
Ausprobiert: Auf der Jagd nach Vanilla Ice in Crime Boss: Rockay City

Wir spazieren am Strand von Rockay City an den Paddleboards und Joggern vorbei und bahnen uns einen Weg durch ein Gewühl von Leuten, die Gewichte heben und Yogaübungen machen, doch es dauert nicht lange, bis die Dinge aus dem Ruder laufen.
Als wir in der Nähe eines Cafés aufkreuzen, eröffnet eine Gruppe das Feuer auf uns.
Das ist nicht weiter überraschend.
Auf Anweisung des aufstrebenden Gangsterbosses Travis Baker (Michael Madsen) sind wir hier um uns um den hiesigen DJ und Drogendealer Hielo (Vanilla Ice) zu kümmern, der unser Revier nicht respektiert. Oder wie es Bakers rechter Hand Captain Touchdown (Michael Rooker) ausdrückt: „Sie haben sich an dem Strand breitgemacht, an dem die Jungs Eisen schwenken.“
Unser friedlicher Spaziergang entwickelt sich rasch zu einem ausufernden Blutbad, und wir vier jagen dem Anführer dieser Brut hinterher, als er versucht, sich aus dem Staub zu machen.
Das ist die Auftaktmission für eine von sechs ergänzenden Koop-Minikampagnen im demnächst erscheinenden Shooter Crime Boss: Rockay City von INGAME STUDIOS, der euch in die Welt der organisierten Kriminalität entführt.
Bei einer kürzlichen Presseveranstaltung hatten wir die Gelegenheit, das Spiel auszuprobieren. Doch bevor wir Gangstern den Garaus machen konnten, gab es eine kurze, vorab aufgezeichnete Präsentation von Damion Poitier, der das Spiel mitgeschrieben hat und den Charakter Nasara darstellt.
In Crime Boss gibt es insgesamt drei Modi: Baker''s Battle, Crime Time und Urban Legends.

Die Kampagne
Die Einzelspielerkampagne trägt den Titel „Baker''s Battle“ und ist laut Poitier der Hauptteil des Spiels.
Darin schlüpft ihr in die Rolle von Travis Baker (dargestellt von Michael Madsen) und versucht, Rockay City unter eure Kontrolle zu bringen und dabei Sheriff Norris (dargestellt von Chuck Norris) immer eine Nasenlänge voraus zu bleiben.
Je ungeschickter ihr euch bei einer Mission anstellt, desto mehr Spuren und Beweise lasst ihr zurück, aus denen Norris und sein Team genauer darauf schließen können, wo ihr gerade seid und was ihr als Nächstes vorhabt.
Poitier erklärt, dass die Einzelspielerkampagne auf hohe Wiederspielbarkeit ausgelegt ist und dass die Entwickler davon ausgehen, dass ihr bei euren ersten Versuchen scheitert und festgenommen oder getötet werdet.
In der Präsentation konnten wir einen Blick auf den Endbildschirm des Spiels werfen, auf dem neben eurer Punktzahl und der Menge an gestohlener Beute auch angezeigt wird, wie viele Tage ihr überlebt und wie viel von Rockay City ihr unter eure Kontrolle gebracht habt. All das trägt zu eurem von Durchlauf zu Durchlauf fortgeführten Boss-Level und euren Punkten bei. Mit den Punkten könnt ihr euren Charakter und einige seiner Unterstützer aufleveln, zum Beispiel Casey, die von Kim Basinger dargestellt wird.
In dem Beispiel, das uns präsentiert wurde, gab es die Möglichkeit, Baker mit einem nicht näher definierten Vorteil auszustatten, seine Gesundheit zu erhöhen oder zukünftige Kampagnen mit mehr Geld zu beginnen.
Das endgültige Ziel von Baker''s Battle ist, die gesamte, in verschiedene Gebiete unterteilte Stadt unter eure Kontrolle zu bringen. Dafür erkämpft ihr euch systematisch alle Reviere der Stadt, einen Auftrag nach dem anderen. Euer Aufstieg wird allerdings durch rivalisierende Gangsterbosse erschwert: Dollar Dragon (Danny Trejo), Hielo (Vanilla Ice) sowie ein asiatischer Kriegsherr und ein italienischer Mafioso verfolgen das gleiche Ziel.
Zu euren Unterstützern zählen Captain Touchdown, der einer Banditenarmee befiehlt, nach eurer Pfeife zu tanzen, Casey, die euch in finanziellen Belangen zur Seite steht, Nasara, der von Poitier dargestellt wird und euch bei der Verwaltung eurer Missionen hilft, und schließlich Gloves, ein von Danny Glover gespielter, bestechlicher Polizist, der auf eurer Gehaltsliste steht und euch hilft, wichtige Zielpersonen aufzuspüren.
An das nötige Kleingeld für eure Eskapaden kommt ihr durch Überfalle, Raub, Diebstahl und Einbruch. Im Verlauf des Spiels bietet euch Gloves große Überfälle an, die mehr Planung erfordern und wesentlich schwieriger durchzuführen sind.
Ihr entscheidet selbst, wen ihr auf eine Mission mitnehmen wollt – inklusive Baker – aber dabei solltet ihr niemals aus den Augen verlieren, dass der Tod im Spiel endgültig ist (Permadeath). Wenn ihr Baker verliert, verliert ihr das Spiel.
Poitier erklärt, dass die Kampagne keinem definierten Pfad folgt, sondern dass eure Entscheidungen, wie gut oder schlecht ihr euch schlagt sowie die Wahl eurer Missionen Auswirkungen auf die Handlungsstränge, Missionen und zufälligen Ereignisse haben, denen ihr im jeweiligen Durchlauf begegnet.
„Niemand wird je zweimal dasselbe Spiel erleben“, sagte er.
Der Hauptteil des Spiels ist wie gesagt die Einzelspielerkampagne, aber die beiden anderen Modi haben ebenfalls viel zu bieten.

