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Inside Dead Space #2: Der neue Nekromorph-Albtraum

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Electronic Arts
14. Okt. 2022

Als das ursprüngliche Dead Space™ die Spieler auf der ganzen Welt mit Albträumen beglückte, wurde es im Handumdrehen zum Klassiker, und einer der Hauptgründe dafür waren seine unvergesslichen Monster. Die Kritik pries die erbarmungslosen, Furcht einflößenden Nekromorphs und war von der damals neuartigen Gameplay-Mechanik begeistert, einzelne Körperteile anzugreifen und abzutrennen. 

Die Veröffentlichung des von Motive™ entwickelten Remakes von Dead Space rückt näher und wir haben mit unseren Entwicklern gesprochen, um zu erfahren, was sie getan haben, um die Nekromorphs in der neuen Version noch grauenerregender zu machen.
 

ERSCHRECKEND UND DOCH VERTRAUT

Doch zuallererst haben wir gefragt, was die Nekromorphs eigentlich so unvergesslich macht. Nate Burnett, Technical Animation Director sagt dazu: „Ich glaube, was sie von anderen Monstern abhebt, ist, dass sie irgendwie vertraut wirken, erkennbar sind. Sie sehen aus wie entstellte, neu zusammengesetzte Menschen, deshalb wirkt ihre Anatomie plausibel.“

„Ja, sie waren ja ursprünglich auch menschlich“, ergänzt Lead Character Artist Sam Compain-Eglin. „Man kann menschliche Körperpartien ausmachen. Einige sind nur leicht entstellt, zum Beispiel die Slasher. Ihre Gliedmaßen wachsen schnell, aber sie sind erkennbar menschlich. Ich glaube, das macht sie unverwechselbar.“

Art Director Mike Yazijian stimmt zu: „Ihr Aussehen erinnert an Body-Horror. Sie wirken auf verstörende Weise vertraut.“

Das Design der Monster wird Fans des Originalspiels natürlich bekannt erscheinen: „Es war uns wichtig, die markante Silhouette und die unverwechselbaren Merkmale der einzelnen Nekromorphs beizubehalten“, sagt Mike. „Wir wollten das allgemeine Erscheinungsbild und das Charakterdesign unverändert lassen, aber gleichzeitig die grafische Qualität verbessern.“
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NEU UND GRAUENERREGEND

Aber vergessen wir nicht, dass es sich um ein Remake handelt – kein bloßes Remaster. Ihr werdet also auch eine Menge neuer, furchterregender Dinge finden, die sich in eure Träume schleichen werden. Da wäre zuallererst das „Peeling“-System: Die Nekromorphs bestehen jetzt aus Fleisch-, Muskel- und Knochenschichten, die sich nach und nach abschälen, wenn die Monster Schaden nehmen, und den Blick auf die jeweils darunterliegenden Schichten freigeben. 

„Wir haben jeden Nekromorph von Grund auf neu modelliert, angefangen beim Skelett“, erzählt Mike. „Wir haben ihre inneren Organe modelliert, ihr Fleisch, ihre Sehnen, die subkutanen Fettschichten und natürlich die Haut. Alle diese Bestandteile können während eines Kampfes stückchenweise ‚abgeschält‘ werden.“

„Wenn man in Spielen auf Feinde schießt, ist die Rückmeldung normalerweise eher beschränkt“, erklärt Gameplay Tech Lead Pierre-Vincent Belisle.  „Wir wollten erreichen, dass man den Nekromorphs ganz ohne Lebensbalken oder Gesundheitspunkte ansieht, wie viel Schaden sie erlitten haben. So können die Spieler am Gegner direkt erkennen: ‚Jetzt muss ich dorthin zielen, denn diese Stelle ist bereits geschwächt.‘“

Das Endergebnis ist prächtig und natürlich grauenvoll, mit erstaunlicher Detailtiefe. Fleisch kann abgeschält und Knochen können gebrochen werden, manchmal baumeln dann einzelne Gliedmaßen leblos herunter. Der Effekt ist beeindruckend, aber das „Peeling“-System dient nicht nur der Atmosphäre des Spiels.

