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Bekämpft in Chicory: Eine farbenfrohe Geschichte eure inneren Dämonen mit einem Pinsel

K
Khee Hoon Chan
17. Jan. 2024

Auf den ersten Blick ist es schwer vorstellbar, dass sich hinter der fröhlichen Fassade von Chicory: Eine farbenfrohe Geschichte dunkle Untertöne verbergen sollen. Ihr schlüpft in die Rolle eines unglaublich aufrichtigen Cartoon-Hundes, der nach dem besten Futter überhaupt benannt ist – eurem Lieblingsfutter, was auch immer das sein mag. Ihr schwingt euren magischen Pinsel, mit dem ihr eure Umgebung mit Pastellfarben in einer schwindelerregenden Vielfalt von Farbtönen und Schattierungen einfärben könnt. Lotet die Grenzen eures künstlerischen Geschicks aus – kopiert ein klassisches Gemälde oder stattet euer bescheidenes Heim mit brandneuen Möbeln aus.

Wie ein Kind, das das verlockende Potenzial einer makellosen weißen Wand entdeckt hat, könnt ihr mit euren kleinen Fingern die Umgebung in ein Kaleidoskop aus Farben und Kritzeleien tauchen.
Chicory: Eine farbenfrohe Geschichte 2
Die kargen Landschaften in Chicory sind allerdings beunruhigend. Eine unerklärliche, bösartige Kraft hat der Welt alle Farben entzogen, und man hat das Gefühl, dass man sich als tollpatschiger Welpe in dieser Welt erstmal zurechtfinden muss. Und doch ist Chicory kein Spiel, das seinen Zynismus als Binsenweisheiten tarnt, die im richtigen Moment eingesetzt werden. Stattdessen ist es auf eine herzliche (und entwaffnende) Weise entzückend.

Die Leute, denen ihr unterwegs begegnet, staunen über euer Talent als Farbenkind – ein angesehenes Kunstgenie, das die Aufgabe hat, die Harmonie dieser Welt zu bewahren, unabhängig davon, was es erschafft. Oft benötigen sie eure Hilfe. Die farblosen Häuser brauchen einen Tupfer Farbe, und manche Leute haben ganz besondere Wünsche – wie zum Beispiel „knallharte“ Farben, wie auch immer diese aussehen mögen. Familien sind hinter herabgestürzten Felsbrocken gefangen, eine Katastrophe, die durch den plötzlichen Farbverlust dieser Welt noch verschlimmert wird. Eine Gruppe angehender Farbenkinder der Kunstakademie bittet euch um Rat.

Alle überschütten euch mit aufrichtigem, überschwänglichem Zuspruch und interpretieren eure Bemühungen mit Begeisterung und Ehrfurcht. Euer Werk ist wichtig.
Chicory: Eine farbenfrohe Geschichte 4
Chicory ist viel mehr als nur ein interaktives Malbuch: In jeder Ecke der Welt sind Rätsel versteckt, mit Elementen, die auf eure Pinselstriche reagieren. Manche Pflanzen wachsen oder schrumpfen, wenn sie mit Farbe in Berührung kommen, während andere als Sprungbrett zu höheren Ebenen dienen. Hindernisse können mit einem explosiven Farbspritzer zertrümmert werden. Bei einigen Rätseln malt ihr ganze Szenen aus und verwandelt so Landschaften in prismatische Aquarellkunstwerke. Euer Pinsel schaltet sogar bestimmte Fähigkeiten frei, sodass sich im weiteren Verlauf eures Abenteuers neue Möglichkeiten öffnen.

Außerdem gibt es jede Menge Sammelobjekte zu entdecken, wie etwa verloren gegangene Kätzchen, die sich auf Bäumen und in Büschen verstecken. Kisten mit schicken Outfits sind über die ganze Welt verstreut. Mit neuen Pinselarten könnt ihr euch auf der leeren Leinwand richtig austoben.

Aber das vielleicht Interessanteste an Chicory ist, dass ihr euch nicht auf die Aufgaben konzentrieren müsst, wenn ihr nicht wollt. Dieses Spiel lebt von euren Launen und will euch helfen, euren eigenen Weg zu finden, indem ihr euch selbst ausdrückt. Malt die Landschaften aus, wenn ihr wollt. Findet Sammelobjekte und sucht nach weiteren, wenn es euch Spaß macht. Achtet beim Ausmalen der Gebäude auf die Umrisse – oder auch nicht.
Chicory: Eine farbenfrohe Geschichte 3
Selbst wenn ihr an euren künstlerischen Neigungen zweifelt, ermutigt euch Chicory, der Kunst eine Chance zu geben und einen Pinselstrich nach dem anderen zu setzen.

Chicory: Eine farbenfrohe Geschichte ist im Epic Games Store verfügbar.