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Spielt als Ninja-Cheerleader in Ra Ra BOOM, einem Koop-Action-Spiel, in dem es darum geht, gegen eine abtrünnige KI zu kämpfen
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Alan Wen
„Gylee ist tatsächlich nach meinen Kindern Guy und Lee benannt, und Guy wiederum nach meinem Street Fighter-Hauptcharakter“, erklärt er. „Ich ging in die Spielhallen, um diese sehr kompetitiven Spiele zu spielen, aber wenn ich eine Niederlage einstecken musste, spielte ich stattdessen Koop-Spiele wie Teenage Mutant Ninja Turtles, und dort wurden meine Freundschaften geschlossen. Daher wollte ich schon immer ein Beat 'em up entwickeln.“
Wie die farbenfrohe, handgezeichnete Grafik des Spiels, der poptastische Soundtrack und die voll vertonten Charaktere zeigen, ist Ra Ra BOOM auch von Bergmans Liebe zu Samstagmorgen-Cartoons inspiriert, die eine Mischung aus Kitsch und emotionalem Geschichtenerzählen vereinen. Die Prämisse ist definitiv verrückt: Ra Ra BOOM spielt in einer Zukunft, in der ihr gegen eine abtrünnige KI kämpft, die ursprünglich geschaffen wurde, um den Klimawandel zu bekämpfen, die diese Lösung aber als „Vernichtung aller Menschen“ interpretiert hat. Die Entscheidung, die Helden als Weltraum-Ninja-Cheerleaderinnen zu besetzen, ist außerdem darauf zurückzuführen, dass Bergman sich den Titel zuerst ausgedacht hat.
„Ich habe 2008 die Domain RaRaBoom.com eigentlich nur gekauft, weil mir die Phonetik des Namens so gut gefällt“, sagt er. „Es hat Spaß gemacht, herauszufinden, wie ein ‚Ra Ra BOOM‘ aussieht. Im Grunde genommen Cheerleader und Dinge, die in die Luft fliegen.“
Ihr wählt aus einer rein weiblichen Besetzung von Heldinnen in Ausbildung, entweder allein oder mit anderen Spielern im lokalen Koop-Modus. Da gibt es die mit zwei Uzis bewaffnete Aris, die schildtragende Vee, die Katana schwingende Ren und die freche Cyborg Saida. Im Solospiel fungiert jeder Charakter als ein Leben. Wenn ihr also alle Lebenspunkte an einen Gegner verliert, könnt ihr einen anderen Charakter auswählen, der den Platz des bisherigen einnimmt. Im Koop-Modus hingegen erhält jeder Spieler drei Leben als derselbe Charakter.
Ihr werdet die Persönlichkeiten der einzelnen Charaktere wirklich kennenlernen – einige basieren auf Frauen, die Bergman in seinem Leben inspiriert haben. Dies wird durch vollständig vertonte Dialoge in jedem Level vermittelt. Man kann ihre Fähigkeiten aber auch an den eigenen bevorzugten Spielstil anpassen. Durch das Besiegen von Roboterfeinden und das Erfüllen optionaler „Hausaufgaben“ verdient man Schrott, mit dem man zwischen den Levels Fähigkeiten wie Sprinten, Ausweichen und sogar Luftsprünge freischalten und verbessern kann.

„Einer der ersten Grundpfeiler unseres Designs war, dass wir den Spielern ein Fortschrittssystem bieten wollten“, erklärt Bergman. „Sie können sich also auf Nahkampf spezialisieren oder mehr auf Schusswaffen konzentrieren, denn das Spiel ist sowohl ein Shoot 'em-up als auch ein Beat 'em-up. Ich denke, dieser Fortschritt ist wirklich lohnend und öffnet das Gameplay sehr schnell.“ Das bedeutet natürlich, dass ihr auch frühere Levels mit Upgrades erneut besuchen könnt, die euch dabei helfen können, am Ende eine bessere Bewertung zu erzielen.
Ra Ra BOOM unterscheidet sich durch seinen Fokus auf lane-basierte Kämpfe zudem von den typischen Acht-Wege-Steuerelementen der meisten Beat 'em-ups im Arcade-Stil. Ihr werdet bemerken, dass eure Charaktere subtil in diese Lanes am Boden einrasten, egal ob in der Turnhalle eurer Highschool, im Weltall oder in einem verlassenen Freizeitpark.
„Eine der Frustrationen, denen wir uns gegenüber sahen, als wir mit der Arbeit an diesem Spiel begonnen haben, war das Gefühl, einen Treffer zu verfehlen, nur weil man nicht genau auf einen Gegner ausgerichtet ist, und das wollten wir für euch lösen“, erklärt Bergman. „In vielen Beat 'em-up-Spielen kämpft man am Ende mehr gegen Schatten als gegen die eigentliche Spielfigur. Und da es sich hierbei um Fernkampf handelt, ist es schwer vorherzusagen, ob man das Ziel auf der rechten Seite des Bildschirm trifft, während man sich auf der linken Seite des Bildschirm befindet. Die Lanes waren eine großartige Möglichkeit, dies zu visualisieren.“

Es gibt viele persönliche Inspirationen aus Bergmans Leben, die auf verschiedene Weise in Ra Ra BOOM eingeflossen sind, beispielsweise dass jede Figur auf den vielen inspirierenden Frauen in seinem Leben basiert oder dass die Idee für die Schrottressource eigentlich von seinen Kindern stammt.
„Als ich mit dem Schreiben begann, war mein damaliger Schwiegervater verstorben, sodass ich auch sehr trauerte – dieses Spiel hat definitiv viel damit zu tun, wie Freunde zu einer emotionalen Stütze bei der Trauerbewältigung werden können“, erklärt er. „Es war mir wirklich wichtig, diese Art von realer Geschichte zu erzählen, aber auf eine lustige, kitschige Art und Weise in einem super zugänglichen Arcade-Spiel.“
Da es sich um Gylees Debütspiel handelt, besteht natürlich die Hoffnung, dass es gut ankommt und eine Fortsetzung rechtfertigt, an der Bergman bereits arbeitet. „Ich hoffe wirklich, dass die Charaktere bei den Leuten Anklang finden. Ich möchte, dass sich nächstes Jahr auf der PAX Leute als die Charaktere verkleiden“, fügt er hinzu. „Es ist ein Spiel über Freundschaft, deshalb hoffe ich, dass es Freundschaften entstehen lässt und Menschen zusammenbringt, um gemeinsam zu spielen.“
Ra Ra BOOM erscheint heute im Epic Games Store.