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Mixtape ist ein Teenager-Drama, das locker mit The Breakfast Club mithalten kann

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Jason Fanelli
13. Juni 2025

Beim Summer Game Fest 2025 gab es viele Demos zu sehen, doch es gab nur ein Mixtape

Der neueste Titel aus dem Hause des The Artful Escape-Entwicklers Beethoven & Dinosaur trägt den Namen Mixtape und trieft geradezu vor 90er-Nostalgie. Im Spiel geht es um drei Freunde, die einen letzten Abend zusammen verbringen, bevor einer von ihnen wegzieht. Ihr begleitet sie durch den Abend – mit all seinen Höhen und Tiefen. 

Die Demo auf dem Summer Game Fest enthielt die ersten 30 Minuten des Spiels und bot damit nicht nur einen Einblick in die Dynamik des Trios auf ihrem letzten gemeinsamen Abenteuer, sondern auch eine Kostprobe des fetzigen Soundtracks, der die Beine automatisch wippen lässt. Mixtape verspricht schon nach meinem kurzen Hands-on eine wilde Zeit – und ich bin mehr als bereit, den vollständigen Trip in die Vergangenheit anzutreten. 
 

Teenage Wasteland


Wie der Name schon vermuten lässt, ist Mixtape eine Mischung aus verschiedenen Spielstilen und Genres. Jede der spielbaren Szenen in der Demo hatte ihren ganz eigenen Charakter – selbst dann, wenn die Action auf dem Bildschirm auf den ersten Blick ähnlich wirkte. Auch wenn die Fahrt mit dem Skateboard einen Hügel herunter ähnlich erscheint wie die mit dem Einkaufswagen, ist das Setting doch in beiden Fällen einzigartig. 

Ab dem Moment, in dem ich auf Start drückte, zog mich Mixtape in seinen Bann. Mit Devo auf den Ohren durch goldenes Herbstlaub skaten, das Licht der Sonne filtert durch die goldenen Baumkronen – diese Szene war einfach perfekt. Immer wieder rief einer der drei Teenager „Auto! – ein Warnruf, den alle kennen, die früher mal auf der Straße gespielt haben – und man wartete, bis man weiterskaten konnte. Sogar Unterbrechungen fühlen sich in der Welt von Mixtape nach Kindheit an. 
Mixtape 5
Der Rest der Demo begleitete das Trio bei der Planung des Abends. Kleine Gameplay-Momente wurden ganz natürlich in die Zwischensequenzen eingebettet: Wenn zwei der Freunde ihren geheimen Handschlag austauschen, machte ich das mit der richtigen Tastenkombination. Im Zimmer eines der Teenager erkundete ich Mixtapes, Fotos und Erinnerungsstücke, die Flashbacks auslösten. 

Einer der Höhepunkte war eine Autofahrt durch die Nachbarschaft, und zwar zum Sound von „Freak“ von Silverchair aus den Lautsprechern. Meine einzige Aufgabe: im Rhythmus der Musik eine Taste drücken. Mit jedem Tastendruck wippten die Teenager mit – inklusive Headbanging, mal mit Luftgitarre, mal mit den Fäusten, und so weiter. 

Als das Auto am Drive-In hielt, bestellten alle ihr Essen, und dann ging das Headbanging direkt weiter, jetzt mit Essen in den Händen. Sogar die Soundeffekte passten sich an: Nach dem Drive-In klirrte das Eis in den Bechern im Takt der Musik. 
Mixtape 3
Wie nahtlos Mixtape zwischen Gameplay und Zwischensequenzen wechselt, ist beeindruckend. Man weiß nie, was als nächstes kommt. Und gerade diese Unvorhersehbarkeit spielt dem Spiel in die Karten. Bei einer Szene musste ich laut auflachen. 
 

Den ersten Kuss vergisst man nie


Eine Flashback-Sequenz in der Mixtape-Demo auf dem Summer Game Fest stellte den ersten Kuss einer der Hauptfiguren in den Mittelpunkt. Die Szene fühlt sich an wie aus einem Film: Sonnenuntergang am See, junge Liebe, Romantik pur. Ich war neugierig, wie das Spiel hier wohl Interaktivität einbauen würde. Die Antwort kam schnell: 

Ich sollte die Zungen des Paars bei seinem ersten Kuss steuern. Mit beiden Analog-Sticks lenkte ich jeweils eine Zunge während des Kusses und konnte mich hier ganz nach Belieben austoben. Ich reagierte mit Kichern, Staunen und ungläubigen Fragen an die Entwickler, die auf meine Verblüffung hin lachend auf den „sehr teuren Spuckeeffekt“ auf beiden Zungen hinwiesen. 
Mixtape 7
Als die Szene vorbei war, gab es kein Fadeout, keine Herzchen, keine Musik oder sonstigen romantischen Effekte. Nur ein trockenes „Okay, das reicht“ von unserer Heldin – und schon war ich zurück in der Gegenwart. Großartig.

Das war mein erster Hands-on-Eindruck von Mixtape, und ich war begeistert davon, dass ausgerechnet diese Szene es in die Demo geschafft hat. Sie ist auf brillante Art und Weise albern und unterstreicht den kreativen Kern des Spiels: Mixtape ist nicht nur ein Mixtape aus Musik, sondern auch aus Settings und um Situationen. Man weiß nie, was als Nächstes kommt. Und genau das macht den Reiz bei Mixtape aus. 

Am Ende war Mixtape einer der Überraschungshits des Summer Game Fest 2025. Unkonventionelles, verspieltes Gameplay trifft auf charmantes Storytelling, das jederzeit neue Richtungen einschlagen kann. Nach Ende der Demo wollte ich am liebsten direkt noch einmal von vorne beginnen. Schon jetzt schwelgte ich in Nostalgie für diese 30 Minuten – womöglich das deutlichste Zeichen dafür, dass hier ein ganz besonderes Spiel heranwächst.

Mixtape soll noch in diesem Jahr im Epic Games Store erscheinen.