
Tipps und Tricks für Madden NFL 25: Meistert neue Strategien und knackt die Defense wie die Profis

Die Football-Saison beginnt in Kürze und EA Sports Madden NFL 25 schürt die Vorfreude auf hitzige Ballaction nur noch mehr. Dieses Jahr gibt es einen überarbeiteten Hit Stick, coole neue Moves für Spieler im Ballbesitz sowie überarbeitete Playbooks mit den innovativen, neuen Ideen, die offensive Strategen wie Mike McDaniel in den letzten Jahren in der Liga eingeführt haben.
Egal, ob ihr die potenzielle dritte Meisterschaft in Folge für die Kansas City Chiefs vereiteln oder vielleicht sogar selbst in Mahomes’ Trikot schlüpfen wollt – um eure Gegner alt aussehen zu lassen, müsst ihr euch zuerst mit ein paar Details vertraut machen. Dank unserer Tipps zu Routen, Deckungsanalysen und effektiven Anpassungen vor einem Spielzug werdet ihr jede Defense in Nullkommanichts demontieren.
Allgemeine Tipps
Bevor wir ins Detail gehen, sehen wir uns ein paar grundlegende Ratschläge an, die für fast alle Situationen in Madden NFL 25 gelten.
Mit Köpfchen spielen
Letztendlich geht es bei Madden, genau wie bei allen anderen Footballspielen auch, um kontrolliertes Risiko. Einen Lob-Pass ans Ende des Spielfelds in eine dreifache Deckung zu werfen, ist selten eine gute Wahl. Da aber auch bei diesem Sport Glück mit im Spiel ist, kann dies gelegentlich zu einem Touchdown führen. Mit einem Zero Blitz bei jedem dritten Down schafft man pro Match zwar wahrscheinlich ein oder zwei Sacks, allerdings ist man dann auch anfälliger für große Pass-Spielzüge ins Feld. Bei Madden liegt der Schlüssel zum Erfolg darin, bei einem Vorteil Risiken einzugehen, und dieser Ratgeber soll euch genau dabei helfen.

