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Resident Evil wird 30: Das müsst ihr wissen, bevor ihr Resident Evil Requiem spielt

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Thomas Wilde
3. Dez. 2025

Im Februar 2026 läutet Resident Evil Requiem das Debüt der legendären Survival-Horror-Reihe im Epic Games Store ein. Etwa zur gleichen Zeit beginnen auch die Feierlichkeiten zum 30. Jubiläum von Resident Evil: Der erste Titel erschien am 22. März 1996 für PlayStation.

Die Serie steht in der Welt der Videospiele seit jeher in dem Ruf, waghalsige, packende Storylines zu liefern. Requiem bietet einen idealen Einstiegspunkt für alle, die erstmals oder nach langer Pause in die düstere Welt des Survival-Horror à la Resident Evil eintauchen wollen: neue Geschichte, neue Protagonistin.

Trotzdem lohnt sich ein Blick in die Geschichte der Serie. Bevor ihr also nächstes Jahr loszieht, geben wir euch einen kurzen Überblick über die Ereignisse und Hintergründe, die den Grundstein für Resident Evil Requiem gelegt haben.
 

Schöner die Monster nie sprießen


Die Welt von Resident Evil ähnelt unserer, auch wenn Städte und Länder sich nicht eins zu eins entsprechen. Das erste und wohl bekannteste fiktive Element der Serie ist die Umbrella Corporation, ein Pharmariese, der in den 1960er-Jahren in den USA gegründet wurde. 1998 ist der Konzern allgegenwärtig. Shampoo, Schmerzmittel, Instant-Nudeln: Produkte der Umbrella Corporation finden sich in Haushalten rund um den Globus.

Doch so lukrativ das Pharmageschäft auch sein mag, es ist nie das eigentliche Ziel des Unternehmens. Hinter den Kulissen nutzen die Gründer Ozwell Spencer, Edward Ashford und James Marcus ihr Milliardenvermögen, um ihre individuellen Forschungsfelder zu verschleiern. Umbrella dient ihnen als Deckmantel für ihre geheimen Experimente.
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In den 1960er-Jahren entdecken Spencer und Marcus in einem abgelegenen Teil Westafrikas ein seltsames Virus. Sie nennen es Progenitor. Marcus erkennt, dass Progenitor tote Zellen regeneriert und Menschen in lebende Zombies verwandelt. Fasziniert vom Potenzial des Virus ist er fortan wie besessen davon, es genauer zu erforschen.

Spencer hingegen sieht in Progenitor nicht nur die Chance, noch reicher zu werden, sondern auch eine Möglichkeit, die Menschheit durch Bio-Engineering zu „verbessern“. Sein Traum ist es, die Menschheit zu einer überlegenen Spezies zu entwickeln, die ihn, Spencer, als ihre Gottheit sieht.

Weder Marcus noch Spencer interessieren sich dabei für ethische Fragen. Dass ihre Fortschritte in der Progenitor-Forschung mit einer erschreckend hohen Sterblichkeitsrate einhergehen, scheint sie nicht weiter zu kümmern.

Marcus' Experimente führen schließlich zur Schaffung eines neuen Projekts mit dem Codenamen „T-Virus“. Das T-Virus ist leichter kontrollierbar als Progenitor, aber auch verantwortlich für die meisten Zombies und viele der Monster, die Resident Evil-Spieler seit 30 Jahren das Fürchten lehren.
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1978 plant Marcus, das T-Virus als Mittel zu nutzen, um die Kontrolle über Umbrella zu übernehmen. Als Spencer davon erfährt, lässt er Marcus ermorden. Unabhängig davon ist Edward Ashford bereits 1968 bei einem Laborunfall ums Leben gekommen, was Spencer zum CEO von Umbrella und letzten überlebenden Gründer macht.
 

