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Anfängerleitfaden für Eternal Strands: 9 Dinge, die ihr wissen solltet, bevor ihr alles kurz und klein schlagt

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John Walker
27. Jan. 2025

Eternal Strands wirkt auf den ersten Blick wie ein ganz normales Third-Person-Actionspiel – seine farbenfrohe Aufmachung und die schmissigen Bewegungen erinnern an Kingdoms of Amalur: Reckoning oder Immortals Fenyx Rising. Aber lasst euch nicht täuschen! Dieses erste Spiel von Yellow Brick Games, bei dem Mike Laidlaw, Autor von Dragon Age: Origins, die Regie führt, verbirgt hinter seiner bunten Fassade viele Geheimnisse – nicht zuletzt, dass es neugierig ist, ob ihr es austricksen könnt.

Das ist ein faszinierender Ansatz für dieses Genre, und obwohl ich gerne empfehle, direkt loszulegen, hätte ich so manches lieber im Voraus gewusst. Dieser Anfängerleitfaden für Eternal Strands deckt alles ab, was ihr wissen müsst, bevor ihr die Enklave betretet und damit beginnt, alles kaputtzumachen.

 

Was tue ich hier eigentlich?


Eure wunderbaren Gefährten in Eternal Strands plappern zwar munter auf euch ein, doch schon früh besteht die Gefahr, dass ihr den Faden verliert und nicht mehr wisst, was ihr als nächstes tun solltet. Um alle Unklarheiten zu beseitigen: Ihr seid hier, um auf Erkundung zu gehen! Das erste Ziel besteht schlicht darin, alle Teile der (noch) begrenzten Karte zu untersuchen und Gegenstände von besiegten Gegnern, aus zertrümmerten Kisten und von allen größeren Teilen der Umgebung zu sammeln, die ihr neugierig in Stücke haut.

Gleich im ersten Kampf müsst ihr scheitern, damit es weitergeht, aber tröstet euch damit, dass es nicht eure Schuld war. Sobald ihr dann frei herumlaufen könnt, achtet darauf, die Orte zu besuchen, die in eurer Quest-Liste erwähnt werden. Ihr müsst ein paar Mal zwischen dem Ort und dem Basislager hin- und herlaufen, bevor es richtig losgeht und ihr gegen euer erstes Ungeheuer im Hochhausformat antretet.

(Ja, euer Inventar ist anfangs viel zu klein. Aber keine Sorge, es wird schon wachsen!)
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Ihr könnt auf alles klettern


Viele Spiele machen große Versprechungen, wie „Das Spiel reagiert auf den realen Luftdruck!“ oder „Alle Gegner haben einzigartige Persönlichkeiten und Handynummern!“, ohne sie später zu erfüllen. Eternal Strands rühmte sich vor dem Start damit, dass man auf absolut alles klettern kann – und es stimmt tatsächlich!

Ihr könnt auf jede Oberfläche klettern, bis an die Grenze des Absurden. Ihr könnt sogar auf die gekrümmten Seiten der Räder eines kaputten Wagens klettern. Fast scheint es, als ob Eternal Strands euch herausfordert, einen Weg zur Skybox zu finden, nur dass ihr nicht auf seltsame Löcher im Universum stoßt, sondern auf verborgene Geheimnisse und fröhlich leuchtende Truhen voller Schätze.

Dabei werdet ihr durch eure Ausdauer begrenzt, eine Anzeige, die sich wieder füllt, wenn ihr auf einer festen Oberfläche ausharrt. Zum Glück gibt es auch dafür eine Lösung. Von Anfang an verfügt ihr über eine magische Fähigkeit, mit der ihr zackige Eispfade erzeugen könnt. Macht ihr mitten in einer enormen Klettertour schlapp? Klebt ein Stück Eis an die Wand, ruht euch darauf aus und setzt dann den Aufstieg fort.