Nutzt die Stärken eures Teams aus
Wenn ihr nicht gerade die kompetitiven Hardcore-Modi oder mit ausgeglichenen Teams spielt, ist es oft am wichtigsten, die besten Spieler eurer Truppe zu kennen. In vielen Fällen ist es eine bessere Idee, den Ball bei einer Eins-zu-Eins-Deckung zu Tyreek Hill oder Travis Kelce zu spielen, als auf einer weitoffenen Swing-Route zu eurem Ersatz-Running Back. Kurz gesagt, ihr solltet immer eure offensichtlichen Vorteile ausnutzen, auch wenn euer Gegner alles daran setzt, eure besten Optionen zu blockieren.
Abwechslung ist König
Auch wenn die Verlockung groß ist, in bestimmten Situationen auf bewährte Spielzüge zu setzen, sollte man sich nicht auf den eigenen Lorbeeren ausruhen. Gute menschliche Gegner machen euch sonst einen Strich durch die Rechnung. Benutzt in der Offense unterschiedliche Passkonzepte und in der Defense verschiedene Deckungsstellungen, damit die Gegenseite nicht weiß, was sie erwartet. So könnt ihr auf eure Lieblingsrouten zurückgreifen, wenn ihr dringend einen Home Run braucht, ohne dass der Gegner sofort weiß, was ihr vorhabt – besonders, wenn ihr euch dabei nicht in die Karten schauen lasst.
Pässe spielen
In der NFL spielen Pässe heutzutage eine wichtige Rolle und das spiegelt sich auch in Madden wider. Wenn ihr verlässlich gewinnen wollt, müsst ihr lernen, wie man die Defense analysiert und entsprechend reagiert.
Passtypen
Es gibt im Spiel drei wichtige Passtypen: Lob, Touch und Bullet, für die ihr die Receiver-Taste jeweils unterschiedlich lange gedrückt halten müsst. Auch wenn alle Typen für bestimmte Situationen geeignet sind, ist in den meisten Fällen der Bullet-Pass die beste Wahl, denn damit bringt ihr den Ball schneller über das Feld und die Defense kann ihn nicht so leicht abfangen.
Lob-Pässe sind angebracht, wenn sich euer Receiver schon mindestens zwei Schritte hinter dem Verteidiger befindet, z. B. bei Streak-/Go-Routen oder Outside Fades. Mit Touch-Pässen lässt sich der Ball über die Hände eines nahen Verteidigers auf einer mittleren Route (für gewöhnlich ein Linebacker) befördern.
Deckung analysieren
Wenn ihr Sportfans seid, kennt ihr vermutlich bereits den Unterschied zwischen Mann- und Zonendeckung. Von Manndeckung spricht man, wenn jeder Defense-Spieler einem Offense-Spieler zugewiesen ist. Bei Zonendeckung sind die Verteidiger für einen bestimmten Abschnitt auf dem Feld verantwortlich.
Um euch gegen Manndeckung durchzusetzen, müsst ihr dynamische (und besonders kreuzende) Laufrouten verwenden sowie euch auf eure schnellsten Spieler verlassen, um für Abstand zu sorgen. Drag-, Slant-, Post- und Go-Routen funktionieren in der Regel gut gegen Manndeckung. Statische Stop-Routen wie Hitches oder Curls sind hier für gewöhnlich nicht effektiv.
Um gegen Zonendeckung anzukommen, müsst ihr Laufrouten einsetzen, die den jeweiligen Zonenrand umgehen oder daran vorbeiziehen. So bringt ihr nämlich den Gegner durcheinander und sorgt für offenen Raum auf dem Spielfeld. Seam-Routen (d. h. Go-Routen, die auf den Umkreis eines bestimmten Spielers abzielen) sind sehr effektiv gegen Zonendeckung. Gleiches gilt für Curl-, Corner- und Wheel-Routen in der Flat-Zone oder an der Seitenlinie. Nicht vergessen: Ihr wollt die Ränder der durch Gegenspieler gedeckten Zonen unter Druck setzen, also solltet ihr Laufrouten benutzen, mit denen ihr diese Ränder ausfindig machen könnt.
Um herauszufinden, welche Strategie euer Gegner verwendet, müsst ihr die Safetys im Auge behalten. Diese Spieler sind am tiefsten im Feld positioniert. Die Anzahl an Safetys im Feld gibt Auskunft über die Zahl der Strategie. Ein Safety tief im Feld entspricht „Cover 1“, zwei Safetys „Cover 2“ und immer so weiter. Außerdem solltet ihr darauf achten, wie die Cornerbacks an der Line of Scrimmage positioniert sind, da ihr so darauf schließen könnt, wie die Defense beim Snap reagiert.
Ihr lernt beim Spielen auf organische Weise, wie man den Unterschied zwischen Mann- und Zonendeckung erkennt. Wollt ihr sofort wissen, womit ihr es zu tun habt, solltet ihr vor dem Snap einen eurer Tight Ends oder Receiver bewegen. Kommt ein Verteidiger mit, spielt ihr gegen Manndeckung. Passiert nichts, habt ihr es mit Zonendeckung zu tun.

Cover 1
Cover 1 ist eine defensive Strategie (in der Regel mit Manndeckung), bei der ein Safety für das gesamte tiefe Feld verantwortlich ist. Die Defensive Backs und Linebacker decken dabei die Receiver. Mit Cover 1 lässt sich aufgrund der Spieleranzahl in der Nähe der Line of Scrimmage für gewöhnlich der Run und kurze Laufrouten stören. Allerdings ist Cover 1 ziemlich anfällig für Four Verticals und ähnliche Spielzüge mit mehreren tiefen Go- oder Post-Routen, da der Safety sich auf eine Seite konzentrieren muss und einer eurer Receiver in der Eins-zu-Eins-Deckung allein bleibt. Abgesehen davon lässt sich Cover 1 mit effektiven Konzepten gegen Manndeckung schlagen.

Cover 2
Cover 2 ist ein sehr übliches Verteidigungsschema, bei der zwei Deep Safetys jeweils eine Spielfeldhälfte decken. Diese Strategie kann besonders gut mittlere Pässe zwischen den Yardzahlen verhindern, mit Konzepten wie Out- und Corner-Routen, die zur Seitenlinie ausbrechen, lässt sie sich allerdings kontern. Cover 2 ist außerdem ziemlich anfällig für tiefe Laufrouten mit einem späten Cut zur Mitte, wie z. B. Posts. Cover 2 sieht man häufiger mit Manndeckung als mit Zonendeckung, obwohl man auch beide Varianten in einem Match antreffen kann.

