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Microids und Fishing Cactus lassen mit „Corsairs: Battle of the Caribbean“ einen Klassiker wieder aufleben

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Thomas Wilde
23. Juli 2024
Vor 25 Jahren veröffentlichte das französische Entwicklerstudio Microids das Abenteuer-Strategiespiel Corsairs: Conquest at Sea, in dem Spieler mitten in das goldene Zeitalter der Piraterie zurückversetzt werden. Corsairs ist in einer unbestimmten Zeit angesiedelt, basiert aber eindeutig auf dem 17. Jahrhundert. Europas große Kriegsflotten sind geschwächt, in jedem Hafen tummeln sich kampferprobte Seefahrer auf Arbeitssuche und Händler segeln regelmäßig zwischen dem europäischen Festland und den entlegensten Kolonien hin und her – mit Schiffen voller kostbarer Fracht. In der echten Welt herrschten Piraten und Freibeuter knapp 75 Jahre lang die Meere. Sie erbeuteten oder verteidigten Schiffe voller Schätze und wir erzählen bis heute Geschichten über sie.

Ein Vierteljahrhundert nach der Erstveröffentlichung bringt Microids jetzt Corsairs: Battle of the Caribbean heraus, eine von dem belgischen Entwickler Fishing Cactus (Epistory) entwickelte Neuauflage des Originalspiels.

Auch diesmal schlüpft ihr wieder in die Rolle eines Freibeuters, der im Karibischen Meer unterwegs ist und für eine der europäischen Großmächte in dieser Zeit arbeitet. Im Kampagnenmodus stecht ihr in See, um für eure Nation alle freien Häfen der Karibik zu erobern. Das Gameplay umfasst strategische Seeschlachten, Flottenmanagement und eine ausgefeilte Wirtschaftssimulation. Ihr entert feindliche Schiffe, handelt in fernen Häfen mit allerlei Waren und gebt euren Feinden kein Pardon.

Zusätzlich gibt es in Battle of the Caribbean auch einen neuen Mehrspieler-Skirmish-Modus, in dem ihr entweder lokal oder online gegen bis zu drei computergenerierte oder menschliche Gegner antreten könnt.

„Die Idee für diese ehrgeizige Neuauflage kam von Fishing Cactus“, erzählt Bruno Urbain, der CEO von Fishing Cactus. „Wir wollten schon lange mit Microids zusammenarbeiten, hatten aber noch nicht das richtige Projekt gefunden, um diesen Wunsch in die Tat umzusetzen. Besonders interessiert waren wir bei Fishing Cactus daran, in das Management-Genre einzusteigen, weil es uns fasziniert und eine neue Herausforderung für das Studio darstellt.“
Microids und Fishing Cactus lassen mit „Corsairs: Battle of the Caribbean
Also brainstormte man bei Fishing Cactus potenzielle Projektideen und durchstöberte den Backkatalog von Microids nach Franchises, die man wieder aufleben lassen könnte. Corsairs stach dem Team ins Auge – so erzählt Urbain –, weil es ein Piratenthema hatte und so zu ein paar internen Projekten passte, für die es bei Fishing Cactus bereits Entwürfe gab.

Das Ergebnis ist Battle of the Caribbean, eine komplett modernisierte Überarbeitung von Conquest at Sea. Wer das Originalspielt kennt, dem dürfte die Neuauflage optisch bekannt vorkommen, aber Fishing Cactus hat die Grafik vollständig in 3D umgewandelt, die Steuerung aktualisiert und die Benutzerfläche modernisiert. In vielerlei Hinsicht ist es noch das gleiche Spiel wie im Jahr 1999, aber mit all den Komfortverbesserungen, die man von einem Titel erwarten kann, der im Jahr 2024 erscheint.

„Wir haben sorgfältig darauf geachtet, die DNA des Originalspiels zu bewahren“, so Urbain. „Es war uns wichtig, die Action-Phasen beizubehalten – besonders beim Entern – und auch die Management-Elemente zu bewahren, die das Spiel so erfolgreich gemacht haben. [...] Diese Elemente machen den Kern dieses Spiels aus und es war uns wichtig, sie für langjährige Fans zu bewahren.“

Battle of the Caribbean nutzt die Originalversion von Corsairs als Ausgangspunkt, um dann neue Einheitstypen, Windeffekte und dynamische Weltereignisse wie etwa Stürme hinzuzufügen. Außerdem hat Fishing Cactus das Gameplay von Corsairs mit neuen Mechaniken und Herausforderungen bereichert, um es dynamischer und spannender zu machen. So wurden unter anderem die Geschwindigkeits- und Rotationsparameter für fahrende Schiffe überarbeitet. In Verbindung mit den neuen Windeffekten sorgt das dafür, dass das Segeln von Flotten noch etwas mehr Finesse erfordert.

