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In Heart of the Machine könnt ihr als fühlende KI die Welt retten (oder zerstören)

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Aron Garst
4. Feb. 2025

In dem von Arcen Games entwickelten Heart of the Machine wird eine Gesellschaft gezeigt, die sowohl unfassbar böse als auch gnadenlos kompetent ist – eine alternative Version unserer Gesellschaft, verzerrt durch große Not. Der dritte Weltkrieg, Cyber-Kriege zwischen Großkonzernen und eine Massenflucht von Menschen auf andere Planeten sind nur drei Punkte auf einem Zeitstrahl voller Tragödien, Ungleichheit und Angst.

„Ich musste die böseste Gesellschaft erschaffen, die ich mir vorstellen konnte“, erklärt Chris McElligott Park, Lead Designer bei und Gründer von Arcen Games. „Man könnte ein Atomkraftwerk in die Luft jagen – etwas, das einen großen Teil der Stadt zerstören und hunderttausende Leute töten würde – und die einzige Reaktion seitens dieser Gesellschaft wäre der Satz ‚Wir werden das untersuchen’.“

Heart of the Machine gibt euch die Kontrolle über eine fühlende KI, die sich im mechanischen Körper eines Droiden durch die Welt bewegt. In diesem 4X-Strategiespiel setzt ihr auf Mord und taktische Sabotage, um euch ein eigenes Imperium aufzubauen – und habt dabei ein enormes Maß an Entscheidungsfreiheit.

Das oberste Ziel dabei (zumindest laut Park)? Einen Zweck finden.

„Angesichts dessen, wie man in verschiedene Positionen versetzt wird, kommt es im Grunde genommen auf einen selbst als Person an. Vielleicht hat man beschlossen, dass man alle Menschen töten will. Oder vielleicht will man die perfekte Gesellschaft erschaffen“, sagt Park. „Aber das ist wirklich schwierig und deshalb sehen wir meistens Leute, die einfach nur alle umbringen. Das ist einfacher.“

Heart of the Machine ist eine Art Genre-Schmelztiegel. Es bietet die taktischen Kämpfe von XCOM, den strategischen Anspruch der Civilization-Reihe und einige der Management-Mechaniken von Cities: Skylines. Kurz gesagt: Es das ultimative Strategiespiel für Science-Fiction-Fans, aber nur für jene, die sich aufrichtig davor fürchten, was in Zukunft aus KI werden könnte.
Heart Of The Machine – 1
Im echten Leben haben wir noch nichts, was dieser künstlichen allgemeinen Intelligenz gleichkommt – einer KI, die die kognitiven Fähigkeiten von Menschen kopiert –, aber wir wissen, dass die KI in Heart of the Machine ein Bewusstsein hat. Warum?

„Wir wissen, dass sie ein Bewusstsein hat, weil der Spieler in ihre Rolle schlüpft“, sagt Park. Egal, welche Entscheidungen ihr trefft und wie ihr handelt, ihr habt die Werkzeuge und Fähigkeiten, die eine uneingeschränkte KI hätte, die eine virtuelle Billard-Partie gegen einen Menschen spielt.

„Meistens wird KI in Spielen wie eine Art Zaubershow verwendet. Sie erschafft eine Welt, die auf glaubwürdige Weise auf den Spieler reagiert“, erklärt Park. „In Videospielen bestehen die KI-Agenten aus vollständigen Informationen. Es gibt keinen Grund, warum die KI in einem virtuellen Billard-Spiel nicht alle Kugeln versenken sollte.“

Der KI-Charakter, den ihr in Heart of the Machine spielt, ist gottgleich. Wenn ihr etwas tun wollt – zum Beispiel eine Armee aus roboterhaften Velociraptoren auf ein paar hochrangige Führungskräfte hetzen –, dann könnt ihr das wahrscheinlich auch. Es ist nicht einfach, Strategien gegen Konzerne zu entwerfen, die sich schon seit Jahren im Krieg befinden, aber Heart of the Machine gibt euch ein Werkzeug, das die KI sogar noch mächtiger macht.

„In diesem Spiel kann man durch die Zeit reisen. Man kann Ereignisse wie Ermordungen verhindern, wodurch die Folgen dieser Ereignisse nicht eintreten“, sagt Park. „Man kann allerdings nicht wirklich in der Zeit zurückreisen; man kann nur in die Zukunft reisen. Man kann Informationen in die Vergangenheit schicken – Notizen, die einem dabei helfen, wichtige Entscheidungen zu treffen, durch die sich die Richtung der von einem selbst bevorzugten Zeitlinie ändert.“
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Wie verschiedene Spieldurchläufe in einem Roguelike oder verschiedene Speicherstände in einem traditionellen RPG bietet euch Heart of the Machine reichlich Möglichkeiten, euren Kurs zu ändern und eure größten von KI inspirierten Träume und Albträume wahr werden zu lassen.

Heart of the Machine nutzt diese Mechanik, um den Kreislauf des Kämpfens, Sterbens und erneuten Kämpfens in Dark Souls und Elden Ring nachzuahmen. Es gibt weder eine Niederlage-Bedingung noch einen „Game over“-Bildschirm. Wenn ihr in einer Zeitlinie sterbt, wacht ihr in einer anderen wieder auf, wobei der traumatische Tod, den ihr gerade gestorben seid, in eurem Bewusstsein noch sehr präsent ist. Ihr könnt eure Reise schwieriger gestalten, indem ihr die Anzahl der verfügbaren Runden reduziert, aber die Zeit wird trotzdem fast immer auf eurer Seite sein.

„In gewisser Weise ist es das größte Zeitschleifenspiel der Welt“, so Park. „Man kann nicht verlieren – was aber nicht bedeutet, dass man gewinnen wird.“

Heart of the Machine ist jetzt im Epic Games Store verfügbar.