Cover Zero (und andere Blitz-Strategien)
Cover Zero ist ein seltsames Verteidigungsschema, das euch die ersten paar Male verwirren kann. Verfügt die Verteidigungsstellung über einen Safety, der auffällig nahe an der Line of Scrimmage positioniert ist, seht ihr euch wahrscheinlich einem Cover Zero Blitz gegenüber. Das heißt, dass fünf oder sechs Spieler auf euren Quarterback zustürmen werden. Die Stärke von Cover Zero sollte recht offensichtlich sein: Der Pass-Spieler wird unter Druck gesetzt, was zu einem Sack oder einer Interception führen kann.
Um in Madden verlässlich mit einem Blitz fertigzuwerden, solltet ihr zu einem Receiver auf einer schnellen Laufroute passen, der einen Bereich deckt, von dem einer der extra Blitzer gerade gekommen ist. Das entspricht für gewöhnlich drei bis fünf freien Yards (mindestens). Wenn ihr euch auf eure Pass Protection verlassen könnt, lassen sich Blitz-Strategien mit Manndeckung oft auch mit großen Post- oder Go-Routen beikommen, da der Deep Safety fehlt. Allerdings ist das recht riskant.
Ballspiel
Den Ball zwischen Tackles weiterzugeben, ist nicht ganz so knifflig wie die Analyse der Defense innerhalb von Sekundenbruchteilen, doch auch hier gibt es jede Menge Nuancen. Beim Ballspiel solltet ihr die Juke- und Spin-Moves eures rechten Sticks voll ausnutzen, um den Verteidigern auszuweichen. Außerdem könnt ihr mit dem rechten Trigger in vollem Tempo lossprinten.
Hat Counts
Um absehen zu können, ob ein Run Erfolg haben wird, verwendet man vor dem Spielzug am besten das Hat Count Tool. Das Tool teilt die Linie in zwei Hälften und vergleicht die Anzahl der Blocker auf eurer Seite der Line of Scrimmage mit den Gegenspielern auf der Defensive Line. Ist die Box grün, hat der Running Back brauchbares Blocking. Ist sie rot, solltet ihr euren Spielzug noch einmal ändern. Mit dem Pre-Play-Menü könnt ihr die Richtung eines Runs umkehren.
Folgt euren Blockern
Um in Madden mit euren Runs Erfolg zu haben, müsst ihr voraussehen, wo in der Defensive Line die Lücke entsteht und welchen Defense-Spieler ihr im Auge behalten solltet. Bei Outside Runs solltet ihr es eurem Lead Blocker überlassen, den Running Back in Schach zu halten, und bei Inside Runs hängt es von der Entscheidung des Key Defenders ab, ob ihr euch innen oder außen vom Lead Blocker bewegt. Allgemein sind Spins gegen mehrere Verteidiger, die euch im Weg stehen, effektiver, während ihr mithilfe von Jukes besser an einem einzigen Verteidiger vorbeikommt.
Als Defense spielen
Auf der anderen Seite der Linie tut ihr euch in Madden NFL 25 womöglich etwas schwerer, da ihr natürlich weniger Kontrolle über eure Spieler habt. Nichtsdestotrotz könnt ihr mit ein bisschen Übung lernen, wie man selbst eine starke Offense kontert.
Ausspielen in der Deckung
Um eure Verteidigungsarbeit in Madden zu verbessern, solltet ihr wissen, wie man als Cornerback oder Safety spielt. Auch wenn ihr euch am liebsten mit eurem besten Defensive Lineman auf den Quarterback stürzen würdet, erwischt ihr ihn realistisch gesehen nur in den allerwenigsten Fällen. Außerdem kriegt die KI das auch ohne eure Hilfe hin. In Madden kann die Differenz zwischen der Deckung eines talentierten Spielers und der KI zwischen Sieg und Niederlage entscheiden. Ihr solltet also lernen, wie man am besten in Ballbesitz kommt.

Geht keine unnötigen Risiken ein
So verlockend es sein mag, jedes Mal eine Interception zu versuchen oder mit dem verbesserten Hit Stick einen Fumble zu erzwingen – nicht jeder Spielzug wird auch zum Home Run. Ein gut getimtes Swat- oder Wrap-Tackle kann das Blatt vielleicht nicht sofort wenden, aber ein missglückter Pick-Versuch oder ein Tackle kann einen 50-Yard-Touchdown gegen euch zur Folge haben. Setzt eure Tools nur ein, wenn ihr auch mit den möglichen Konsequenzen leben könnt.
Spielt den zweitbesten Defensive Back
Das klingt zwar nicht besonders intuitiv, aber wenn ihr einen Cornerback oder Safety mit einem OVR von über 90 im Team habt und auf eure eigene Deckung noch nicht wirklich vertraut, solltet ihr nur den zweitbesten Cornerback oder Safety in eurem Team spielen. Der Star eurer Defense schlägt sich allein wahrscheinlich ganz ordentlich, aber euer zweitbester DB kann bei der Deckung von Secondary Receivern bestimmt eure Hilfe gebrauchen.
EA Sports Madden NFL 25 ist jetzt im Epic Games Store verfügbar.