogien kommen auf ihre Kosten und mit zusätzlichen Inhalten aus Solo und Rogue One ist das Spiel wirklich eine Star Wars-Schatzkiste, die auch 2025 noch angemessen gewürdigt wird.
Es gibt so viele subtile Details, die man leicht übersieht, zum Beispiel die fast identischen Moves von Anakin und Darth Vader oder die feinen Unterschiede zwischen den Rüstungen verschiedener Klonkrieger-Regimenter. Wusstet ihr, dass unter der Oberfläche eines Sees sogar ein toter Sarlacc versteckt ist? Oder dass General Grievous die Griffe der Lichtschwerter von Anakin und Obi-Wan führt?
Man kann Stunden damit verbringen, die Schauplätze der Filmszenen abzusuchen und die Charaktermodelle zu studieren, und findet immer wieder neue überraschende Interaktionen. So wird etwa ein Teil der Blitzangriffe, die ihr mit Yoda abwehrt, auf den Gegner zurückgelenkt.
Limbo
Oft imitiert und doch nie übertroffen: Limbo ist das Indie-Juwel, das im Jahr 2010 unsere Herzen eroberte.

Natürlich erinnern wir uns alle an die Spinne (die wir hier freundlicherweise aus euren Albträumen heraufbeschworen haben), aber so ein Moment ist nur möglich, wenn ein Entwickler mutig genug ist, die Dunkelheit nicht nur kurz zu zeigen, sondern ihr ein ganzes Abenteuer zu widmen.
Es eins der seltenen Spiele, bei dem ein einziger Screenshot Erinnerungen an die gesamte Geschichte wachruft – und genau deshalb verdient es einen Platz auf dieser Liste. Seine Welt ist fesselnd, obwohl sie minimalistisch und ausschließlich in düsteren Grautönen gehalten ist. Seine realistische Physik bewegt Plattformen, wenn unser Protagonist von ihnen springt, und Gebiete, in denen Beleuchtung existiert (wie zum Beispiel das berühmte Hotelschild), bleiben in Erinnerung, weil sie die Ausnahme zwischen langen, relative leeren Abschnitten darstellen.
Wenn ihr dann noch die sehnigen, mehrgliedrigen Beine der bereits erwähnten Spinne dazunehmt und die Art, wie sie sich aus der Dunkelheit anschleicht, kann man die Animationen in Limbo wirklich nur als erstklassig bezeichnen.
Red Dead Redemption 2
Die Tatsache, dass Red Dead Redemption 2 selbst heute noch fantastisch aussieht, ist ein Beweis dafür, dass Rockstar Games wirklich das Letzte aus jeder Hardware herauskitzeln kann, mit der seine Spiele laufen.
Realismus (später mehr dazu) ist bereits wenige Jahre nach dem Erscheinen eines Spiels nur schwer aufrechtzuerhalten, geschweige denn fast sieben Jahre nach der ursprünglichen Veröffentlichung auf Konsole. Der PC-Port für Red Dead Redemption 2 bringt zusätzliche Verfeinerungen wie etwa verbesserte Schattenqualität, Texturen und mehr – und es ist immer noch (soweit wir wissen) das einzige Spiel mit Pferdehoden, die je nach Wetter schrumpfen.