Eine Begrenzung hat das Spiel allerdings. Die Geschichte ist so konstruiert, dass ihr nirgendwo beliebig weit klettern könnt, da die medialen Fähigkeiten eurer Freunde nur eine gewisse Reichweite haben – und damit auch ihre Möglichkeit, euch im Notfall „rauszuholen“. Damit soll verhindert werden, dass ihr einfach oben aus der Karte herausklettert, allerdings werden diese Beschränkungen mit zunehmendem Fortschritt in Eternal Strands etwas lockerer.
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Überall lauern Geheimnisse


Wie bereits erwähnt, belohnt Eternal Strands Erkundung mit Schätzen. Überall sind Truhen versteckt. Aber während die Level bei einem erneuten Besuch größtenteils wiederhergestellt werden, sind diese Truhen einmalig. Eine Menge davon findet ihr entlang der Hauptwege, aber es gibt noch viele weitere, die gut verborgen sind – in riesigen hohlen Baumstämmen, in Felsspalten und so weiter. Fast jedes Mal, wenn ich in der Ferne eine interessante Stelle entdeckte, wurden meine Kreativität und mein Wagemut mit einer Truhe voll seltener Beute belohnt.
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Schmeißt Gegner weg, statt gegen sie zu kämpfen


Eine der zwei magischen Fähigkeiten, die ihr schon zu Beginn habt, ist Fadenzug, der es euch erlaubt, mit euren mentalen Kräften Objekte hochzuheben und wegzuschleudern.

Das ist fantastisch, denn ihr könnt damit jeden Felsen, jedes Stück Holz, Knochenreste und fast alles Sonstige ergreifen und heranstürmenden Feinden entgegenschleudern. Da schlägt jedes Spielerherz höher.

Aber ihr könnt damit auch die Gegner selbst packen. Sobald sie in eurer Gewalt sind, könnt ihr sie heldenmäßig gegen eine Wand schleudern – oder besser noch gegeneinander – und sie, wenn sie wieder auf die Füße kommen, mit dem Schwert bearbeiten, bis sie endlich Ruhe geben. Natürlich könnt ihr sie auch etwas weniger spektakulär in eine Schlucht, über einer Kante oder in ein prasselndes Feuer werfen.

Es fühlt sich an wie erstklassiges Cheating, wenn ihr beschäftigt seid und einen Bösewicht, der es auf euch abgesehen hat, mal eben lässig in ein richtig tiefes Loch schnippt.
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Sammelt alles ein


Ein weiteres Detail, das Eternal Strands erst etwas zu spät verrät, ist, dass all der zufällige Kleinkram, den ihr sammelt, einen Sinn hat. Alles, was ihr zertrümmert – und ihr solltet alles zertrümmern – kann Gegenstände enthalten. Manche davon dienen natürlich dazu, Gegenstände zu verbessern, aber die anderen 70 Milliarden?

Wie sich zeigt, handelt es ich um die nötige Ressource, um die Verbesserungsstationen in eurem Lager zu verbessern. Alles, was ihr bei der Herstellung, dem Umschmieden oder der Verbesserung eurer Waffen und Rüstung nicht gebrauchen könnt, kann in Materialien für Verbesserungen eures Lagers umgewandelt werden. Schon zu Beginn müsst ihr für manche davon bis zu 50 Gegenstände in Stücke schlagen, um Teile zu erhalten, deshalb seid ihr gut beraten, wenn ihr von Anfang an so viel scheinbar nutzloses Weichholz (Soft Wood) sammelt, wie ihr könnt.

Mit der Zeit kommt ihr vielleicht auf die Idee, Durchläufe nur um der Beute willen zu spielen, in denen ihr Missionen links liegen lasst und riskanten Kämpfe aus dem Weg geht, um einfach haufenweise Ressourcen zu scheffeln. Wenn ihr dann das nächste Mal unterwegs seid und ein Feind neue und extrem seltene Beute fallenlässt, euer Inventar aber schon voll ist, könnt ihr ungerührt einfach einen großen Berg von gewöhnlicheren Gegenständen wegwerfen.
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Haltet Ersatzrüstungen bereit


Während ihr spielt, findet ihr neue Herstellungsrezepte für neue Rüstungsvarianten und könnt zum Beispiel einen Helm herstellen, der wesentlich besser als euer bisheriger ist. Und da jede Ausrüstung wieder in die ursprünglichen Komponenten zerlegt werden kann, die man dann zurückerhält, ist die Verlockung groß, zu sagen: „Okay, der hier schützt mich besser vor Prügel, da zerlege ich doch den alten und kriege meine seltene Ressource zurück.“ Doch leider ist er nicht nutzlos, was Eternal Strands euch wiederum erst ein wenig später verrät.