Auch in der Neuauflage von Corsairs könnt ihr in die Rolle der Briten, Spanier, Franzosen oder Niederländer schlüpfen. Für jede dieser Nationen gibt es eine eigene Kampagne, in der ihr versucht, die Karibik für eure Nation zu erobern – aber auch diese Kampagnen sind nicht mehr so wie früher. Die Haupthandlungen sind ähnlich, aber die Missionen und Kapitel jeder Kampagne wurden neu strukturiert.

Außerdem gibt es eine brandneue Battle-Kampagne, in der ihr für Dänemark kämpfen könnt. Wenn ihr in die Rolle der Dänen schlüpfen wollt, solltet ihr euch allerdings warm anziehen.
Microids und Fishing Cactus lassen mit „Corsairs: Battle of the Caribbean
„Als die neueste Fraktion in der Karibik ist die dänische Seestreitmacht deutlich schwächer als die anderen Nationen, die bereits dort etabliert sind“, erklärt Lucas Dupon, der für die Battle-Kampagne zuständige Lead Game Designer. „Die Dänen müssen sich auf taktische Scharmützel spezialisieren, schnell zuschlagen und wieder verschwinden, bevor der Gegner reagieren kann. Das geschickte Einsetzen von Spionen – eine wichtige Mechanik aus der Originalversion von Corsairs – ist wichtig, wenn man sich einen dauerhaften Vorteil gegenüber den anderen Fraktionen verschaffen will.“

Darüber hinaus müssen die Dänen auch Zweckbündnisse mit NPC-Piraten eingehen, um sich mit ihren Rivalen in der Karibik messen zu können. In der Kampagne von Dänemark geht es also auch um Diplomatie.

„Um als Dänen die Herrschaft über die Karibik zu erlangen, müssen Spieler listig und strategisch vorgehen“, so Urbain. „Deshalb ist diese Kampagne die ultimative Herausforderung, in der alle Spielmechaniken gemeistert werden müssen.“

Dazu gehört auch das Wirtschaftssystem, das für die Battle-Kampagne überarbeitet wurde. Anstatt einfach nur wertvolle Ressourcen in den von euch kontrollierten Städten zu kaufen, könnt ihr jetzt in jedem einzigartigen Gebiet bestimmte Ressourcen erhalten. Diese Ressourcen könnt ihr dann auf euer Schiff transportieren und sie an andere Fraktionen verkaufen.

Es gibt sechs Arten von Ressourcen in Battle of the Caribbean. Gewöhnliche Ressourcen sind leicht zu finden, und zwar in jeder Stadt auf der Karte. Ungewöhnliche Ressourcen sind schwerer zu finden, werden aber benötigt, um höherwertigere Gebäude und Schiffe freizuschalten. Seltene Ressourcen sind nur in kleinen Mengen in bestimmten Städten zu finden. Der Gedanke dahinter ist, dass Handelsrouten und Wirtschaftsmanagement für euren Erfolg ebenso wichtig sein sollen wie Seeschlachten oder Belagerungen.

„Diese neue Ressourcendynamik sorgt für ein komplexeres Wirtschaftssystem und ermutigt Spieler dazu, längere Expeditionsfahrten zu wagen, die mit größeren Risiken einhergehen“, sagt Dupon. „Anders als im Originalspiel sind Handel und Ressourcenmanagement von entscheidender Bedeutung für das Gewinnen von Kampagnen.“

Urbain fügt hinzu: „Diesmal geht es mehr um Risikomanagement und wir hoffen, die Handelsmechaniken auf diese Weise attraktiver zu machen, gleichzeitig aber auch der Essenz des Originalspiels treu zu bleiben.“

Corsairs: Battle of the Caribbean erscheint im Laufe des Jahres im Epic Games Store. Setzt es jetzt auf die Wunschliste!