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Ghostbusters: Spirits Unleashed ausprobiert

C
Craig Pearson
18. Okt. 2022

Für Ghostbusters: Spirits Unleashed haben die Entwickler bei IllFonic die perfekte Vorlage: den Originalfilm „Ghostbusters“. Ihr Auftrag war, ein kooperatives Multiplayer-Spiel zu schaffen, das auf Ghostbusters und seinen diversen Fortsetzungen in Film und Fernsehen basiert. Der Film aus dem Jahr 1984 eignet sich überraschend gut als Leitfaden für ein modernes Multiplayer-Spiel. Ein vierköpfiges Team, das gemeinsam Geister jagt und fängt, ist die optimale Grundlage für ein Koop-Spiel. Darüber hinaus ist die Feuerwache der ideale Ort, um eure Technik anzupassen, euer Hintergrundwissen zu erweitern und Missionen zu besprechen. 

Als IllFonic bekanntgab, dass neue Geisterjäger gebraucht würden, holten wir sofort unsere Overalls aus dem Schrank und rüsteten uns für die heutige Veröffentlichung mit einem Protonenpack. 


Ghostbusters Hands On Launch Buster

Ghostbusters: Spirits Unleashed beginnt mit dem bekannten Song und einem kurzen Video, in dem die Feuerwache in ihrer vollen einstigen Pracht erstrahlt. Allein vom Zusehen bekommt ihr eine Gänsehaut, noch bevor das erste ausgewachsene psychomagnotherische Ereignis stattfindet. Angesichts der zunehmenden Spukerscheinungen steckt Winston Zeddemore sein Vermögen in die Neuaufstellung des Teams. So kommt es, dass ihr nun gemeinsam mit drei weiteren Teamkollegen euren Dienst bei der Feuerwache antretet. Euer Hauptquartier verfügt über verschiedene Stationen, wo ihr euren Charakter und Overall anpassen könnt. Auf der Technik-Station können Upgrades für die Partikelwerfer und Protonenpacks freigeschaltet werden. Ihr könnt sogar Sporen, Schimmelpilze und Pilze sammeln, um eure EP zu erhöhen. Die sind allerdings eher für erfahrene Geisterjäger gedacht, die schon ein paar Spukerlebnisse auf dem Buckel haben. 

Die Besonderheiten der Geisterjagd wurden für dieses Spiel erweitert. Ein Spuk bedeutet, dass ein einzelner Geist versucht, ein Gebäude einzunehmen und alle darin zu vertreiben. Der Geist kann in allen Stockwerken sein Unwesen treiben, harmlose Menschen erschrecken und das Team angreifen. Um ihn aufzuhalten, müsst ihr herausfinden, wo er auftaucht, diese Orte neutralisieren und dann den Geist aufspüren. 

In jedem Stockwerk erwarten euch drei Rifts, aus denen der Geist auftauchen kann. Sie sehen aus wie leuchtende Löcher in der Luft, sind aber erstmal in Artefakten versteckt, die ihr im Chaos jedes Stockwerks erst ausfindig machen müsst. Um diese Rifts aufzuspüren, habt ihr ein PKE-Meter. Das kleine Gerät reagiert auf Geisteraktivitäten und führt euch in die ungefähre Nähe des Rifts. Der Rest ist übliche Geisterjagd: Sobald ihr mit eurem Protonenpack zielt und losschießt, ist das für das Rift den Anfang vom Ende. 


Ghostbusters Hands On Launch Hunt
Die Geister werden alles daran setzen, die Rifts zu beschützen (sie können sie bewegen oder sogar sprengen, um ihre Spuk-Punktzahl erheblich zu erhöhen) – und hier fängt der Spaß erst richtig an. Vollbewegliche Dünste in eine Falle zu ziehen, erfordert gut koordiniertes Teamwork. Die erste Person, die den Geist trifft und damit einfängt, zieht ihn in die gewünschte Richtung, alle weiteren Treffer der anderen Geisterjäger verleihen der Leine zusätzliche Zugkraft. Und dabei habt ihr nicht nur mit den Bewegungen und Angriffe des Geistes zu kämpfen – ihr müsst gleichzeitig auch auf die Temperatur eurer Protonenpacks achten. Sie überhitzen sich schnell und müssen dann gelüftet werden, was die Fesselung unterbricht. Allein eine Falle an der richtigen Stelle zu platzieren, kann sich als schwierig erweisen, da die Geister kreuz und quer über den Boden flitzen. Ein Trick des Teams bestand darin, den Geist mit allen verfügbaren Fallen zu umzingeln, um die Chancen zu erhöhen, ihn schließlich in eine davon zu saugen.  

