
Nightingale kombiniert viktorianische Waffen, magische Portale und gigantische Bestien zu einem Koop-Karten-Crafting-Chaos

Ich kann mir kaum eine bessere Art vorstellen, euch Lust auf Nightingale zu machen, als das, was auf der gamescom 2023 gegen Ende der Demo-Vorführung zu sehen war.
Vier Charaktere, alle im Stil der Viktorianischen Epoche gekleidet, sind rund um einen enormen, etwa sechs Meter hohen Sonnengott verteilt. Aus vorgefertigten Gebäudeteilen errichten sie hohe Strukturen, die als Scharfschützenversteck oder improvisierte Abwehr dienen sollen. Dann bricht der Kampf los und die riesige Figur verschießt magische Salven aus einem Amulett, das sie um den Hals trägt und das verführerisch leuchtet, um seinen Schwachpunkt anzudeuten.
Schnell sind die Türme der Spieler zerstört und diese schweben an ihren Regenschirmen herab und bemühen sich, die Türme wieder aufzurichten. Sie verteidigen sich mit Salven von Magie und Schusswaffen gegen Automatons, die ihr Leben bedrohen, und versuchen gleichzeitig, den Titanen vor ihnen umzustürzen.

Nightingale ist ein Survival-Crafting-Spiel, das die Erkundung in eure Hände legt. In einer alternativen Realität, in der sich die Welten der Menschen und der Fae überschneiden, haben die Menschen gelernt, sich die Magie der Fae zunutze zu machen, und können sich mit ihrer Hilfe beliebig zwischen beiden Welten bewegen. Dabei können sie sogar das Ziel ihrer Sprünge kontrollieren, indem sie Karten einsetzen, mit denen sie die Eigenschaften ihres Zielortes bestimmen.
Die Welten in Nightingale werden entsprechend eurer Kartenauswahl prozedural generiert, was Auswirkungen auf die Art der Biome, die ihr dort vorfindet, die vorherrschenden Gegner und sogar abstraktere Attribute haben kann – zum Beispiel ist es möglich, dass ihr eine Welt betretet, in der eine ewige Nacht herrscht.
Im Kern geht es bei Nightingale um das traditionelle Überlebenshandwerk – ihr sammelt Nahrung und Ressourcen, baut Basen und achtet auf eure Hungeranzeigen. Neu ist – abgesehen von der neuartigen Weltensprung-Kartenmechanik –, dass ihr beim Bauen freie Formen verwenden könnt und für intelligente Konstruktionen interessante und wohlüberlegte Boni erhaltet.

Ein einfaches Beispiel: Ihr könnt überall ein Bett aufstellen und erhaltet einen Bonus, wenn ihr darin schlaft. Wenn ihr zum Schutz vor den Elementen eine einfache Holzkonstruktion errichtet und das Bett darin aufstellt, erhöht sich dieser Bonus. Diese Synergieeffekte belohnen planendes Bauen und gleichzeitig genießt ihr bei der Gestaltung völlige kreative Freiheit, denn ihr könnt überall bauen, selbst wenn eure Konstruktion in eine Wand oder einen Baum ragt. Die Realität spielt hier keine Rolle.
Das Fertigungssystem wirkt insgesamt sehr optimiert und einfach und es gibt zahlreiche Optionen für Gebäudevoreinstellungen, um das Bauen zu beschleunigen, und für einfache handwerkliche Tätigkeiten braucht ihr nicht einmal eine Werkbank. Das macht Lust, sich auf die Herstellung zu stürzen, es kann praktisch direkt losgehen.
Das ausgefeilte Survival-Crafting-Spielprinzip von Nightingale, sein ansprechender visueller Stil und dazu die gewaltigen, titanenhaften Gegner im Mehrspieler-Modus machen das Spiel zu etwas wirklich Besonderem. Nicht oft erreicht ein Spiel so viel auf einmal und wirkt trotzdem klar und übersichtlich, aber hier scheint es gelingen zu wollen.
Ihr findet Nightingale im Epic Games Store – der Early Access startet am 22. Februar 2024.