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In Ravenous Devils ergänzen sich Mord und Kochkunst zu einem Gaumenschmaus

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Phil Hornshaw
23. Jan. 2024
Viele Spiele basieren auf einem witzigen, verrückten oder außergewöhnlichen Konzept, aber ich glaube, keins hat mich jemals so in seinen Bann gelockt wie der „Horror-Kochsimulator“ Ravenous Devils. Ich bin immer auf der Suche nach neuen Horrorspielen und meine Neugier erwachte augenblicklich, als ich mir vorzustellen versuchte, welche Schrecken sich in Kochsimulationen verbergen könnten – abgesehen von Schreianfällen wie in der TV-Serie The Bear, wenn sich meine Freunde, bei Spielen wie Overcooked uneins sind. „Geh mir aus dem Weg, Mann!“

Tatsächlich ist Ravenous Devils häufig eher eine schwarze Komödie als ein gruseliges Spiel, und dennoch ergibt sein Horrorkonzept mit den Genres der Koch- und Verwaltungssimulationen eine perfekte Kombination. Das Spiel ist eine Hommage an Sweeney Todd – die Geschichte eines mörderischen Barbiers, dessen Opfer zu Fleischpasteten verarbeitet werden, die bei Kunden großen Anklang findet. In Ravenous Devils müsst ihr euch um zwei Geschäfte kümmern: die Schneiderei von Percival, der seine Kunden tötet, um das Lokal seiner Frau Hildred mit Fleisch zu versorgen.

Obwohl Percival das Morden der Schneiderei vorzieht, müssen Hildred und er irgendwie über die Runden kommen. In der Schneiderei besteht eure Aufgabe darin, alle Kunden, die kommen, um Maß nehmen zu lassen, in frische Leichen zu verwandeln und anschließend über eine Rutsche in Hildreds Küche in ihrem Keller zu befördern. Bevor Percival neue Opfer anlocken kann, muss er jedes Mal alle Hinweise auf seine letzte Gewalttat beseitigen. Außerdem müsst ihr die Kleidung der Leichen aufbereiten und zum Verkauf ausstellen, um neue Kunden anzulocken. Hildred hingegen muss das Hackfleisch und die Würstchen und Steaks vorbereiten, die ihre Kundschaft verlangt, und damit Gerichte kochen, damit alle Besucher ihres Lokals satt und zufrieden sind.
In Ravenous Devils ergänzen sich Mord und Kochkunst zu einem Gaumenschmaus – Lokal
Die wahre Herausforderung des Spiels besteht darin, all diese Aktivitäten ständig zu koordinieren, und während ihr zwischen den Charakteren hin- und herwechselt, um ihre Aufgaben pünktlich zu erledigen, wird das Gemetzel schnell zum Alltag. Überall zeigen euch Uhren, wann das Essen gar ist und Gäste ungeduldig werden, und wenn ihr eure Geschäfte mit Tischen, Dekoration und neuen Gerichten verbessert, wird alles nur anstrengender und komplexer. Ich musste an Tim Robinson in der Serie I Think You Should Leave denken, als er mit Bezug auf die kapitalistischen Zwänge fragt: "Was haben sie mit uns gemacht?", während mein Serienmörderpaar immer professioneller Opfer beseitigte und Kunden zufriedenzustellte.

Das Nebeneinander von Banalem und Makabrem macht Ravenous Devils zu einem heimlichen Vergnügen, während sein Ansatz, das Chaos zu verwalten, ein Sahnehäubchen für das Genre ist. Dieser finstere Widerspruch, der das Spiel durchzieht, gibt ihm immer wieder neuen Schwung. Ihr folgt der Geschichte eines dreisten (und nicht besonders aufgeweckten) Mörderpaars, das ständig Gefahr läuft, entdeckt zu werden. Und gleichzeitig verlangt Tisch 4 nach Würstchen, die jedoch gerade ausgegangen sind, weshalb wir alle Vorsicht über Bord werfen und uns an die Arbeit machen. Diese Mischung ist zwar nicht gerade das, was ich von einem Horror-Kochsimulator erwartet hätte, aber was Ravenous Devils serviert, macht jede Menge Spaß. Natürlich ist Mord etwas Schlechtes, aber wie sonst sollen wir den Mittagsansturm bewältigen?

Ravenous Devils ist im Epic Games Store verfügbar.