
Artikel
„John Carpenter's Toxic Commando“ könnte euer nächstes Zombie-Spiel Nummer eins werden
A
Alyssa Mercante
Die einstündige Spielprobe war fast zu knapp, um den gesamten Umfang von Toxic Commando zu erfassen. Das Spiel arbeitet mit der von Saber entwickelten Swarm Engine, die für riesige Gegnerhorden sorgt (die Engine wurde für WWZ entwickelt und kürzlich in Warhammer 40,000: Space Marine 2 eingesetzt). Die Gegner bewegen und verhalten sich wie in einem Schwarm, allerdings können einzelne Individuen ausbrechen und unabhängig von der Gruppe agieren, was für herrliches Chaos sorgt.
Während der Testrunde schritten wir als Vierergruppe zur Tat. Wir waren alle Mitglieder des Toxic Commandos. Diese Gruppe ist der letzte Versuch, die Menschheit zu retten, nachdem ein wissenschaftliches Experiment schiefgelaufen ist und das Land verwüstet hat. Die Mehrheit der Bevölkerung ist nun zu Zombies geworden. Die Commandos sind alle mit dem Virus infiziert, doch der Wissenschaftler, der für dieses Chaos verantwortlich ist, konnte verhindern, dass es sich weiter ausbreitet. Daher verfügen sie über einige wilde Kräfte, mit denen sie beispielsweise Zombie-Nester in die Luft jagen können. Sie sind nicht die geeignetsten Leute für diese Aufgabe, aber sie sind so ziemlich die einzigen, die dafür infrage kommen. Der Humor, die fantastische Musik und die allgemeine Atmosphäre erinnern sehr an John Carpenter.
Ich übernahm die Rolle der Medic. Mit ihrer Fähigkeit kann sie Spieler in ihrer Nähe heilen und sich selbst wiederbeleben, wenn sie zu Boden geht. Sie erweist sich als unschätzbar wertvoll, denn meine Teamkollegen und ich haben schnell begriffen, dass „Toxic Commando“ einen mit einer Vielzahl von Gegnern konfrontiert und meine Heilfähigkeiten das Einzige sind, was uns über Wasser hält.
Toxic Commandos andere Klassen hatten während unserer Spielprobe noch keine eindeutigen Bezeichnungen. Es gab unter anderem einen Ingenieur-Typ, der eine Drohne aussenden konnte. Sie folgte uns und beschoss alle Gegner in Reichweite. Außerdem gab es einen Schild-Typ, der eine Drohne einsetzen konnte, um Projektile abzufeuern und alle Gegner zu attackieren, die in ihre Nähe kamen. Die letzte Klasse scheint auf Schaden spezialisiert zu sein, da sie Feuerbälle schießen und mehr Granaten tragen kann als die anderen.
Wir hatten jedoch kaum Zeit, diese Informationen aufzunehmen, da uns unsere Testrunde mitten in einer großen Karte voller Gegner, Ressourcen und Fahrzeuge entführte. Das war eine von acht Missionen, die mit dem Spiel erscheinen werden. Und ja, in Toxic Commando kann man Fahrzeuge fahren. Das kommt einem auch zugute. Die Fahrzeuge haben unterschiedliche Fähigkeiten. Zum Beispiel verfügt eines über eine Winde, mit der man Vorratskammern aufbrechen oder fahruntüchtige Autos abschleppen kann. Zudem gibt es einen Krankenwagen, der einen AoE-Heilungseffekt erzeugt, um das Team bei Kräften zu halten, wenn es angegriffen wird.
Ich habe schnell erkannt, dass Toxic Commando recht sparsam mit seinen Ressourcen umgeht. Statt jedem Spieler alle Werkzeuge zur Verfügung zu stellen, um eine große Anzahl von Gegnern zu vernichten, wird Wert darauf gelegt, dass die Trupps zusammenarbeiten. Das Spiel verfügt über eine Währung in Form von Ersatzteilen, mit denen man bessere Waffen kaufen und wichtige Gegenstände zur Kontrolle von Gegnerscharen aufrüsten oder reparieren kann. Während des gesamten Spiels habe ich nur ein einziges Ersatzteil erhalten. Damit konnte ich in der späteren Phase der Karte einen stationären Mörser freischalten, während wir eine Kirche vor einer riesigen Horde von Gegnern verteidigten.