Schnellspiel
Der Spielmodus „Crime Time“ ist eine Schnellspiel-Variante.
„Bei Crime Time geht es um den schnellen Erfolg und sofortige Erfüllung“, erklärt Poitier. „Schnelle Überfälle, schnelles Geld und fette Belohnungen.“
Auf der Karte erscheinen zufällige kleine Missionen. Ihr wählt eine aus und entscheidet dann, welche Koop-Unterstützer ihr mitnehmen wollt. Aber je mehr echte Spieler ihr mitnehmt, desto kleiner fällt euer Anteil an der Beute aus. KI-gesteuerte Bots scheinen nichts von der Beute abzubekommen.
Außerdem wählt ihr auch, wen ihr spielt. Die Charaktere haben zufällige Werte, Vorteile und Waffen und sind dauerhaft verfügbar. Zusätzlich gibt es einzigartige Teammitglieder, die ihr nach und nach durch Fortschritte in den anderen Spielmodi freischaltet. Diese Charaktere haben besondere Fähigkeiten und stärkere, spezialisierte Waffen. Für die meisten Teammitglieder braucht ihr Geld, um sie zu rekrutieren, aber es gibt auch einige kostenlose.
In Crime Time könnt ihr auch Aufträge annehmen, bei denen es sich um kompliziertere, schwierigere Missionen handelt. Außerdem gibt es große Überfälle, auf die ihr allerdings erst Zugriff bekommt, nachdem ihr sie in Baker''s Battle freigeschaltet oder in einem von einem anderen Spieler gehosteten Match abgeschlossen habt.
Mit dem Geld, das ihr in diesem Modus verdient, könnt ihr bessere Waffen kaufen, neue Unterstützer rekrutieren, ihre Kautionen stellen oder ihnen medizinische Behandlungen zuteil werden lassen.

