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Vier fantastische Spiele erleichtern das Warten auf Fantastic Four
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Chris Baker
Marvel Rivals
Als Marvel Rivals im Dezember erschien, eroberte es die Spielewelt im Sturm. Zwei neue Stürme – nämlich Susan und Johnny Storm – sowie ein Richards und ein Grimm folgten schon kurze Zeit später. Human Torch und Mister Fantastic (Duellanten), Invisible Woman (Stratege) und The Thing (Vorkämpfer) erweiterten die Liste als Charaktere 34 bis 37 und können jederzeit in einem Team eine starke Zweidrittelmehrheit bilden. Auf eurem Weg zum Sieg können gemeinsame Auftritte von Reed und Ben oder den Storm-Geschwistern eine entscheidende Rolle spielen, wobei ihr mit Sicherheit allerhand witzige Sticheleien zwischen ihnen und auch mit anderen Helden erleben werdet.

Auch in Season 1 dreht sich die Handlung um das Team, denn Dracula hat es in seiner Böswilligkeit auf ihr ureigenstes Zuhause, das Baxter Building abgesehen. Wenn ihr die Karte Midtown spielt, kann es euch sogar passieren, dass ihr den reizenden Roboter H.E.R.B.I.E. beschützen – oder auch zerstören – müsst, der im Trailer von First Steps Trailer zwar lecker kocht, aber nach Meinung eines gewissen Teammitglieds vielleicht doch etwas mehr Knoblauch verwenden sollte. (H.E.R.B.I.E. wurde übrigens erst kürzlich zu einem unserer Lieblings-Easter-Eggs in Rivals gekürt). Dabei ist die Konstellation „Fantastic Four gegen Dracula“ etwas merkwürdig, wenn man bedenkt, dass eigentlich ihr berühmtester Widersacher Doctor Doom der Ursprung der ganzen Realitätsaufbauthematik war.

Auch bei den Kostümen für die Fantastic Four lässt sich NetEase Games nicht lumpen. Mit dabei sind die klassischen blau-weißen Anzüge, einige spezielle Kostüme, die auf der Handlung im Spiel beruhen, sowie Outfits, die aus den Comics stammen und wichtige Momente der verschiedenen Helden charakterisieren (die totgeglaubte Human Torch kehrt zurück), ein alternatives Universum (ein böser Mister Fantastic alias „The Maker“), eine schlichte Bemühung um Normalität (The Thing im Trenchcoat) und sogar die Hochzeitsoutfits von Reed und Sue. Das Studio ging sogar so weit, Invisible Woman mit ihrem berüchtigten Kostüm „Malice, Mistress of Hate“ im Domina-Stil zu versehen. Die 80er und 90er – das waren Zeiten …
Pinball FX: Marvel Pinball Collection 1 – Fantastic Four
Von den 23 absolut hervorragenden Pinball FX-Tischen mit Marvel-Themen (ich bin zugegebenermaßen etwas voreingenommen, da ich an 19 davon selbst mitgearbeitet habe) bringen nur wenige ihr Thema so auf den Punkt wie Fantastic Four. Der Tisch zeigt so ziemlich alles, was das Team ausmacht: von Reed, der sich als Wissenschaftler betätigt und sich elastisch dehnt, um eine Kugel abzufangen, bis zu Ben, der Johnny nach seiner erfüllten Mission für seine Überheblichkeit rügt. Ihr müsst alle eure Flipperkünste aufbieten, um Doctor Doom in einer Reihe von Missionen zu besiegen, die in einer speziellen Kraftprobe mit Galactus gipfeln.

Alle vier Helden und ebenso das Baxter Building, Doctor Doom mit seinen Doombots, der Kopf von Galactus und in einem herrlich hektischen Minispiel sogar H.E.R.B.I.E. sind als 3D-Modelle in diesem virtuellen Flipper präsent. Natürlich gibt es kein echtes Gameplay mit Figuren wie Mole Man, Skrulls und Silver Surfer, aber das farbenfrohe Design des Tisches zollt auch ihnen Tribut.. Gut vertonte Dialoge untermalen die Action, die sich nicht nur im Flipper-Design hervortut, sondern auch in Spezialeffekten, wie sie nur in einem Videospiel möglich sind. Auf einem echten Flippertisch würde Johnny nicht zur Flamme werden, eine Rampe in Brand setzen und dann durch ein frisch geöffnetes Loch in die Negative Zone tauchen.
Marvel’s Spider-Man-Reihe
Die interessantesten Geschichten finden sich oft zwischen den Zeilen. Sicher erinnert ihr euch an die allererste Mission in Marvel’s Spider-Man, als Peter im Fisk Tower den Kingpin Wilson Fisk erledigt. Weniger wahrscheinlich ist, dass ihr euch an den beiläufigen Kommentar von J. Jonah Jameson über Miles Morales erinnert, der in seinem Podcast erwähnt, dass das Gebäude derzeit von Ganoven des Untergrunds bewohnt wird, im folgenden Jahr aber abgerissen werden soll. In sarkastischem Ton erklärt Jameson weiter, dass Spider-man den Schuppen ja zu seinem neuen Hauptquartier machen könnte. Was dieser natürlich nicht tut. Allerdings könnten es verschiedene andere Helden insgeheim auf das Grundstück abgesehen haben.

