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Killing Floor 3 will in Sachen moderner Multiplayer keine Wünsche offen lassen
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Diego Nicolás Argüello
Nach mehreren Stunden in der geschlossenen Beta lässt Killing Floor 3 keinen Zweifel an seinen Ambitionen. Für den Shooter wurden eifrig Notizen bei aktuellen Mehrspieler-Hits gemacht und die Spuren von HELLDIVERS 2, Destiny 2 und Apex Legends sind unverkennbar, um nur einige Inspirationen zu nennen. Wenn ihr vor der Veröffentlichung schon wissen wollt, wie sich diese Einflüsse im Spiel bemerkbar machen, erfahrt ihr hier, welche Highlights euch erwarten.
Dann sind wir Helden für eine Welle
Traditionell werden die Klassen in Killing Floor als Vorteile bezeichnet. Scharfschütze, Kommando, Unterstützer – jeder Vorteil steht für eine Rolle und verfügt über eine dazu passende Bewaffnung. Dieser besagte Vorteil wird (je nach Spiel) durch gesammelte Erfahrung oder den Abschluss bestimmter Aufgaben aufgelevelt. So werden Boni und Fertigkeiten freigeschaltet, was Spezialisierungen besonders interessant macht.
Killing Floor 3 hält sich hier an seine Vorgänger, allerdings mit ein paar entscheidenden Neuerungen. Der dritte Teil der Reihe wartet mit sechs verschiedenen Vorteilen von Kommando bis Ingenieur auf. Jeder Vorteil ist mit einem bestimmten Charakter verknüpft – Vorhang auf für die neuen sogenannten Spezialisten. Einer der wiederkehrenden Charaktere ist beispielsweise Foster mit dem Vorteil Kommando.

Jeder Spezialist verfügt über drei Fertigkeitsbäume. Während ihr Erfahrung sammelt und euer Level steigt, sammelt ihr sogenannte Befähigungspunkte, mit denen ihr diese Fertigkeiten freischalten könnt. In jedem „Zweig“ habt ihr jeweils die Wahl zwischen bis zu drei Fertigkeiten – das macht Lust auf Experimentieren und strategisches Planen. Darüber hinaus kann jede Fertigkeit bis zu drei Mal verbessert werden.
Interessant ist, dass die Spezialisten auch die Waffen anderer Klassen kaufen und verwenden können. Ihr seid also nicht an die Schusswaffen gebunden, die auf den Vorteil eures Charakters abgestimmt sind. Wenn ihr aber erst einmal eine Menge Zeit damit verbracht habt, Punkte in die Fertigkeitsbäume zu investieren, seid ihr besser beraten, die Verbesserungen zu optimieren, die mit dem Hauptvorteil zu tun haben. Trotzdem bleibt euch einiges an Spielraum, um mit unterschiedlichen Waffenkombinationen zu experimentieren. (Aber Achtung: Nach Matchbeginn könnt ihr euren Spezialisten nicht mehr ändern!)
Umfassende Waffenanpassung
Während futuristische oder allgemein ausgefallenere Waffen in den früheren Titeln die Ausnahme waren oder eher in DLCs vorkamen, gehören sie im dritten Teil von Anfang an zum Standard und ihr könnt sie darüber hinaus auf vielfältige Weise modifizieren. Die Basiswaffen lassen sich mit einer Vielzahl von Mods anpassen, die ihre Eigenschaften und die Handhabung beeinflussen.
Wenn ihr also nicht gerade in einer Mission seid und Zombiearmeen niedermetzelt, habt ihr Gelegenheit, eure Waffen anzupassen. Die Materialien erhaltet ihr, indem ihr Gegner tötet, Missionsziele erfüllt und bestimmte Objekte der Umgebung zerstört. Zusammen mit den erforderlichen Bauplänen steht euch so die Welt der Waffenmodifizierung offen. Die Mods können ebenfalls aufgewertet werden, was euch weitere Möglichkeiten bei der Personalisierung eures Spielerlebnisses gibt.

Manche Mods sind recht simpel, beispielsweise Visiere, die euch bei kniffligen Kopfschüssen unterstützen. Andere können eure Waffe ordentlich aufpeppen: eine verbesserte Feuerrate auf Kosten eines stärkeren Rückstoßes, explosive oder säurehaltige Munition und vieles mehr. Sobald ihr alle Teile eurer Wahl zusammen habt, könnt ihr eigene Loadouts für eure Waffen erstellen, die ihr zwischen den Wellen beim Händler kaufen könnt.
Macht euch die Umgebung zunutze
Das Multiwerkzeug ist euer neuer bester Freund. In früheren Titeln gab es spezifische Werkzeuge, zum Beispiel ein Schweißgerät, doch wie es scheint, hat die Technologie im Jahr 2091 ziemliche Fortschritte gemacht. Jetzt erwartet euch in der Umgebung eine Vielzahl an Gadgets und speziellen Aktionen, die ihr mit dem Multiwerkzeug auslöst und die in harten Wellen den Unterschied machen können.
Ihr könnt nach wie vor Türen verriegeln, um die Zombiemassen an bestimmten Engpässen vorübergehend aufzuhalten, aber das ist noch lange nicht alles. In Killing Floor 3 gibt es beispielsweise Geschütze, die überraschend zuverlässig funktionieren, oder Rüstungskisten, mit denen ihr euren Schild aufladen könnt. Es gibt sogar riesige Ventilatoren, die Gegner ansaugen und bei Kontakt blitzschnell zu Hackfleisch verarbeiten. Die Aktivierung dieser nützlichen Helfer ist ganz einfach: Ihr müsst sie nur mit eurem Multiwerkzeug anvisieren. Das Werkzeug hat allerdings nur drei Ladungen pro Welle, geht also nicht allzu verschwenderisch damit um.
Moderne Annehmlichkeiten
Killing Floor 1 erschien 2009, der zweite Teil folgte 2016. Killing Floor 3 zeigt, wie viel sich in den letzten neun Jahren verändert hat – insbesondere wenn es darum geht, was ein beliebtes Mehrspieler-Spiel ausmacht.

Ihr könnt jetzt in jede Richtung stürmen (wenn auch mit einer Abklingzeit), über höhere Plattformen springen, fast überallhin klettern, Seilrutschen nutzen und sogar über den Boden schlittern. Die Bewegungen sind insgesamt agiler und zackiger. Anders als in früheren Titeln, in denen es eher darum ging, die optimale Position zu finden und über ein gesamtes Match hinweg zu halten, werdet ihr jetzt mit großer Wahrscheinlichkeit ständig in Bewegung bleiben.
Von der Benutzeroberfläche bis zum neuen Hub vor den Missionen gibt es zahlreiche Neuerungen. Es gibt sogar einen Battle Pass à la Fortnite mit mehreren Stufen und jeweils verschiedenen Belohnungssets zum Freischalten. Die Hauptbelohnung wird im Set zum Schluss freigeschaltet. Wenn ihr in den letzten Jahren Zeit mit beliebten Multiplayer-Spielen verbracht habt, wird sich Killing Floor 3 in vielerlei Hinsicht auf angenehme Weise vertraut anfühlen. Offenbar haben sich die Zeiten geändert – und zwar sowohl im Jahr 2025 als auch 2091.
Killing Floor 3 erscheint am 25. März im Epic Games Store.