Da man Ersatzteile nicht ohne weiteres bekommt, ist man bei Toxic Commando darauf angewiesen, seine Munition geschickt einzuteilen und als Team zusammenzuarbeiten. Die riesige offene Karte steckt voller Gefahren, die einen ausbremsen oder die Gesundheit beeinträchtigen können. Während unserer Spielsession kam es mehrfach vor, dass ein Spieler sich entfernte, um kurz darauf nach Hilfe zu rufen.
Unser Ziel ist es, mehrere „Nester“ der Zombies auf dieser Karte zu finden und zu zerstören. Zu Beginn müssen wir in die äußerste Ecke der Karte, die am weitesten von unserem Spawnpunkt entfernt ist. Auf dem Weg zum ersten Ort gibt es keine Fahrzeuge, also laufen wir zu Fuß und kämpfen unterwegs gegen Zombie-Gruppen. Mein Sturmgewehr und meine Handfeuerwaffe lassen sich beide hervorragend bedienen. Sie sind blitzschnell und reaktionsfreudig, aber dennoch schwer. Mit einem stacheligen Baseballschläger kann man Gegner im Nahkampf erledigen. Das ist genauso ekelhaft und unterhaltsam, wie man es sich vorstellt.
Wir gelangten schnell zum ersten Nest. Da stellte sich mir die Frage, ob das Ganze vielleicht einfacher sein würde als erwartet. Allerdings mussten wir zunächst einen Generator starten, um Zugang zum Nest zu erhalten. Aber dieser Generator benötigte noch Benzin. Das Konzept war einfach: den Benzintank finden, den Generator auffüllen und ihn starten. Doch unser Treiben lockte einen ziemlich großen Schwarm an. Auf einmal wurde es ziemlich ungemütlich. Ein Spieler ging zu Boden, während wir uns zum Knotenpunkt durchschlugen. Gerade als es so aussah, als würden wir alle das gleiche Schicksal erleiden, setzte ich meine Heilungsfähigkeit ein und brachte uns wieder auf die Beine, um den Kampf zu beenden.
Nachdem das Nest zerstört und mein Teamkollege wiederbelebt wurde, machten wir uns auf den Weg zum nächsten Nest, das sich auf einem Hügel befand, den man nur über Serpentinen erreichen konnte. Meine Teamkameraden hinkten hinterher. Sie wussten nicht so recht, wie sie das Nest erreichen sollten, aber ich eilte ungeduldig voran. Toxic Commando rächte sich schnell für meine Ungeduld und umzingelte mich mit Zombies, während ich mich mühsam durch den schlammigen Boden kämpfte. Dank meiner Heilfähigkeiten blieb ich am Leben, aber nur knapp. Kleinlaut kehrte ich zurück zu meinem Team.

Wie vorgesehen zerstörten wir gemeinsam das nächste Nest. Dann entdeckte mein Teamkollege ein Truck-Symbol auf der Karte und machte sich auf den Weg, um ihn sich zu krallen. Über sein Headset hörte ich, wie er vor Überforderung fast in Panik geriet, aber durch reines Glück schaffte er es zum Truck, gab Vollgas und holte uns unterwegs ab.
Die Kirche ist unsere letzte Bastion. Es ist ein langwieriges Unterfangen, bei dem wir mehrere Eingänge vor einer fast unvorstellbaren Anzahl von Gegnern schützen müssen. Sie klettern über die Mauern und rasen so schnell durch die offenen Bereiche, dass es einem Angst macht. Der Mörser, den ich freigeschaltet habe, erweist sich nur in der ersten Hälfte des Kampfes als hilfreich, da sie sich in der zweiten Hälfte alle außerhalb der Reichweite befanden. Mein Bildschirm füllte sich mit den Eingeweiden toter Zombies, Explosionen, Symbolen, die mich vor einem mächtigen Fiesling warnten, und vielem mehr. Ich war überfordert, nutzte aber meine Heilungsfähigkeit erneut genau zum richtigen Zeitpunkt. Dadurch erhielt das Team den zusätzlichen Schub, den es brauchte, um diese Flut zu überstehen.

Der Timer für die Mission lief ab. Ein massiver EMP breitete sich über das Gebiet aus und vernichtete den gesamten Schwarm auf einen Schlag. Wir vier atmeten gemeinsam erleichtert auf.
John Carpenter's Toxic Commando ist für Fans von chaotischen Shootern, Horden-Modi und Zombie-Spielen wie WWZ und Left 4 Dead. Mit einem Koop-Crossplay für 4 Spieler, das PS5, Xbox Series X/S, Steam und den Epic Games Store umfasst, lädt es zum gemeinsamen Kampf mit Freunden ein. Aber bleibt schön zusammen, damit ihr nicht zum Appetithäppchen für die Untoten werdet. Toxic Commando soll Anfang nächsten Jahres erscheinen.