Das klingt vielleicht nach einem albernen Detail, zeigt aber, wie viel Wert bei Rockstar auf ein unglaubliches Maß an Realismus gelegt wurde. Im Fotomodus könnt ihr Arthur Morgan ganz aus der Nähe bewundern und darüber staunen, wie gut der elegante Western von Rockstar gealtert ist. Er ist nahezu zeitlos.
Sein Charaktermodell ist erstaunlich: gerötete Gesichtshaut mit verstopften Poren, blaue Augen, in denen sich die tanzende Glut von Lagerfeuern spiegelt und deren Pupillen sich je nach Tageszeit weiten. Seine Barthaare wachsen und sind teils grau, teils braun. Es ist eine komplette Topografie, die sich im Lauf des Spiels ändert und nicht nur eure persönliche Anpassung widerspiegelt, sondern auch sein Leben in einer Welt voller Schlamm und Dreck, in der eher selten gebadet wird.
The Witcher 3: Wild Hunt
Das letzte Abenteuer von Geralt liegt inzwischen über zehn Jahre zurück, aber The Witcher 3 ist nach wie vor sehr beliebt – und dafür gibt es sehr viele Gründe.
Dazu zählen natürlich komplexe Charaktere, fesselnde Nebenquests und der charmant mürrische Protagonist, aber das Spiel sieht auch einfach immer noch wunderschön aus, sogar ohne dass man dafür das Update für die nächste Generation installieren muss.
Seine riesige Welt ist nicht so auf Hochglanz poliert wie jüngere RPGs, aber gerade darin liegt sein Reiz. Die Burgen sind voller Geheimnisse, das einfache Volk lebt in bescheidenen Häusern und eine Moral in Grautönen verbindet beide und sorgt dafür, dass The Witcher 3: Wild Hunt mehr als viele andere Spiele aus seiner Zeit den Zustand seiner Welt vor allem optisch vermittelt.
Wenn ihr auf einem Hügel steht und euren Blick über eine der weitläufigen Regionen in The Witcher 3 schweifen lasst, könnt ihr sehen, wie sich das Licht im Lauf des Tag-Nacht-Zyklus verändert (der Kampf gegen den ersten Greifen bei Sonnenuntergang war ein Augenschmaus). Wenn ihr im Spiel eine bestimmte Anzahl von Wölfen tötet, werden sich die Rehe spürbar vermehren. Und wenn ihr Geralts treues Ross Plötze alleinlasst, geht es auf Wassersuche.
Es ist eine Welt, die das Gefühl vermittelt, als würde sie auch ohne eure Anwesenheit weiter existieren, und sie ist jederzeit einen Besuch wert.
The Vanishing of Ethan Carter
Kaum zu glauben, aber wahr: Die Veröffentlichung von The Vanishing of Ethan Carter (2014) ist nun schon über zehn Jahre her. Doch dieses Horror-Abenteuer voller Rätsel ist nach wie vor unvergesslich.
Inzwischen gibt es auch ein Remaster, aber das Spiel sieht selbst heute noch beeindruckend aus – egal, welche Version davon ihr euch vorknöpft.
Der begrenzte Umfang des Spiels ermöglichte es dem Entwicklerteam von The Astronauts, sich auf alle möglichen Details zu konzentrieren, während sich die anfangs einfache Detektivgeschichte in etwas wirklich Bemerkenswertes verwandelt.
Besonders beeindruckend ist, wie ein relativ kleines Team eine fast schon fotorealistisch wirkende Grafik entwickelt hat. Der Rost an den Gebäuden bei der verlassenen Mine, die einzelnen Nägel in den Brettern neben den Eisenbahnschienen – das alles ist so unglaublich detailreich und lebensecht, dass alles im Spiel, was jenseits unserer Realität geschieht, umso schräger wirkt (auf eine gute Weise).
Metro Exodus
Metro Exodus (2019) bildet den Abschluss der Metro-Trilogie und führt den Hauptcharakter Artjom aus den unterirdischen Tunneln der ersten zwei Spiele an die lichterfüllte Oberfläche, wo er sich durch offenes Gelände bewegen kann.
Doch trotz dieses neuen Schauplatzes fühlt sich Metro Exodus manchmal genauso beengend an wie die ersten zwei Teile der Reihe. Auch Jahre nach der Veröffentlichung sieht die Beleuchtung im Spiel immer noch modern aus, besonders dann, wenn ihr die unterirdischen Gebiete verlasst und euch in offenere Zonen vorwagt. Und das Ungeziefer gleich zu Anfang, das über eure Maske kriecht? Der pure Albtraum, an den ich heute noch denken muss.

