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33 Immortals zeigt, wie ein Roguelike-Spieldurchlauf mit 33 Spielern aussieht

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Charlie Wacholz
14. Jan. 2025

Von außen betrachtet ist 33 Immortals fast unfassbar schwer zu verstehen. Thunder Lotus gibt bekannt, dass im kommenden Dungeon-Crawler-Roguelike 33 Spieler pro Spieldurchlauf spielen können – nomen est omen! Ganze 33 Spieler! Wie muss man sich ein Roguelike mit 33 Spielern überhaupt vorstellen? Das ist gar nicht so einfach, vor allem, da Genre-Urgesteine wie The Binding of Isaac, Hades oder Enter The Gungeon ihre fesselnden Wiederholungen zum Teil dadurch erreichen, dass der Schwierigkeitsgrad auf ein oder zwei Spieler ausgelegt ist.

Ein Top-Down-Hack-and-Slash-Roguelike, bei dem der Erfolg davon abhängt, so viele Leute zur Zusammenarbeit zu bewegen, wirft einige Fragen in Bezug auf Balance, Gameplay, Tempo und Kommunikation auf. Ich habe vor Kurzem mit Creative Director Stephan Logier über diese ungewöhnliche Vereinigung, die Inspiration des Teams für 33 Immortals und darüber gesprochen, wie ein Spieldurchlauf eigentlich aussieht.

33 Immortals ist ein faszinierender Hybrid aus Roguelike und MMO. Es gibt zwar keine Gilden, denen man sich anschließen kann, oder ausgeklügelte soziale oder wirtschaftliche Systeme, wie man es von einem traditionellen MMORPG erwarten würde, aber das Spiel bringt einige der beliebtesten Teile des Genres in eine leichter verdauliche Form, indem es Teamwork fördert und belohnt.

„Die Überraschung und Unberechenbarkeit von Roguelikes haben mich inspiriert“, sagte Logier mit Verweis auf Spiele wie Hades. Dann fuhr er fort und sprach die sozialen Aspekte an, die entstehen, wenn sich Fremde zusammentun, um gegen riesige Bosse zu kämpfen, wie es etwa in World of Warcraft und FINAL FANTASY XIV der Fall ist. „Die Größe und die Bandbreite der Erlebnisse, die einen erwarten, haben mich einfach verblüfft.“

Wie ein Roguelike mit 33 Spielern aussieht

Bevor ihr in 33 Immortals das Ewige Tor („Eternal Gate“) durchschreitet, eine riesige, golden leuchtende Tür, die sich in der Hub-Welt befindet, müsst ihr eine Waffe auswählen. Hier stehen alle Optionen offen, die man aus Fantasy-Spielen gewohnt ist – Pfeil und Bogen, Schwerter, Zauberstab. Jede Waffe hat eine eigene Gemeinschaftsfertigkeit (dazu später mehr).

Sobald ihr euch ausgerüstet habt, geht ihr durch das Portal und wählt zwischen den Welten Inferno und Purgatorio (Paradiso soll nach Ende des Early Access verfügbar sein). Dann kommt ihr in eine Lobby und werdet mit den anderen Unsterblichen („Immortals“) in eine zufällig ausgewählte Welt versetzt. (Es gibt zwar 33 Spieler in Inferno, doch nur 22 in Purgatorio und 11 in Paradiso.) Wenn ihr möchtet, könnt ihr mit bis zu drei anderen Freunden einen Trupp bilden, was ihr aber nicht müsst, denn ihr spawnt immer in der Nähe einer Handvoll anderer Spieler. Sobald sich eure zufällig zugewiesene Kohorte zurechtgefunden hat, nehmt ihr es mit den Armeen des Himmels auf, die versuchen, eure Rebellion gegen das Göttliche zu zerschlagen.
33 Immortals 3
Nachdem ihr euch durch ein paar Gegner gemetzelt habt, landet ihr wahrscheinlich in der Nähe einer Folterkammer („Torture Chamber“). Folterkammern könnt ihr euch wie die Herausforderungsräume in Hades vorstellen, in denen ihr Risiko gegen Belohnungen abwägen müsst. Hier nehmt ihr es mit einer Gegnerhorde auf, um hoffentlich einen hilfreichen Preis zu ergattern. In 33 Immortals ist das ein Relikt, das eure Werte verbessert oder euch eine Stärkung oder einen Bonus verleiht.

