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Anspielbericht von Killing Floor 3: Eine furchteinflößende Evolution der Monster der Reihe
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Francisco Dominguez
Als ich auf der gamescom 2024 bei der Vorschau von Killing Floor 3 das Lieblingskommando der Fans, Mr. Foster, spielte und zum ersten Mal auf eine Sirene traf, war sofort klar, dass dieses Mal etwas anders ist. Zum einen kann sie sich mühelos 15 Meter fallen lassen, damit sie direkt vor mir steht, anstatt sich vom anderen Ende der Karte zu mir schleppen zu müssen. Zum anderen kann sie ihren Hals grotesk lang strecken, was einen unbekannten Angriff ankündigt. Es ist offensichtlich, dass ich es nicht mit dem alten Killing Floor zu tun habe, an das ich mich erinnern kann.
Nachdem mich der Creative Director von Killing Floor 3, Bryan Wynia, durch eine Solo-Mission auf einer Karte, die Area 51 nachempfunden und auf der etwas völlig aus dem Ruder gelaufen ist, geführt hat, erläutert er vergnügt, wie Tripwire Interactive die Spieler schockieren, mit Erwartungen aufräumen und Panik verursachen will. Dazu griff das Studio auf die Ursprünge der Reihe als Total-Conversion-Mod für Unreal Tournament 2004 zurück und warb viele der besten Kartenmacher und Modder von Killing Floor 2 an, die ihr bemerkenswertes Talent, Spielern auf kreative neue Arten das Fürchten zu lehren, bewiesen haben.
„Wir versuchen stark, auf Action-Horror zu setzen“, sagte Wynia und fügte hinzu, dass er stolz darauf sei, wie viele Spieler auf der gamescom sie schon mit den organischen Schockmomenten erschrecken konnten. „Für Killing Floor 3 arbeiten wir an verbesserten Zeds. Einfach gesagt stehen den Zeds jetzt mehr Arten offen, euch zu töten, und es ist einfacher für sie, sich in der Welt zurechtzufinden.“
Mit ihren schnellen Bewegungen auf allen Vieren (obwohl sie dank der abartigen Experimente von Horzine Biotech über viele weitere Gliedmaßen verfügen) haben Crawler-Schwärme Spieler von Killing Floor schon mehr als 15 Jahre lang verunsichert. Jetzt kommen sie auch von Wänden und Decken. Husks können fliegen und schießen ihre Feuerkanone aus günstiger Position in der Luft ab. Und der Scrake – vielleicht der stärkste Zed aus vorherigen Spielen, der kein Boss ist – kann euch nun packen und euch in die Horde ziehen, wenn seine allseits bekannte Kettensäge nicht reicht.

Nirgendwo könnt ihr euch in Sicherheit wiegen. Ich selbst schaue nicht nur auf den Horizont der Karte, sondern blicke immer wieder panisch nach oben, in Richtung der Decke und jeder entfernten günstigen Stellung, die ich sehen kann. Diese Änderungen sind so fordernd wie ungewohnt.
Als ich von Gorefasts mit Stacheln angegriffen wurde, merke ich, dass mir ein Gegner, den ich einst ganz schnell beseitigen konnte, jetzt Probleme bereitet. Zuvor konnte man einen Angriff provozieren und sich dann bequem in Sicherheit bringen, während der Gegner ins Nichts stach. Jetzt muss man eine der vielen neuen Bewegungsmechaniken meistern: einen gut abgepassten Schritt zur Seite, damit man nicht aufgespießt wird. Neben neuen Bewegungsarten, wie Klettern, Sprinten und Seilrutschen könnt ihr euch auf zusätzliche Arten von der neuerlichen Präzision der Zeds entfernen.
Das ist nur eine Art, auf die Tripwire versucht, Nightfall, den Rebellen, denen die Spieler bei ihrem aussichtlosen Kampf gegen die Armee von Horzine Biotech helfen, eine faire Chance zu verschaffen. Wynia erklärt, dass Flexibilität in Bezug auf Spielarten über allem steht, um endlose Wiederspielbarkeit zu erreichen.
„Wenn wir die Zeds tödlicher machen, müssen wir den Spielern auch mehr Werkzeuge und Gegenstände geben, um sie zu bekämpfen: die Möglichkeit, Gadgets einzusetzen, die Möglichkeit, Werkzeuge einzusetzen, Waffenmodifikationen für die Spieler sowie die Option, manche Waffen ohne Vorteile einzusetzen.“ („Vorteile“ sind die Charakterklassen von Killing Floor.)
Diese Werkzeuge machen beim Spielen Spaß und sind effektiv. Mit Schockfallen (shock traps) kann ich Zeds an Engstellen durch Stromschläge verlangsamen. Einer der Favoriten von Wynia ist der Drohnenschütze (drone gunner), der alles vor euch mit überwältigender Feuerkraft niedermäht.

Endlose Wiederspielbarkeit erfordert endlose Optionen, die hier durch ein neues Waffenmodifikationssystem geboten werden, das die Waffen-Upgrades der vorherigen Spiele unheimlich auszubauen scheint. Jede Welle endet mit der Gelegenheit, zufällig generierte Varianten meiner aktuellen Ausrüstung mit Modifikationen kaufen, was Grundwerte verändert oder sogar Waffen in etwas völlig Neues verwandelt. Durch einen Kauf wurde mein Sturmgewehr in ein Einzelschuss-Präzisionsgewehr mit Laseroptik verwandelt, das ich durch eine Seitenwaffen-Maschinenpistole mit Säuremunition ergänzte.
Dieses System wird mit jedem sich verzweigenden Fertigkeitenbaum, den die Spieler mit der Zeit mit höheren Stufen von Vorteilen freischalten, nur noch komplexer. Wynia zeigte ein paar von Mr. Foster: die Fertigkeit Hitzkopf (Hothead), durch die Kopfschüsse mit einer Wahrscheinlichkeit von 20 % Explosivschaden bei Zeds in der Nähe verursachen, dazu eine Granatenfertigkeit, bei der sich eine in viele Sprengkörper aufteilt, um Mengen effektiver zu kontrollieren.
Killing Floor 3 spielt sich sehr anders als seine Vorgänger. Die Grafik bildet da keine Ausnahme. Natürlich ist die Grafikqualität und das blutige Spektakel besser als je zuvor. Besonders stolz ist das Team auf das dynamische Blutsystem, das Gegner und Karten dauerhaft gruslig anmalt. Doch im Hintergrund gibt es eine größere Änderung. Das Team möchte die Zed-Apokalypse noch düsterer gestalten. Horzine Biotech wird immer mächtiger.
„Killing Floor ist wie ein düsterer Grindhouse-Film. Killing Floor 2 setzt voll auf Scifi-Horror. Und in Killing Floor 3 möchten wir eine dystopische Zukunft zeigen“, so Wynia. Er verspricht darüber hinaus, dass selbst in dieser fernen Zukunft ohne Hoffnung bodenständigere Orte aus der echten Welt kommen werden, so wie die beliebten Karten West London und Farm, mit denen sich die Reihe einen Namen gemacht hat.
Am Ende der Demo hatte ich Hunderte Exemplare beseitigt, und zwar mit einem (wie mir versichert wurde) anständigen Anteil an Kopfschüssen. Ich bin bereit, zahllose Arten zu finden, mit denen ich die Köpfe der Exemplare platzen lassen kann, und mehr der fiesen Schreckmomente zu erleben – sobald Tripwire Interactive mich lässt.
Ihr könnt Killing Floor 3 heute im Epic Games Store auf eure Wunschliste setzen.