Koop
Und zu guter Letzt bietet das Spiel einen Koop-Storymodus: Urban Legends.
Bei der Veranstaltung Anfang des Monats hatten wir die Gelegenheit, zwei Geschichten von Urban Legends zu spielen, die jeweils in drei Missionen unterteilt waren. Bei der Veröffentlichung des Spiels wird es in Urban Legends insgesamt sechs Geschichten geben.
Poitier beschreibt das Spiel als „pure 90er-Action“.
„Es bietet jede Menge Hollywood-Stars in riskanten, aufsehenerregenden Raubüberfällen, und es hat uns einen Riesenspaß gemacht, es für euch zu entwickeln“, sagte er.
Jede der Geschichten beginnt mit einer kurzen Filmsequenz zur Einführung, bevor ihr die erste von drei Missionen in Angriff nehmt. Diese müsst ihr der Reihe nach absolvieren, und jede ist schwieriger als die vorhergehende. Zu Beginn stehen euch sechs Charaktere zur Verfügung, aus denen ihr ein vierköpfiges Team zusammenstellt. In diesem Modus könnt ihr mit KI-Bots oder online mit anderen Spielern spielen, aber wenn ihr eure sechs Charaktere verliert oder alle Charaktere bei einer Mission sterben, endet die Geschichte. Wenn jemand bei einer Mission stirbt und nicht wiederbelebt wird, verliert ihr den Charakter dauerhaft. Das bedeutet, dass ihr für spätere, schwierigere Missionen eventuell weniger als vier Gangster in eurem Team habt oder sie mit weniger durchschlagkräftigen Waffen ausgerüstet sind, zum Beispiel nur einer Pistole.
In diesem Modus könnt ihr auch einzigartige Teammitglieder für den Crime Time-Modus freischalten.
Spielprobe
Und damit kommen wir zurück zum Bericht über unsere Spielprobe im Urban Legends-Modus und dem blutgetränkten Strand in der zweiten Geschichte „Juiced Up, Lived Out“.
Nachdem wir den Anführer von Hielos Gangsterteam zur Strecke gebracht hatten, endete die Mission mit unserer Flucht in einem nicht weit entfernt stehenden, orangefarbenen Lieferwagen.
In der nächsten Mission erhielten wir den Auftrag, ein Lagerhaus anzugreifen und Hielos Diamanten zu stehlen. Ihr habt die Wahl, bei euren Missionen entweder still und heimlich vorzugehen, um nicht von patrouillierenden Gangstern oder Kameras entdeckt zu werden, oder euch mit voller Feuerkraft einen Weg zum Ziel zu bahnen.
Aber wenn eure Gegner euch bemerken, dauert es nicht lange, bis auch die Polizei auftaucht, und wenn ihr anfangt, Polizisten niederzumähen, kann die Situation sehr schnell eskalieren und außer Kontrolle geraten. Und dann findet ihr euch, wie in unserem Fall, zwischen einem Lagerhaus voller Banditen vor euch und einer Spezialeinheit der Polizei, die sich direkt hinter euch aus einem Hubschrauber abseilt, wieder.

Zum Glück könnt ihr gefallene Freunde wiederbeleben, aber das kann schnell zum Problem werden, wenn ihr euch nicht schleunigst aus dem Staub macht. Statt mit Spezialeinheiten der Polizei bekommt ihr es dann mit Polizisten in Ganzkörperpanzerung und Bombenräumtrupps zu tun, inklusive schnell zuschlagender Offiziere mit elektrischen Betäubungsstäben, die Viehstöcken ähneln. In so einer Situation kann es schnell passieren, dass ihr von euren Gegnern übermannt werdet und euer gesamtes Team verliert.
Während unserer Spielprobe waren wir beim Raub der Diamanten aus dem Lagerhaus erfolgreich und konnten auch die dritte Mission ohne größere Probleme abschließen. Aber der Schwierigkeitsgrad steigt von Mission zu Mission merklich an.
Nachdem wir die Geschichte „Juiced Up, Lived Out“ beendet hatten, versuchte sich unser Viererteam an „Khan''s Convoy“, einer Serie wesentlich schwierigerer Missionen an deren Abschluss ein Überfall auf eine im Hafen liegende Jacht stand.
Als wir es bis zu dieser letzten Mission geschafft hatten, standen uns nur noch vier Charaktere zur Verfügung, von denen zwei nur mit Pistolen bewaffnet waren, was es sehr viel schwieriger machte, unsere schwer bewaffneten Gegner außer Gefecht zu setzen.
Aber am Ende waren wir erfolgreich und konnten die Geschichte für weitere Spieldurchgänge freischalten.
Die Missionen im Urban Legends-Modus sind zwar nicht sehr umfangreich, aber sie ergänzen das Spiel um einen soliden Mittelweg zwischen dem Schnellspielmodus und der Hauptkampagne des Spiels.
Als Zusatz zum Hauptmodus bieten sie überraschend viel Tiefgang, mit relativ großen Karten und vielen abwechslungsreichen Möglichkeiten, die Herausforderungen zu meistern.
Wenn ihr mehr über INGAME STUDIOS, die Entwickler von Crime Boss, und einige der Inspirationsquellen für das Spiel erfahren wollt, dann lest unseren Artikel von Anfang dieses Jahres.
Crime Boss: Rockay City kommt am 28. März in den Epic Games Store. Kauft es vorab und erhaltet 20 % Rabatt.