Ihr könnt es auch alleine angehen, was allerdings keine gute Idee wäre. Ihr müsst mit euren Mit-Unsterblichen zusammenarbeiten, um die Folterkammern zu bestehen. Pingt die Tür der Kammer an, damit sich Freunde über die Weltkarte an eure Position teleportieren und euch bei der Herausforderung helfen können. Doch selbst, wenn ihr zusammenarbeitet, ist der Erfolg nicht garantiert. Vielleicht fallt ihr sogar alle euren Gegnern zum Opfer.

Falls (eher wenn) das passiert, werdet ihr in die Hub-Welt zurückgeschickt, in der ihr begonnen habt. Im Hub könnt ihr mit Dante sprechen, der euch hilft, dauerhafte Verbesserungen und Stärkungen freizuschalten, oder mit Beatrice, die euch vier Waffen anbietet: das Gerechtigkeitsschwert („Justice Sword“), den Hoffnungsbogen („Hope Bow“), die Habgierdolche („Greed Daggers“) sowie den Trägheitsstab („Sloth Staff“).

„Die Unmittelbarkeit und Dringlichkeit eines endgültigen Todes sorgen für eine angespannte, interessante Dynamik,“ sagte Logier, „aber man stirbt nicht sofort endgültig“. Einmal pro Runde kann euer Körper zerstört werden, doch eure Seele überlebt. Dadurch wird ein Countdown von 30 Sekunden ausgelöst, in dem ihr als ungebundene Seele umherwandern könnt, um nach jemandem zu suchen, der euch wiederbelebt.

Habt ihr Glück, belebt euch vielleicht ein Verbündeter schweißtreibend kurz vor Ablauf der 30 Sekunden wieder. Solche Momente beschreibt Logier als „Momente epischer Zusammenarbeit“, d. h. das Gameplay, das sich durch die Zusammenarbeit in Mehrspieler-Erlebnissen, wie einem MMO-Raubzug, ergibt.
33 Immortals – Purgatorio 1
Seid ihr wieder auf den Beinen, meistert ihr mit euren Mit-Unsterblichen die Folterkammern, indem ihr die Gemeinschaftsfertigkeit eures Bogens nutzt. Mit dem Bogen könnt ihr nämlich drei Runen auf den Boden legen. Ist jeder Knoten im Dreieck gefüllt, verschießt ihr drei einen mächtigen Pfeilhagel in die Richtung, in die das Dreieck zeigt. Dabei werden Gegner zurückgestoßen. Jede Waffe in 33 Immortals verfügt über eine andere Macht, aber sie alle weisen den Einfluss von MMO-Raubzügen auf, die hier im Spiel sind, und stellen Teamwork über individuelle Stärke.

In 33 Immortals ist Teamarbeit das A und O. Es gibt sogar einen Empathie-Wert (der die Koop-Fertigkeit jeder Waffe stärkt) sowie eine Mechanik namens Gemeinschaftsschlag („Co-Strike“), die eure Chancen auf einen kritischen Treffer erhöht, wenn ihr und ein Verbündeter gleichzeitig einen Feind angreift.

Logier wies wiederholt darauf hin, wie wichtig Zusammenarbeit ist: „Es gibt eine Menge Spieler, daher kann ein Spieler allein das Spiel nicht durchspielen“, was er jedoch später relativierte: „Es ist sehr schwierig – nicht unmöglich –, aber sehr, sehr schwierig, das Spiel allein durchzuspielen.“ Es ist realistischer, ein besonders starkes Mitglied eurer 33-köpfigen Kohorte zu werden, wenn ihr Glück bei der Beute habt, klug in Metagame-Fortschritt investiert und einen starken Build habt. Aber auch dann ist es gefährlich, alleine loszuziehen. Es ist immer besser, in einer Gruppe zu bleiben.