Das Spiel ist außerdem beeindruckend formbar. Wenn ihr alle Gegner um euch herum tötet, werden eure Kameraden euer Gemetzel zur Kenntnis nehmen, aber wenn ihr dabei lautlos vorgeht, sind sie beeindruckt. Wenn ihr einen Gegner verwundet, stürzt er tödlich getroffen zu Boden, aber nicht ohne noch einmal mit einer Waffe vage in eure Richtung zu zielen und ein paar letzte Schüsse abzufeuern.
Der Atem des Spielcharakters Artjom lässt seinen Helm beschlagen, sodass ihr euch tatsächlich an seiner Stelle fühlt.
Destiny 2
Seit ihrer Veröffentlichung im Jahr 2017 wurde die Fortsetzung des Looter-Shooters von Bungie schon durch eine ganze Reihe von Erweiterungen ergänzt, die alle ihren eigenen Look mitbringen, und das Spiel ist nach wie vor ein echter Hingucker.
Das saubere, elegante Design des Originalspiels Destiny gab eine wunderbare Richtung vor und begeisterte viele Fans mit einem einzigartigen Mix aus Sci-Fi, Magie und Mysterium.

Von der schrecklichen Schar in Festung der Schatten bis hin zu der verdrehten Realität in Die Finale Form hat sich Destiny 2 stets weiter entwickelt und sieht dabei immer umwerfend aus.
Neben der beeindruckenden Vielzahl an Details, die es in Destiny 2 zu entdecken gibt, besticht das Spiel durch die unvergleichliche Art, mit der es verschiedene Einflüsse mischt. Die Rüstungen sind äußerst sorgfältig gearbeitet, die Benutzeroberfläche ist so übersichtlich wie in kaum einem anderen Spiel und die Waffe abzufeuern, die ihr unter Hunderten von verfügbaren Waffen ausgewählt habt, ist unvergleichlich. Doch viele von uns erinnern sich ebenso gern an die gotischen Formen auf dem Mond oder an die fantasievolle, lilafarbene Träumende Stadt.
Europa kam in Jenseits des Lichts dazu und hat sogar eine eigene Wettermechanik, bei der Schneestürmen die Spieler blenden können. Andere Gebiete wie etwa der Dungeon „Prophezeiung“ sehen so fremdartig aus, dass sie keinem anderen Ort gleichen, den ihr bereits erkundet habt.
Dishonored
Die von Arkane entwickelte Dishonored-Reihe hatte schon immer einen besonderen Grafikstil, seit sie 2012 ihren Anfang nahm. Charaktere mit kantigen Gesichtern, ein an Ölgemälde erinnerndes Shading und das von Schatten beeinflusste Stealth-Gameplay sehen auch im Jahr 2025 noch gut aus.
Die möglicherweise noch bessere Fortsetzung entführt uns in die kühle Küstenstadt Dunwall (die ganz im industriellen Whalepunk-Stil gehalten ist) und auf die hellen, warmen Straßen von Karnaca.
Hier zeigt Dishonored 2 die Kunstfertigkeit des Arkane-Teams in einem (buchstäblich) ganz neuen Licht, denn die Spielwelt wirkt bunter und lebhafter, ohne dadurch das zu verlieren, was sie so einzigartig macht.

Wenn ihr irgendwo hoch oben in Karnaca sitzt, könnt ihr NPCs dabei beobachten, wie sie ihren Geschäften nachgehen. Doch die Krönung von Dishonored 2 ist die unglaubliche Mission „Das Maschinenhaus“. Im Grunde genommen handelt es sich dabei um mehrere ineinander verwobene Level. Sobald ihr hineingelangt seid, könnt ihr ein Gebäude entdecken, das sich wie ein Autobot oder ein Decepticon verwandelt, wenn ihr Schalter umlegt.
Und doch ergibt alles innerhalb der Level-Geometrie durchaus Sinn, sodass es nicht wirkt, als würdet ihr Wege oder Plattformen aus dem Nichts heraufbeschwören. Der ganze Level wirkt einfach wie ein voll funktionstüchtiges System aus Hebeln und Zahnrädern.
Bis heute ist es einer der ambitioniertesten Level, die ich je gesehen habe – von der Mission „Ein Riss in der Fassade“ ganz zu schweigen, die ich hier nicht spoilern will.
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