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Splitgate 2 angetestet: Eine Liebeserklärung an die Arena-Shooter von einst
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Tom Regan
Die hektische Alpha von Splitgate 2 von 1047 Games bedient sich bei klassischen Arena-Shootern wie Unreal Tournament und setzt nahtlos da an, wo die Originalversion aus dem Jahr 2019 endete. Der erfrischend traditionelle Ansatz von Splitgate mit seinen Schussgefechten zwischen Portalsprüngen sorgte online schnell für Furore und bot vielen Fans den ursprünglichen Arena-Shooter, nach dem sie sich gesehnt hatten. Mitentwickler Ian Proulx zufolge entstand die Idee für das Spiel während seines Studiums in Stanford. „Ich vermisste die Halo-LAN-Partys und wollte die Art von klassischem Ego-Shooter entwickeln, nach der ich mich seit damals gesehnt hatte.“
Er bündelte die chaotische Atmosphäre älterer Shooter, verpackte sie in brillante HD-Grafik und schuf einen Prototyp zum eigenen Vergnügen. „Ich habe mir nicht viel dabei gedacht, bis ich es irgendwann mit einem Freund fünf Stunden lang spielte.“
Es stellte sich heraus, dass es überall Begeisterung auslöste. Splitgate wurde zum viralen Hit und das ursprüngliche Stanford-Projekt fand ein riesiges Publikum. Heute, drei Jahre später, erzählt uns Proulx zufrieden, dass er geschafft hat, was er eigentlich schon für das erste Splitgate anvisiert hatte. „Beim ersten Spiel waren wir wegen der Teamgröße definitiv eingeschränkt, aber mit Splitgate 2 ist mir mein Traumspiel gelungen.“
In der geschlossenen Alpha von Splitgate 2 bin ich überrascht, wie prompt das Spiel sein Versprechen einlöst. Anders als viele modernen Shooter überspringt Splitgate 2 lange Tutorials und ausgedehnte Kartenerkundung und serviert umgehend eine Arena und maximales Gemetzel für acht Spieler. Während sich der Vorgänger vor allem durch „Jeder-gegen-jeden“-Deathmatches auszeichnete, setzt diese verfeinerte Fortsetzung auf teambasierte Modi und putscht das moderne FPS-Erlebnis mit dem hektischen Gemetzel der alten Shooter auf.

In dieser Version ist euer Charakter deutlich beweglicher. Angenehmerweise ist der Jetpack-Doppelsprung wieder mit dabei, wenn ihr zwischen den Zielen hin- und herflitzt, euch duckt und dem Laserfeuer ausweicht, aber das Sahnehäubchen auf der Frag-Torte ist die neue Rutschmechanik, die es geschickten Spielern ermöglicht, in ein Portal zu schlittern, um auf der anderen Seite über nichtsahnende Gegner herzufallen. Auch die Karten sind hier kleiner und zwingen die Teams bereits früh zur Konfrontation.
Die Alpha hate zwei neue Spielmodi zu bieten: Hotzone und Team-Deathmatch. Hotzone ist eine interessante Version des klassischen „King of the Hill“-Modus. Der Fortschritt bei der Eroberung des Ziels wird nicht individuell gemessen, sondern von beiden Teams geteilt, sodass ihr auch in der letzten Minute noch zuschlagen und die Hoffnungen des Gegners zunichte machen könnt. Team-Deathmatch ist im Großen und Ganzen das, was man erwarten würde, und beide Modi boten mir in den über vier Stunden des Spieltests reichlich chaotisches Frag-Vergnügen.
Dieses Mal kommt eine neue taktische Ebene hinzu – die Spielerklassen. Manch einer könnte befürchten, dass diese Art von Komplexität der überzeugenden Einfachheit von Splitgate abträglich ist, aber ich war von diesen neuen Elementen angenehm überrascht. Während ich mich in den schillernden Sci-fi-Arenen von Splitgate 2 in Team-Deathmatches stürzte, lernte ich die Besonderheiten der verschiedenen Klassen zu schätzen.
Aeros ist die Klasse für Raser – ihr könnt mit atemberaubender Geschwindigkeit über die Karte flitzen und mindestens so cool wie Loki die Portale abschalten. Meridian ist die erste Wahl für Taktiker. Ihr könnt Gegner durch Wände hindurch erkennen, habt eine Heilgranate und die Macht, die Zeit flächenwirkend zu verlangsamen. Und schließlich ist da noch der klassische Schläger Sabrask, der Mauern errichten kann, durch die nur er schießen kann, während er mit einer gut platzierten Haftgranate den Gegner daran hindert, die Portale zu benutzen.
Eure Fähigkeiten haben ganz bewusst kurze Abklingzeiten, damit ihr eure Kräfte in jeder Runde möglichst ausgiebig verwenden könnt. Ihr gleitet und fliegt zwar genau wie bisher durch die Gegend, aber die neuen Klassen und ihre anpassbaren Ausrüstungen bieten eine speziellere Herangehensweise an die Partien als im Vorgänger.

In Splitgate 2 geht es jedoch nicht nur darum, alles auf modern zu trimmen. Als liebevolle Anspielung auf die Arena-Shooter von damals sind auf jeder Karte irgendwo zwei verlockende Powerwaffen versteckt. Von einem Raketenwerfer, der mehrere Geschosse gleichzeitig abfeuert, bis hin zu einem Sturmgewehr, das ihr in zwei einzelne Waffen zerlegen könnt, um beidhändig zu schießen, bereichern diese chaotischen Drops jedes Match um einen netten Überraschungsfaktor.
Splitgate 2 verzichtet auf die automatische Zielkorrektur, die fast alle modernen Shootern in ihren Visiermodus integriert haben, und ersetzt sie durch ein Zoom, das die Schießereien noch hektischer und wilder macht. Außerdem könnt ihr jetzt gegnerische Portale umprogrammieren und so die praktischen Abkürzungen eurer ahnungslosen Widersacher sabotieren.
Nach meiner kurzen Spielerfahrung zu urteilen, verspricht Splitgate 2 eine weitere Hommage an die fesselnden Arena-Shooter der 1990er und 2000er Jahre. Möglicherweise war die Schlichtheit von Splitgate seiner Lebensdauer abträglich, aber bereits in diesem frühen Stadium lässt die clevere Weiterentwicklung dieser Erfolgsformel in Splitgate 2 vermuten, dass dieser Shooter die Spieler lange mit Fragging-Spaß unterhalten wird.
Wollt ihr selbst hemmungslos durch Portale fraggen? Kauft Splitgate 2 jetzt im Epic Games Store vorab.