Und ihr müsst euch auch keine Sorgen machen, dass Koop-Spielverderber, wie etwa geteilte Beute, den Fortschritt eures Teams behindern. Sämtliche Beute, die ihr erhaltet, wenn ihr einen Gegner besiegt oder eine Folterkammer abschließt, wird lokal vergeben, was auf clevere Weise zweierlei bewirkt. So müsst ihr einerseits selbsterklärend eure hart verdiente Beute nicht teilen, andererseits führt das auch dazu, dass jede Person in eurer Gruppe in einem Spieldurchgang ein anderes Erlebnis hat, wodurch Spieler ihren eigenen Build aufbauen und nach ihrem Gutdünken nach Erfolg streben können.

Während eure Gruppe weiter erkundet und ihr euch bei Bedarf wiederbelebt und gegenseitig helft, findet ihr weitere hilfreiche Aufgaben, die ihr erfüllen könnt. Vielleicht kämpft ihr gegen einen Mini-Boss, der eine Truhe bewacht, oder findet einen Altar, der eurer Gruppe eine nützliche Stärkung verleiht.
33 Immortals 1
Aber nehmt euch vor dem Zorn Gottes in Acht. Dieses Ereignis geschieht sporadisch in 33 Immortals, wenn Gott eure Rebellion gegen sein Jüngstes Gericht bemerkt. Es manifestiert sich in allerlei tödlichen Formen, die darauf abzielen, eure Gruppen auseinanderzureißen und eure Reihen auszudünnen.

Habt ihr beispielsweise genügend Folterkammern abgeschlossen, rücken die Wände immer näher an eure Heldengruppe heran. Heiliges Feuer, das wie ein Sturm fegt, zwingt alle dazu, an eine kleine Stelle in der Mitte der Karte zu eilen. Dort stellt ihr euch der bisher härtesten Herausforderung: einem Aufstiegskampf („Ascension Battle“). Davon gibt es drei in Inferno, zwei in Purgatorio und einen in Paradiso. Alle noch lebenden Unsterblichen müssen sich hier zusammentun, um auf engem Raum eine Reihe starker Gegner zu besiegen, bevor sie zum Boss des Spieldurchlaufs weiterziehen können.

Wie ihr euch vielleicht schon denken könnt, stellen die Bosse in 33 Immortals auch eure Fähigkeit zur Zusammenarbeit und Improvisation mit einer Handvoll Fremder auf die Probe. Während ihr den großen Flächenangriffen des Bosses ausweicht, müsst ihr euch gegenseitig heilen, stärken und gemeinsam angreifen. Mit der richtigen Kombination aus Teamarbeit und Können schafft ihr es vielleicht sogar, ihn zu besiegen.

Besiegt ihr einen Boss, könnt ihr damit bestimmte Aufgaben abschließen und erhaltet Währungen, mit denen ihr neue Waffen, Outfits, Fertigkeiten und mehr freischalten könnt. Und aus dem Dunklen Wald („Dark Woods“) mit einem neuen Ansatz wieder zurück ins Spiel zu springen, geht einfach und schnell. Logier nannte diese Designphilosophie „reinspringen und losplündern“. Sie soll Probleme bei der Spielersuche verhindern, die entstehen können, wenn 33 Spieler gleichzeitig ein Match beginnen, und soll einigen Ballast abwerfen, der Raubzüge bei traditionellen MMOs verlangsamt.
33 Immortals – Adam und Eva – großer Angriff
„Wir wollen Spielergeschichten erstellen“, sagte Logier. „Es sind diese epischen Momente, wenn jemand alle rettet oder wir – gemeinsam – etwas erreichen, das eine Person alleine niemals schaffen könnte, wenn sie keine Koop-Mächte einsetzt und gemeinsam an der Seite von anderen kämpft.“

Der nächste Betatest von 33 Immortals beginnt am 28. Januar im Epic Games Store, falls ihr selbst reinspringen und die Koop-Hack-and-Slash-Action ausprobieren möchtet. Bei Thunder Lotus Games könnt ihr euch für weitere Informationen anmelden.