Nate führt aus: „Einerseits bringt es zusätzliche Spieltiefe in das Zerstückelungssystem. Aber gleichzeitig ergänzt es dieses System auf eine Weise, dass andere Waffen, die nicht direkt zum Schneiden geeignet sind, ebenfalls eine große Wirkung haben und genauso viel Spaß machen wie der Plasmaschneider. Ich würde sagen, dass es enorm dazu beiträgt, auch viele andere Elemente des Spiels zu bereichern.“

Die Umsetzung erforderte natürlich eine Menge anatomisches Fachwissen … und teils verstörende Recherchearbeit. „Wir haben eine große Anzahl von Fotos und Videos grausamer Verbrechen und schrecklicher Unfälle zusammengetragen und analysiert“, sagt Mike. „Wir haben eine widerliche Menge grässliche Materialien studiert.“

Doch die Möglichkeit, den Nekromorphs das Fleisch scheibenweise abzuschneiden, ist nicht das einzig Neue an unseren grotesken Freunden. Auch das Zerstückelungssystem hat sein Upgrade erhalten. „Wir wollten eine neue Referenz in Sachen Zerstückelung in Spielen schaffen“ sagt dazu Pierre-Vincent. „Wenn Isaac also einen Gegner zerteilt, dann wird dessen Charaktermodell auch tatsächlich in Stücke geschnitten. Da wird nichts vorgetäuscht.“ Dazu bedurfte es einer Technologie, die dafür sorgt, dass die Nekromorphs ständig mit der Schwerkraft, der Umgebung sowie ihrer eigenen Muskulatur interagieren. „Sie verfügen über ein Skelett mit Muskeln, die sich verformen, wenn etwas auf sie einwirkt“, sagt er. „Wenn man nun einen Nekromorph sieht, der einen Gang entlangläuft und gegen eine Wand stößt, dann wird der Arm nicht durch eine Animation an den Körper gezogen, sondern es ist die physikalische Wirkung der Wand, die gegen den Charakter drückt.“

Und während das Team darauf achtet, dass die Nekromorphs sich so verhalten, wie man es aus dem Original gewohnt ist, hat es auch für wiederkehrende Spieler ein paar Überraschungen auf Lager. „Auf dem Schiff werden Dinge geschehen, etwa Begegnungen, Schreckmomente oder einfach nur Geräuscheffekte, die sich von einem Spieldurchgang zum nächsten oder auch schon von einem Besuch zum anderen unterscheiden werden“, erklärt Pierre-Vincent. 

„Das Ziel war es, ein Erlebnis zu erschaffen, das dem Spielgefühl des Originals gerecht wird“, fügt Realization Director Joel MacMillan hinzu, „aber erfahrene Spieler trotzdem fordern wird.“

RUHE BEWAHREN UND WEITERKÄMPFEN

Man könnte meinen, dass die Begegnungen mit den Nekromorphs jetzt noch grauenhafter als im ursprünglichen Spiel sind. Und so ist es auch. Selbst das Team, das sie erschaffen hat, fürchtet sich davor, manchen Nekromorphs in den dunklen Gängen der Ishimura zu begegnen. 

„Am meisten hasse ich es, den Leapern über den Weg zu laufen“, sagt Nate. „Man verliert einfach zu schnell den Überblick, wo sie gerade sind, vor allem, wenn es mehrere davon in einem Raum gibt. Und dazu sind sie noch ziemlich kräftig. Sie springen mit Leichtigkeit an die Decke und kommen an der Wand neben einem wieder herunter. Das ist der Moment, in dem ich zu größeren Geschützen greife. Dann schieße ich auf alles, was explodieren kann.“

Falls es euch tröstet, denkt daran, dass die Technologie von heute diese Schrecken zwar noch schrecklicher zum Leben erweckt, euch aber auch mehr Werkzeuge bietet, um sie zu vernichten. 

Pierre-Vincent erklärt: „In der Umgebung gibt es nützliche Dinge, mit denen man den Nekromorphs Schaden zufügen und gleichzeitig Munition sparen kann. Und einige der Nekromorphs liefern sogar selbst Waffen: Wenn man einem Slasher eine Klaue abtrennt, kann man sie einfach aufheben und benutzen – sogar gegen denselben Nekromorph. Man schadet ihm also mit seinen eigenen Waffen!“

Nate ergänzt: „Ihr könnt alles nehmen – ein Kasten, eine Kiste, egal was – und auf eine Kreatur werfen, um sie zurückzustoßen. Das verschafft euch eine kurze Verschnaufpause oder die Gelegenheit, nachzuladen. Im Zusammenspiel mit den normalen Waffen kann das eine große Hilfe sein.“

„Achtet aber immer darauf, dass euer Flammenwerfer nie leer ist“, mahnt Joel. „Er ist euer bester Freund, wenn ihr ein paar Swarmern begegnet oder einfach nur Licht braucht!“

Na, fühlt ihr euch schon mutiger?

Wenn Dead Space am 27. Januar 2023 im Epic Games Store erscheint, habt ihr die Gelegenheit, knietief in Nekromorph-Fleisch zu waten.