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Out of Time strebt nach Harmonie in einem chaotischen Ideenmix
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Diego Nicolás Argüello
Infinitopia ist die neue Bastion der Menschheit, wo man sich mit anderen Spielern treffen und gemeinsame Expeditionen planen kann. Dort hat man einen Überblick über die kombinierten Epochen, die von mittelalterlichen Biomen bis hin zu Cyberpunk-Vierteln reichen. Während ihr auf eurem Weg zum Endboss die einzelnen Regionen erkundet und Gegner besiegt, müsst ihr jede Menge Ausrüstung sammeln. Das ermöglicht die Weiterentwicklung eures Charakters, bestimmt aber auch eure Spielweise, da es keine festen Rollen gibt. Stattdessen entscheidet die Ausrüstung eures Charakters sowohl über seine Fähigkeiten als auch seine Persönlichkeit.
Während einer Demo auf Discord erklärten die Entwickler von Manticore, wie wichtig die Ausrüstung eures Charakters ist. In der Präsentation starteten sie mit einem Barbaren, der fast ausschließlich auf Stärke ausgerichtet war. Zum Ausgleich könnt ihr zum Beispiel einen Helm tragen, der eure Gesundheit besonders gut regeneriert, und die Rüstung für den Oberkörper gegen ein Teil austauschen, das mehr Verteidigung als Angriffskraft bietet.

Die Ausrüstung hat noch eine weitere Ebene, die mit einer Mechanik namens „Tether“ zusammenhängt. Die MMO-Einflüsse von Out of Time kommen beim Spielen mit anderen (bis zu vier gleichzeitig) gut zur Geltung, was zu noch mehr spannenden Synergien führt. Kurz gesagt: Die Werte eures Charakters werden mit euren Teamkollegen geteilt, wodurch ihr bei der Auswahl von Upgrades während eines Laufs strategisch besser entscheiden könnt. Alle Mitglieder einer Gruppe leveln gleichzeitig auf, weshalb die Entscheidung über Upgrades wirklich wichtig ist. Möglicherweise werden euch Upgrades für eine eurer Fähigkeiten angeboten, die deren Werte verbessern und neue Effekte hinzufügen. Gleichzeitig kann ein anderes Upgrade die insgesamt verdienten LP erhöhen, wodurch die Gruppe schneller aufleveln kann – vor allem, wenn ihr es früh im Spiel findet.
„Wir entschieden uns dazu, dass nicht nur der Tank Schaden einstecken kann. Stattdessen gibt er jetzt seine Upgrades an das ganze Team weiter. Durch diese Änderung machte es richtig Spaß, die Fähigkeiten sowie die Funktionsweise der Upgrades zu konzipieren und den Spielern Entscheidungen zu überlassen, da nicht alle Upgrades dem gesamten Team zugute kommen“, so Jordan Maynard, Creative Chief Officer und Mitbegründer des Studios.
Diese Entscheidungen wirken sich auf den gesamten Durchlauf aus. Wenn ein Spieler nach dem Besiegen eines Bosses eine höhere Chance auf bessere Beute hat, bekommen alle im Team die gleichen Gegenstände zur Auswahl. Wenn der Spieler also davon profitiert und einen selteneren Gegenstand bekommt, können seine Teamkollegen einfach dafür stimmen und alle eine Kopie davon erhalten.
Je weiter man in Out of Time kommt, desto mehr muss man nach besserer Ausrüstung suchen, was auch zum Thema des Spiels passt, das sich um verschiedene Epochen dreht. Zum Start erwarten euch beispielsweise „Mittelalter“, „Moderne“ und „Ödland“, weitere werden später hinzugefügt. Jede Epoche hat vier Zonen, die freigeschaltet werden, wenn man die vorherige erfolgreich abgeschlossen hat. Gleichzeitig hat jede Zone steigende Schwierigkeitsgrade wie „normal“, „schwer“ und „zerstört“ – der letzte hat laut Manticore insgesamt zehn Stufen, wobei jede Stufe doppelt so schwer ist wie die vorherige. Natürlich gibt es in den verschiedenen Epochen jede Menge Ausrüstung, die man zusammenstellen kann, was zu lustigen und nützlichen Kombinationen führt, wie zum Beispiel ein Barbar mit Schusswaffen oder feuerspeienden E-Gitarren.

Das Team ging ausführlich auf eine Reihe von Titeln ein, die Out of Time maßgeblich beeinflusst haben. Im Hinblick auf die Interkonnektivität waren Warframe und Destiny 2 wegweisend für die Gestaltung der Beute. Je nachdem, welche Waffe ihr gerade tragt, variiert das Spielerlebnis jedoch erheblich. Einige Sturmgewehre können automatisch angreifen, während ihr euch frei bewegt, aber der Wechsel zu einer Minigun ist eher mit Nachteilen verbunden. Zwar hat Letztere eine höhere Feuerrate und verursacht mehr Schaden, aber euer Charakter bleibt beim Schießen einfach stehen. Andere, wie die V.I.B.E.-Drohne, erzeugen einen Wirkungsbereich um euren Charakter, der entweder Schaden verursacht oder heilt. Praktisch ist das eine Mischung aus dem Knoblauch in Vampire Survivors und der Waffe von Lúcio in Overwatch.
Manticore hat auch schon jede Menge Ideen, wie man Out of Time weiter ausbauen kann. Zwar wird es zum Start kein kostenloses Spiel sein, aber dafür könnt ihr euch auf neue Epochen und coole PvP-Modi freuen. Das gilt auch für die von Spielern erstellten Inhalte, die von Spielerhäusern bis hin zu selbst entwickelten Modi reichen können, die man dann mit anderen teilen kann.
Out of Time erinnert an 3D-Koop-Roguelikes wie Risk of Rain 2, hat aber seine Wurzeln in MMOs und ist eine spannende Konzeptmischung, die sogar in den Genres, die es beeinflusst haben, für frischen Wind sorgen könnte.
Out of Time erscheint am 25. September im Epic Games Store.