Ihr gelangt in Eternal Strands schon bald in Gebiete, in denen die Elemente die Übermacht haben. Es gibt ein großes Dorf, das in magischem Eis gefroren ist, und ebenso größere Bereiche, die in Flammen stehen. Um in diesen widrigen Umgebungen zu überleben, benötigt ihr eine Kombination aus Spezialtränken, cleverer Magie … und auch das perfekte Rüstungsset. Ihr solltet alles in doppelter Ausführung besitzen – jeweils ein Set, das euch vor der Hitze oder der Kälte (und natürlich allem Sonstigen) schützt. Statt den alten Helm zu zerlegen, schmiedet ihn um, damit euch der Frost nichts anhaben kann, während euch euer neuer Helm hilft, in der Hitze einen kühlen Kopf zu bewahren. Ihr werdet es nicht bereuen.
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Ihr könnt das automatische Klettern ausschalten


Das ist eine etwas knifflige Entscheidung, denn standardmäßig lässt Eternal Strands euch auf absolut alles klettern, auf das ihr zugeht. Das ist super nützlich, insbesondere wenn ihr gerade schnell entkommen wollt. Es kann aber auch extrem nervig sein. Eternal Strands geht davon aus – was ja auch durchaus vernünftig ist –, dass ihr auf den Felsen vor euch klettern wollt, weil ihr darauf zugerannt seid. Stattdessen werft ihr mit Kraftausdrücken um euch, denn ihr wart eigentlich auf der Flucht vor dem miesen Monster, das euch mit Gift bespritzt, und stattdessen klettert ihr jetzt gerade irgendwo hoch.

In „Optionen“ und dann „Steuerung“ könnt ihr diese Funktion deaktivieren und stattdessen jederzeit Y (bzw. die entsprechende Taste eures Tastatur-Layouts) drücken, um loszuklettern.
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Vermeidet es auf jeden Fall und unbedingt, in die lila Schwaden zu fallen


Für ein Spiel, in dem es darum geht, alles zu erkunden, kann man in Eternal Strands in einigen Gegenden allzu leicht aus Versehen in einen Abgrund zu stürzen.

Sterben ist hier nicht das Problem, denn eure strangbasierte Existenz bedeutet, dass ihr zu eurer Heimatbasis zurückkehrt, sobald ihr kein Leben mehr habt. Das Unangenehme in diesem Fall ist aber, dass ihr von den vielen Gegenständen, die ihr in diesem Durchlauf gesammelt habt, nur eine kleine Auswahl behaltet – statt eurer kompletten Beute, wenn ihr auf den vorgesehenen Wegen zurückkehrt. Was umso ärgerlicher ist, wenn ihr nur deshalb gestorben seid, weil ihr die Spalte zwischen einem grasbewachsenen Hügel und dem nächsten übersehen habt und abgestürzt seid.

Lila Schwaden verraten diese Spalten – von denen es tatsächlich nur wenige gibt, die außerdem weit verstreut sind – nehmt euch daher immer in Acht, wenn ihr diese magische Gefahr wabern seht. Es ist sehr frustrierend, festzustellen, dass ihr gerade eure hart erkämpften epischen Drachenschuppen verloren habt, weil ihr wie Mister Magoo direkt in ein Loch gelaufen seid. Es wäre nett von Eternal Strands, wenn ihr einfach ein paar Sekunden davor neu anfangen könntet (gerne auch mit etwas weniger Leben), anstatt direkt zu sterben, aber vorerst ist das leider nicht der Fall.
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Klettert wirklich überall


Stimmt, das Thema hatten wir schon, aber vielleicht habt ihr verstanden, das mit „überall“ nur leblose Klettergründe gemeint sind. Ganz im Gegenteil.

In Eternal Strands wandern neun gewaltige Titanen durch die riesigen offenen Level und früher oder später werdet ihr gegen sie kämpfen. Dank der beeindruckenden Freiheit, die euch das Spiel lässt, könntet ihr das erledigen, indem ihr ihnen Steine, Pfeile und Magie entgegenschleudert. Vermutlich kommt ihr aber schneller ans Ziel, wenn ihr sie als gigantischen Hindernisparcours betrachtet. Bei jedem von ihnen lässt sich nämlich die Panzerung entfernen, und das geht wesentlich einfacher, wenn ihr euch wie ein verrückter Fensterputzer an einem stampfenden Wolkenkratzer an ihre Seite klammert.

Außerdem ist sehr amüsant, auf dem Kopf eines riesigen Ungeheuers zu stehen und drauflos zu prügeln, bis es umkippt.

Eternal Strands ist ab dem 28. Januar im Epic Games Store verfügbar.