Das Anwesen des Schreckens


In den folgenden 20 Jahren unterhält Umbrella weltweit zahlreiche Labore, die am T-Virus forschen. Viele davon widmen sich gezielt der Entwicklung von Waffen. Dank der regenerativen Eigenschaften des T-Virus entstehen maßgeschneiderte Monster wie die reptilartigen Hunter, die als Kriegsmaschinen verkauft werden sollen.

Eines der führenden Geheimlabore befindet sich in den Arklay Mountains im Mittleren Westen der USA, ein Stück außerhalb der Stadt Raccoon City. Umbrella unterhält dort seinen Firmensitz und pumpt über die Jahre viel Geld in die Stadt.

(Fun Fact: Der genaue Standort von Raccoon City wird von Capcom nie offiziell genannt. Fans merken jedoch an, dass die Stadt an einem Fluss, unweit von Bergen und in der Nähe eines Nationalwalds liegt – und dass dafür nicht viele reale Orte infrage kommen. Das südliche Missouri ist einer der weniger Kandidaten.)
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Im Mai 1998 ändert sich alles, als im Labor in Arklay das T-Virus ausbricht und das gesamte Umbrella-Forschungsteam ausgelöscht wird. Schlimmer noch: Einige ihrer Kreationen entkommen in den nahen Wald, darunter mehrere mutierte Hunde, die den Codenamen „Cerberus“ tragen.

Als die Hunde mehrere Touristen im Wald bei Raccoon City töten, setzt die örtliche Polizei ihre Spezialeinheit STARS (Special Tactics And Rescue Service) auf den Fall an. Obwohl die STARS im Einsatz zahlreiche Verluste erleiden, decken sie Umbrellas Verbindungen sowohl zum Labor als auch zum T-Virus auf.

Unglücklicherweise finden sie aber auch heraus, dass ihr eigener Kommandeur auf Umbrellas Gehaltsliste steht und der Konzern in Raccoon City alle Fäden in der Hand hält. Die vier überlebenden Mitglieder der Einheit verlassen das Team, um ihre eigenen Ermittlungen gegen Umbrella aufzunehmen.
 

Die Katastrophe von Raccoon City


Für Raccoon City ist es längst zu spät. Das Arklay-Labor befindet sich mitten in einem Wald, und das T-Virus ist in der Lage, nahezu jedes Lebewesen zu infizieren – einschließlich Pflanzen. Alles kann als Übertragungsweg dienen. Seit dem Ausbruch im Labor breitet sich das T-Virus langsam, aber unaufhaltsam in Raccoon City aus. Im August 1998 zeigen mehrere Stadtangestellte erste Symptome.

Ein Wissenschaftler der Umbrella Corporation, William Birkin, arbeitet unterdessen an einem Projekt, das er als sein persönliches Meisterwerk betrachtet: einer neuen Biowaffe namens G-Virus, basierend auf den Forschungen aus Arklay und perfektioniert in Birkins eigenem Labor unterhalb des Raccoon Forest. Kaum ist das G-Virus fertiggestellt, greift jedoch ein Einsatzteam aus Umbrella-Söldnern Birkins Labor an, um die Waffe zu stehlen.
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Der genaue Grund für den Angriff variiert je nach dem, welchen Titel man spielt. In der Originalversion von Resident Evil 2 ist Birkin ein loyaler Umbrella-Mitarbeiter, der das G-Virus für eine Beförderung nutzen will, und wird infolge interner Machtkämpfe angegriffen. Im Remake von 2019 reagiert Umbrella hingegen auf Birkins Pläne, seine Forschung an das US-Militär weiterzugeben.

So oder so: Birkin wird während des Angriffs versehentlich angeschossen und injiziert sich aus Rache selbst mit dem G-Virus. Er verwandelt sich in ein mörderisches, nahezu unbesiegbares Monster, verfolgt und tötet die meisten Umbrella-Söldner und zerbricht dabei mehrere T-Virus-Fläschchen im Abwassersystem von Raccoon City. Dutzende Ratten werden infiziert und tragen das Virus in die Stadt.

