Neuigkeiten

Dank Spieler-Feedback startet The Outlast Trials seine ersten Saison – Project Lupara

P
Phil Hornshaw
16. Juli 2024
Beim Koop-Horrorspiel The Outlast Trials ist seit dem ersten Erscheinen im Early Access letzten Mai viel passiert, und das vor allem dank des Feedbacks der Spielerschaft. Und genau dieses Feedback war auch für den ersten Saison-Content maßgeblich – das noch in diesem Monat erscheinenden Project Lupara. Spieler und Spielerinnen können sich auf große Veränderungen und neue, gruselige Angsteinflößer freuen.

Wie in den früheren Outlast-Spielen ist das Ziel von The Outlast Trials, in jedem Level durch Schleichen, Weglaufen und Verstecken den herumstreunenden Mördern zu entkommen – denn ein Kampf ist so gut wie aussichtslos. In The Outlast Trials gibt es zwei Arten von Leveln, in denen man sich durch das Programm zur Bewusstseinskontrolle eines finsteren Konzerns schlägt. Prüfungen sind lange Missionen mit verschiedenen Zielen, die auf weitläufigen und verworrenen Karten stattfinden, während MK-Herausforderungen auf kleinere Teile der großen Karten begrenzt sind und schneller durchgespielt werden können.

Die im März veröffentlichte Version 1.0 von The Outlast Trials hat neue Karten hinzugefügt, das Spielerfortschrittssystem und die Levelstruktur überarbeitet, und viele Bereiche des Spiels neu kalibriert. In der anstehenden ersten Saison verpasst noch mehr neuer Content den Spielmechanismen den letzten Schliff.
The Outlast Trials: Project Lupara - MH02
Unter anderem wird es eine neue Karte geben, „The Docks“, mit eigener Prüfung sowie MK-Herausforderungen. Neben dem neuen Gebiet bringt diese Saison ein neues Prime Asset, wie die psychopathischen Killer in The Outlast Trials auch genannt werden. Mit Franco implementiert Red Barrels einen so bösartigen wie starken neuen Fiesling ins Spiel – und er ist darauf aus, The Outlast Trials von Grund auf zu ändern.

„Im Spiel gibt es keine Gegner, die aus der Entfernung angreifen, also kann man sich immer verstecken und vorbeischleichen, und wenn man gejagt wird, davonrennen“, verrät mir Game Director Alex Charbonneau in einem Interview. „Aber jetzt kommt der erste Gegner mit einer Fernkampfwaffe.“

Franco bedient sich einer abgesägten Schrotflinte, der Lupara, die dem Update auch seinen Namen gegeben hat. Da er damit auf euch schießen kann, ist Weglaufen keine gute Strategie mehr und ihr müsst euch neue Überlebensmethoden ausdenken.

„Noch dazu wird es in den ersten Wochen des Updates ein besonderes Event geben, währenddessen Franco auch in anderen Prüfungen auftauchen kann“, ergänzt Charbonneau. „Also werden in bekannten Prüfungen die Karten durch seine Anwesenheit neu gemischt. Ihr müsst euch anders verhalten, um die Ziele in den Prüfungen zu erfüllen. Das stellt eine große Veränderung dar.“

Auch wenn Francos Präsenz sich stark auf das Spielerlebnis von The Outlast Trials auswirken wird, ist er lange nicht die einzige Veränderung der neuen Saison. Red Barrels implementiert außerdem „Escalation Therapy“, einen neuen Roguelike-Spielmodus.
The Outlast Trials: Project Lupara - Franco
Bei „Escalation Therapy“ müssen sich Spielerinnen und Spieler mehreren Prüfungen stellen und versuchen, so lange durchzuhalten wie möglich. Mit jeder abgeschlossenen Prüfung und jedem erfüllten Nebenziel schalten sie Elemente wie Vorrichtungen (die Spielern Kräfte verleihen, um beispielsweise Teammitglieder zu heilen oder Feinde zu betäuben) oder andere Upgrades für die Figuren frei – sodass sich mit der Zeit ein Inventar ansammelt. Bei „Escalation Therapy“ gibt es zudem in jeder neuen Runde zufällige „Variatoren“, mit denen die Struktur oder Regeln einer laufenden Prüfung verändert werden. Stirbt euer ganzes Team, müsst ihr mit neuen Inventaroptionen und Variatoren von vorne beginnen.

„‚Escalation Therapy‘ ist quasi eine Wundertüte mit all den Inhalten, die wir zu bieten haben“, meint Charbonneau. „Je weiter ihr ‚Escalation‘ treibt, desto schwerer wird es, denn wir werfen euch immer neue Variatoren in den Weg, die jede Prüfung komplett auf den Kopf stellen. Und ihr beginnt einfach mit nichts.“

„Der Modus ist packend. Unser Team ist begeistert“, fügt er hinzu. „Das ist grade der einzige Modus, den wir spielen.“

Außerdem gibt es zahlreiche weitere, wenn auch kleinere Änderungen und Neuerungen, die dank des Spieler-Feedbacks in The Outlast Trials einfließen. Mit der neuen Vorrichtung „Barricade“ könnt ihr Türen blockieren, wodurch ihr Verfolger möglicherweise aufhaltet oder Zeit gewinnt, um eure Ziele zu erfüllen. Tägliche und wöchentliche Aufgaben geben regelmäßigen Spielerinnen und Spielern außerdem mehr zu tun, wenn sie sich einloggen, und ein neues Schwierigkeitssystem lässt eine genaue Anpassung der Prüfungen an die eigenen Vorlieben zu – so wird das Spiel für manche zugänglicher und für andere zu einer noch größeren Herausforderung.