Zehn Monate später erfahren wir in Marvel’s Spider-Man 2, was dort nun statt des Fisk Towers steht: ein futuristischer Wolkenkratzer mit dem Wort BAXTER davor, der aussieht, als hätte ihn Jack Kirby persönlich entworfen. Wenn ihr das Dach erreicht (nachdem ihr unterwegs noch einen Spider-Bot der Future Foundation kassiert habt), seht ihr die vertraute, halb fertig gemalte „4“. Zwar werden die Fantastischen Vier oder ihre Zentrale, das Baxter Building, in keinem der Dialoge der drei Spiele direkt erwähnt, doch ist offensichtlich, dass das Team in der Welt von Earth-1048 offiziell existiert.

Peters Anzüge „Bombastic Bag Man“ und „Future Foundation“ im Originalspiel sind für das Spielgeschehen ziemlich unbedeutend, dafür aber umso auffälliger und außerdem Anspielungen auf die bekannten Outfits der Comic-Versionen der Fantastic Four. Während der zweite dem Original aus dem Jahr 2011 aufs Haar gleicht, wurde der „Bag Man“-Anzug merklich modifiziert – der Stoff ist eleganter und der Zettel mit der Aufschrift „KICK ME“, den Johnny in The Amazing Spider-Man #258 auf den Rücken geheftet hatte, fehlt hier.
Marvel's Midnight Suns
Das Spiel Marvel's Midnight Suns ist in Bezug auf die Fantastic Four vielleicht etwas sehr weit hergeholt – sie kommen darin praktisch überhaupt nicht vor. Allerdings ist dieses rundenbasierte Strategiespiel so gut, dass man keine Gelegenheit verstreichen lassen sollte, es anzupreisen. Andererseits sind die Fantastic Four in der Welt dieses Spiels auch nicht völlig abwesend.

Wenn ihr Agathas Altar besucht, könnt ihr im Fenster ein merkwürdiges Zeichen erkennen – so seltsam wie ein Hemd, das Hunter in der Zeit der Hexenprozesse von Salem einen modernen modischen Touch verleiht. (Herzlichen Dank an Blair Farrell von Comic Book Video Games für diesen Hinweis.)

Von den 22 Tarotkarten, die ihr in und um die Abtei finden könnt, sind sechs der Abbildungen zuerst auf den Seiten der Comics der Fantastischen Vier erschienen. Nur die Karte „Die Sonne“, auf der die Human Torch zu sehen ist, repräsentiert das Team persönlich, aber eine weitere sammelbare Karte, „Der Turm“, zeigt zumindest den Baxter Tower. Außerdem gehören auch die gelegentlichen Verbündeten Silver Surfer („Der Wagen“) und Uatu the Watcher („Die Welt“) sowie die beiden Superschurken Doctor Doom („Der Magier“) und Galactus („Gericht“) zur Sammlung. Man könnte wohl sogar Namor („Der Eremit“) in diese Aufzählung aufnehmen, da ein gruseliges Verlangen nach Sue scheinbar zu seinen Charaktereigenschaften gehört.
Midnight Suns ist vermutlich das Marvel-Spiel mit den meisten Dialogen und natürlich kommen die Fantastic Four und dazugehörige Charaktere immer wieder zur Sprache. So witzelt Spider-Man, dass es momentan dermaßen schlecht um die Erde steht, dass nicht einmal Galactus sie verschlingen würde. Und als Hunter, Caretaker und Blade gleichzeitig verkünden, dass man weiter zustechen sollte, wenn es beim ersten Mal nicht klappt, fragt Tony Stark scherzend, ob sie denn glauben würden, dass Reed und Sue wirklich solch rührende Momente mit Johnny und Ben hätten.

Der folgende Dialog zwischen Peter und Tony vor einer Infiltrationsmission ist besonders amüsant und wohl recht treffend:
TONY: Ich werde völlig unsichtbar sein.
PETER: Wie Sue Storm?
TONY: Wie eine etwas größere Sue Storm.
Der Vollständigkeit halber und weil ihr sicher neugierig seid, sei erwähnt, dass Tony Stark 1,85 m misst und Susan 1,67 m.
All diese fantastischen Marvel-Spiele findet ihr im Epic Games Store.