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Predecessor ist ab sofort als kostenlos spielbare offene Beta verfügbar

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Owen S. Good
28. März 2024

Predecessor, das MOBA, in dem Spieler dank Third-Person-Ansicht in Gefechten der Action noch näher sind, geht ab 28. März in die offene Betaphase! Zu den ab der Veröffentlichung verfügbaren Plattformen wird nun auch die Xbox Series X|S gehören, wie Entwickler Omeda kürzlich bekanntgab. Die Beta ist außerdem ab sofort für alle kostenlos spielbar, nachdem sie zuvor seit 2022 im kostenpflichtigen Early Access verfügbar war.

„Wir haben uns deshalb für einen kostenpflichtigen Early Access entschieden, [weil] wir uns voll und ganz auf die Gameplay-Kernelemente konzentrieren und sichergehen wollten, dass wir den Spielern jede Menge Spielspaß bieten können“, erzählte uns Omeda-Gründer Robbie Singh. „Das Lustige ist, dass uns die Leute direkt nach dem Beginn des kostenpflichtigen Early Access sagten: ,Na los, veröffentlicht das Spiel, es ist jetzt schon so lustig’.“

Predecessor ist im Epic Games Store für PC sowie über die entsprechenden Konsolen-Marktplätze für PlayStation 4, PlayStation 5 und Xbox Series X|S verfügbar.

Predecessor ist ein Nachfolger des MOBA Paragon von Epic Games, das 2018 nach einer zweijährigen offenen Betaphase auf PlayStation 4 und PC eingestellt wurde. Singh war selbst ein begeisterter Paragon-Spieler und gründete Omeda Studios 2021, um mit Predecessor an das Vermächtnis des Spiels mit seinen Open-Source-Inhalten anzuknüpfen. Omeda wurde außerdem mit 2,2 Millionen US-Dollar aus dem Epic MegaGrant gefördert – einem Programm, das 2019 von Epic Games ins Leben gerufen wurde und mit dem kreative und innovative Projekte auf der Basis der Unreal Engine unterstützt werden sollen.
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„Ich war nicht einfach nur ein Paragon-Spieler, ich erstellte auch Content darüber“, berichtete Singh. „Nach einiger Zeit nahm ich sogar täglich rund zwei Videos dazu auf. Ich mochte das Spiel wirklich gern und sah darin riesiges Potenzial. Als Epic Paragon schließlich einstellte, dachte ich mir: ,Ich glaube, jetzt fehlt mir etwas – und ich will mal sehen, ob ich diese Magie nachempfinden kann.’ Die Community war nämlich eine großartige und ich hatte damals das Gefühl, als würde es dem MOBA-Genre deutlich an Innovation fehlen.“

„Multiplayer Online Battle Arenas“, kurz MOBAs, werden normalerweise aus einer Top-Down-Perspektive gespielt, wobei Spieler – typischerweise mit Maus und Tastatur – ihre Einheiten steuern und dank der guten Übersicht über das Geschehen strategisch planen können. In Predecessor findet die Action allerdings in der Third-Person-Perspektive per Schulterblick statt, wodurch sowohl die einzigartigen Helden als auch das sie umgebende Gefecht deutlicher in den Mittelpunkt gerückt werden.

Singhs persönlicher Lieblingscharakter, Argus, zeigt die Möglichkeiten und Perspektiven in Sachen Gameplay, die in Predecessor im Gegensatz zu traditionellen MOBAs realisiert wurden. „Bei diesem Charakter gibt es einige ziemlich interessante Mechaniken. Man kann etwa einfach etwas unter seinen Füßen platzieren und ihn so in die Luft katapultieren – um dort Fähigkeiten einzusetzen“, so Singh. „Oder man platziert etwas unter Verbündeten, um diese in die Luft zu schleudern. Oder man schleudert diesen Pfeiler zwischen einen Verbündeten und einen Feind ... solche Dinge sind echt lustig. Wir hatten eine gute Zeit – und manchmal läuft das alles furchtbar schief, aber es macht einfach so viel Spaß.“

In anderen Aspekten entspricht Predecessor traditionellen MOBAs: zwei Basen an entgegengesetzten Enden der Karte, drei Lanes für Gefechte und das Ziel, die jeweils andere Basis zu erobern – dazu einen Dschungelbereich. Die aus fünf von Spielern gesteuerten Helden bestehenden Teams werden außerdem von KI-Lakaien unterstützt. Durch das Zerstören von Gebäuden in den Lanes können sich Teams verstärken, ihre Rivalen überwältigen und schließlich deren Basis erobern, um das Match zu gewinnen.

„Als ich noch jünger war, habe ich League of Legends, StarCraft und so weiter gespielt, diese Top-Down-Spiele waren mir also sehr vertraut“, erzählte Singh. „Aber dann, als ich älter wurde, begann ich mich auf die Call of Dutys dieser Welt oder auf Fortnite zu stürzen. Im Gegensatz zu ihnen fühlten sich die Spiele in der Top-Down-Perspektive einfach nicht so immersiv und actiongeladen an, obwohl es natürlich trotzdem großartige Produkte sind. Als Paragon rauskam, dachte ich mir: ,Oh, das sieht echt interessant aus. Und das wirkt richtig immersiv.’ Als ich mich also dazu entschloss, Predecessor zu entwickeln, versuchte ich, diese einzigartigen Elemente gewissermaßen noch zu verstärken.“
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Zusätzlich zur näheren Third-Person-Perspektive wollte Singh bei Predecessor auch plattformübergreifendes Spielen integrieren. „Obwohl ich ein Spielentwicklungsstudio leite, spielt keiner meiner Freunde am PC – sie alle sind PlayStation- und Xbox-Gamer. Also ist Crossplay die einzige Möglichkeit für mich, mit ihnen zu spielen.“

Um auch das scheinbar Offensichtliche anzusprechen: Paragon wurde eingestellt, als Fortnite Battle Royale gerade so richtig durchstartete. Singh sieht zwar keine Rivalität zwischen dem älteren MOBA-Genre und den neueren Battle-Royale-Spielen, denkt aber, dass ein Spiel wie Predecessor diesem Beispiel folgen könnte.

„Das Battle-Royale-Genre wurde nicht zuletzt deshalb so populär, weil es einfach ist, in das Spiel einzusteigen und von Beginn an zu verstehen, worum es in einer Partie geht“, vermutet Singh. „Bei MOBAs ist das traditionell ein wenig schwieriger. Darum dachten wir uns: ,Hey, wieso machen wir das Ganze nicht ein wenig benutzerfreundlicher, ohne dabei auf die Tiefe und Komplexität zu verzichten, die Spieler so lieben?’ Um diesen Aspekt wollten wir das Genre unbedingt erweitern.“

In Predecessor gibt es momentan 35 Charaktere, wobei alle sechs Wochen ein neuer Held präsentiert wird. „Sobald wir die offene Beta veröffentlicht haben, wird ein neuer Held erscheinen, sobald wir ein paar Anpassungen an gewissen Systemen vorgenommen haben; dann wird es einen neuen Spielmodus und außerdem ein Ranglistenspiel geben.“ Singh besprach den Inhalt der Roadmap und mehr Anfang März auf der offiziellen Website des Spiels.

„Ich denke wirklich, dass die Gelegenheit für eine Art MOBA-Comeback riesig ist, wenn man so will, ist Singh überzeugt.