Red Barrels fügt des Weiteren dem Schlafraum, der Aufenthaltslobby zwischen den Missionen, neue Funktionen hinzu. Hier könnt ihr eure Figur und euren Wohnbereich mit kosmetischen Gegenständen und Belohnungen umgestalten.
The Outlast Trials: Project Lupara - MH01
Laut Charbonneau sind das genau die Dinge, von denen die Community mehr sehen will. Seit jeher hat das Feedback von Spielerinnen und Spielern für die Entwicklung von The Outlast Trials eine große Rolle gespielt.

So hat Red Barrels erst aufgrund von Spieler-Feedback die Live-Service-Aspekte von The Outlast Trials ausgebaut. Charbonneau zufolge hat Red Barrels The Outlast Trials immer als Multiplayer-Spiel gesehen, doch das Feedback der Community nach Veröffentlichung der geschlossenen Beta hat das Spiel zu dem gemacht, was es heute ist.

„Als wir vor zwei Jahren die geschlossene Beta herausgebracht haben, wussten wir nicht, wie das Spiel ankommen würde“, erzählt er. „Und die Veröffentlichung hat einiges mit uns gemacht. Das Spiel ist sehr einzigartig – heftig, blutrünstig, ein richtiges Horrorspiel. Wenn wir spielen, wird es uns manchmal zu viel und dann sagt man sich ‚Okay, ich spiele nur eine Stunde und dann vielleicht in einer Woche wieder‘, oder so.“

„Aber dann haben wir gemerkt“, fährt er fort, „dass die Spieler total drin waren, vor allem weil die Murkoff-Anlage nicht statisch ist. Man trifft andere Spieler, spielt gemeinsam mit Freunden, es gibt immer Verbindungen.“

Die Erkenntnis, dass Spielerinnen und Spieler die verschiedenen Prüfungen immer wieder spielen wollten – entweder, um sich an verschiedenen Schwierigkeitsstufen zu messen, oder einfach, um mit Freunden zu spielen –, war ein Wendepunkt für das Studio. Während des gesamten Early Access hat Red Barrels daran gearbeitet, The Outlast Trials in seine heutige Form zu bringen. Das Spiel wurde sowohl für Solo- als auch für Koop-Spieler neu ausgerichtet und das Fortschrittssystem überarbeitet, um mehrere Schwierigkeitsgrade zu bieten.

Mit diesen Schwerpunkten geht es auch in die erste Saison, in der „Escalation Therapy“ und weitere Systeme mehr Spaß und Spannung ins wiederholte Spielen bringen.

„Zum Release haben wir viele Sachen überarbeitet und die Leute fanden das Spiel echt gut. Aber wir erhielten auch viele Rückmeldungen im Sinne von ‚Das Spiel ist so toll, wir wollen eine höhere Wiederspielbarkeit‘“, erklärt Charbonneau. „Deshalb versuchen wir mit diesem Update viele, wirklich viele Dinge anzugehen, um Spielerinnen und Spielern zu bieten, was sie sich wünschen: jeden Tag, jede Woche spielen zu können. Mit den vielen Systemen und den neuen Inhalten stellen wir sicher, dass ab jetzt das Haus steht und wir uns von dort aus auf unterschiedlichen Wegen weiterentwickeln können.“
The Outlast Trials: Project Lupara - Barricade
Jetzt, wo das Spiel einen Höhepunkt erreicht hat, hofft Charbonneau, dass The Outlast Trials so etwas wie eine Plattform werden kann, über die Red Barrels neue Ideen ausprobieren und die Reaktion der Community einholen kann.

Ein Beispiel, das er angedeutet hat, ist ein kompetitiver Modus – denn den Entwicklern ist aufgefallen, dass manche Spielerinnen und Spieler im Koop-Modus gerne etwas zündeln und absichtlich Feinde zu ihren Teammitgliedern locken oder ihren Freunden im ungünstigsten Moment die Tür vor der Nase zuschlagen. So könnte es in The Outlast Trials in Zukunft einen Modus geben, in dem Spieler nicht zusammenarbeiten, sondern jeder auf sich allein gestellt ist.

Charbonneau will mit seinem Entwicklerteam so nah wie möglich an der Community sein. Ideen und Meinungen aus der Community werden über den Discord-Server von Red Barrels gesammelt, über Reddit-Threads und die Community-Manager des Teams – all das bestimmt die Zukunft von The Outlast Trials mit.

„Als Entwicklerteam spielen wir zwar sehr gern, aber es ist fantastisch, wenn die Spieler uns sagen, was sie am besten finden, was sie sich wünschen und wo die Reise hingehen soll“, meint er. „Bei einem Update geht es nicht darum, was wir implementieren können, sondern wie viel wir in einem Update unterbringen. Die Ideen gehen uns noch lange nicht aus. Dieses Update erweitert unser Fundament und verpasst vielen Elementen Feinschliff – aber in Zukunft, beim nächsten Update, mit der nächsten Saison, wollen wir Neues einbringen, damit das Spiel immer spannend bleibt und überrascht.“

The Outlast Trials ist jetzt im Epic Games Store verfügbar. Project Lupara, die erste Content-Saison, startet am 16. Juli.