Innerhalb weniger Stunden fallen Hunderte Menschen dem T-Virus zum Opfer und verwandeln sich in Zombies. Viele Tiere der Stadt mutieren zu eigenen Monsterarten, und diverse Mutanten streifen durch die Straßen.

Der Ausbruch dauert etwa acht Tage, vom 22. September bis zum 1. Oktober. Die örtliche Polizei wird von einem verrückten Kommandanten sabotiert und bleibt bis zum 28. September aus dem Spiel. Ein weiteres Umbrella-Söldnerteam wird kurz nach seiner Ankunft in der Stadt ebenfalls zerschlagen. Am Morgen des 1. Oktobers ist die Lage derart eskaliert, dass die US-Regierung beschließt, Raccoon City mit einem Raketenangriff von der Landkarte zu tilgen.

(Hinweis: Dies ist die Zeitleiste der Originalserie, die im Verlauf mehrerer Spiele mehrfach überarbeitet wurde. Im 2019 erschienenen Remake von Resident Evil 2 ist die Zeitspanne etwas kürzer.)
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Zur Zeit des Ausbruchs hat Raccoon City etwa 100.000 Einwohner. Offizielle Zahlen nennt Capcom zwar nie, aber bekannt ist, dass weniger als 50 Menschen die Katastrophe überleben.

Zu den Überlebenden gehört Alyssa Ashcroft, die zur Zeit des Ausbruchs als Reporterin für eine Lokalzeitung in Raccoon City arbeitet.
 

Requiem


Zum jetzigen Zeitpunkt ist über Alyssa sonst wenig bekannt. Sie ist eine der spielbaren Figuren in Resident Evil Outbreak (2004) und dessen Fortsetzung von 2005. In ihrem „guten Ende“ entkommt sie der Stadt und schreibt danach ein Buch über ihre Erlebnisse. Später hat Alyssa außerdem einen Cameo-Auftritt in Resident Evil 7: Biohazard (2017), wo sie als Autorin eines Zeitungsartikels genannt wird, der früh im Spiel zu finden ist.

Was wir wissen: Alyssa bekommt irgendwann eine Tochter namens Grace, und genau diese Grace spielen wir nächstes Jahr in Resident Evil Requiem. Der Titel ist 30 Jahre nach der Katastrophe in Raccoon City angesiedelt. Acht Jahre vor den Ereignissen des Spiels wird Alyssa unter mysteriösen Umständen ermordet, und Grace macht sich auf die Suche nach dem Mörder ihrer Mutter.
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Wir besuchen erneut Raccoon City, das durch die Raketenangriffe am Ende von Resident Evil 3 dem Erdboden gleichgemacht wurde. Erste Trailer zu Resident Evil Requiem zeigen die Ruinen der Stadt, einschließlich der Überreste wichtiger Orte wie des Raccoon City Police Departments.

Das könnte bedeuten, dass Resident Evil Requiem eine Story-Idee vom Ende von Resident Evil Outbreak aufgreift, die lange Zeit als verworfen galt. Demnach hätte eine unbekannte Organisation in den Ruinen von Raccoon City eine Testanlage errichtet. In einigen Pre-Release-Trailern ist außerdem das Logo der Umbrella Corporation zu sehen, was darauf hindeuten könnte, dass Grace in Konflikt mit dem Konzern gerät.

Die Resident Evil-Reihe hat in den letzten 20 Jahren viele neue Storylines entworfen, die lange nach der Katastrophe von Raccoon City spielen. Das T-Virus ist inzwischen geheilt, und viele der jüngeren Spiele drehen sich um neue, noch seltsamere Biowaffen. Zum 30. Jubiläum des Franchise sieht es allerdings so aus, als würden wir Grace zurück zu den Wurzeln von Resident Evil begleiten.

Resident Evil Requiem erscheint am 27. Februar 2026 im Epic Games Store. Wenn ihr das Spiel im Epic Games Store vorab kauft, erhaltet ihr Grace' Outfit sowie weitere Items in Fortnite.