Im Prinzip eine gute Idee, aber genau wie in den Filmen, gibt es Momente, in denen sich das Team aufteilt. Geisterjagd ist eine anstrengende Arbeit, bei der das Team nicht umhin kommt, einzeln auszuschwärmen: Ihr müsst Rifts suchen, verängstigte Bürger beruhigen, ständig nach Pilzen Ausschau halten – das alles nimmt Zeit in Anspruch und lenkt eure Aufmerksamkeit von den untoten Schwebenden ab. Sogar beim Spiel mit den Entwicklern, die eigentlich ein eingeschworenes Expertenteam sind, wurde das Team immer wieder auseinandergerissen. Wir waren gerade dabei, in einem verspukten Hotel oder Brauhaus Rifts aufzuspüren, als vom anderen Ende der Etage der Lärm von chaotischem Kampfgetümmel herübertönte, weil jemand in einem Nebenflur im Stil von Venkman vollgeschleimt wurde. Und schlimmer noch: Einer von uns war für diesen „Schleimassel“ verantwortlich. 

Richtig gelesen! Die Jäger werden die … Gejagten? Dank Tobins Geisterführer und der lockeren Arbeitsdisziplin von Ray Stantz können Spieler das Geisterreich betreten und in einem asymmetrischen Kampf zwischen den Teams selber herumgeistern. Vier gegen einen klingt zwar nicht fair, doch Geister haben viele lustige Tricks im Ärmel, um die Chancen gerechter zu verteilen. 


Ghostbusters Hands On Launch Slimed
Sie können überall hin – vom Boden bis zum Dachgebälk schwebend, sich durch Geisterpassagen von einem Stockwerk zum andern teleportierend, bewegen sie sich mit einer Freiheit, von der die Geisterjäger nur träumen können. Außerdem können sie so ziemlich jedes Objekt betreten und Gegenstände beherrschen, um sich zu verstecken, Energie aufzuladen und Menschen zu erschrecken. Wenn man vor einem Eimer und Mopp auf der Flucht ist, erhöht das zweifelsfrei den Gruselfaktor. 

Dieses Besetzen von Gegenständen hat seinen eigenen Reiz – auch größere Gegenstände, wie Verkaufsautomaten, können übernommen werden. Solltet ihr gerade von einem schleimbedeckten, rachedurstigen Geisterjäger verfolgt werden, könnt ihr in einen hineinspringen, ihn in die Mitte eines Korridors bewegen und dann herausspringen, um euch ein paar zusätzliche Fluchtsekunden zu verschaffen. 

Aggressivere Gespenster können die Geisterjäger auch direkt angreifen. Jeder Geist verfügt über eine Reihe von Angriffen. Als wir als Ectoplast, ein Cousin ersten Grades des klassischen Slimer, spielten, standen uns drei direkte Schleimangriffe zur Auswahl. Einfaches Schleimen macht die Menschen sehr klebrig und bremst sie. Manchmal bleiben sie sogar völlig kleben, bis sie sich irgendwie sauberwischen können. Dann gibt es kleine Slimer-Helfer, die erzeugt werden können, um die Angriffe auf sich zu lenken. Und schließlich ist da noch der Slimenado, der alles in seiner Umgebung – genau! – in Schleim hüllt. Außerdem erwarten euch kleine, aber feine Tricks, wie Protonenpacks zu sabotieren oder aufgestellte Fallen einfach zu stehlen. 

Es erinnert etwas an ein aggressives Versteckspiel. Ihr werdet immer gefunden, denn die tollen Ortungsgeräte bedeuten, dass ihr ständig gejagt werdet. Zum Glück müssen die Jäger noch andere Aufgaben erledigen. Es gibt nichts Schöneres, als einen Geisterjäger einzuschleimen, der gerade versucht, einen nervösen Bürger zu beruhigen. 


Ghostbusters Hands On Launch Slime
Jede Aktivität verbraucht Energie, die ihr immer im Auge behalten müsst, damit sie nie zu knapp wird. Es ist ein kontrolliertes Chaos, in dem ihr eure Flucht oft hart erkämpfen müsst. Wenn ihr geschnappt und langsam in eine Falle gesaugt werdet, scheint das Ende nahe, aber wenn ihr noch eine aufgeladene Fähigkeit parat habt, ist es gut möglich, dass euch die Geisterjäger in die perfekte Position ziehen, damit ihr sie im richtigen Moment vollschleimen könnt. Die Jagd auf die Jäger ist eine der Überraschungen in Ghostbusters: Spirits Unleashed. Wer weiß? Vielleicht habt ihr immer davon geträumt, ein Ghostbuster zu werden, und stellt plötzlich fest, dass eure wahre Berufung ist, ein Slimer zu sein. 

Ghostbusters: Spirits Unleashed ist jetzt im Epic Games Store verfügbar.