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Leitfaden für RIDE 6: Meistert jede Motorradklasse mit diesen effektiven Übungshilfen
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Phil Iwaniuk
Einer dieser Aspekte ist Realismus, und das merkt man sofort, wenn man versucht, eine Kurve wie in Road Rash zu nehmen. Die Gewichtsverlagerung, die Bremsvorgänge und das Gewicht des Fahrers sind so nuanciert und ausgefeilt, dass es etwas Zeit braucht, sie zu meistern. Zwar gibt es zahlreiche Hilfen, die den Weg zur Meisterschaft erleichtern, und man kann zwischen Arcade- und Pro-Fahrverhalten wählen, doch letztendlich geht es darum, diese Motorräder in ihrer ungezähmten und ursprünglichsten Form zu beherrschen: ohne Fahrhilfen, mit Pro Physics.
Es liegt ein langer Weg vor euch. Diese Schritte helfen euch dabei, in der richtigen Spur zu bleiben.
Die technischen Tutorials der Bridgestone Riding School sind ein Muss
Die Bridgestone Rider School befindet sich im Paddock von RIDE 6, dem Äquivalent zum Hauptmenü des Spiels. Sie wird oft übersprungen, da Tutorials in Rennspielen oft zu grundlegend sind, um wirklich nützlich zu sein. Milestone hat hier allerdings etwas deutlich Ausführlicheres und Hilfreicheres als ein herkömmliches Tutorial entwickelt.
Dort erwartet euch eine Reihe von technikbasierten Lektionen, in denen zunächst die Technik demonstriert wird, dann die Eingaben genau erklärt werden und ihr schließlich die Steuerung übernehmen und das erlernte umsetzen müsst, um innerhalb einer bestimmten Zeit das Ziel zu erreichen.
Da es diesmal so viele verschiedene Motorradkategorien zu meistern gibt, ist es ratsam, sich hier etwas Zeit zu nehmen, um die unterschiedlichen Fahreigenschaften von Baggern und Sportmotorrädern zu verstehen und ein Gefühl dafür zu bekommen, wie man mit den einzelnen Motorradtypen bremst und diese in den Kurven liegen. Obendrein macht die Struktur des Tutorials wirklich Spaß.
Nutzt die Rückspulfunktion, um Bremspunkte zu ermitteln
Das Zurückspulen nach einem Sturz spart nicht nur wertvolle Zeit, sondern ist auch eine hervorragende Lernhilfe. Nutzt diese Funktion, um zu verstehen, was ihr falsch gemacht habt und warum es zu einem Sturz kam. Die Rückspulfunktion lässt euch nachverfolgen, zu welchem Zeitpunkt ihr sowohl bei erfolgreich verlaufenden als auch missglückten Kurveneinfahrten gebremst habt. Auf diese Weise könnt ihr euch den genauen Bremszeitpunkt aus erfolgreich verlaufenden Einfahrten einprägen.

Wenn ihr stürzt und nicht sicher seid, was im Vorfeld passiert ist, ist das Zurückspulen ebenfalls ein gutes Analysewerkzeug. Wann begann das Motorrad auszubrechen? War es ein Ausbrechen des Hinterrads oder ein plötzlicher Sturz des Vorderrads? Wenn ihr euch einen Moment Zeit nehmt, um eure eigenen Fehler in Zeitlupe anzusehen, ist dies eine großartige Möglichkeit, die Abfolge der Aktionen nachzuverfolgen, die hätten ausgeführt werden müssen, um den Sturz zu vermeiden.
Verlagert das Gewicht beim Bremsen nach hinten
Eine der wenigen Konstanten bei den über 350 Bikes von RIDE 6 ist die extreme Bremskraft. Bei Verwendung der Pro-Physik-Option verlagert zu starkes Bremsen das Gewicht zu schnell nach vorne, hebt das Hinterrad an und verringert die Bremsleistung.
Dieses Problem tritt bei manchen Motorrädern stärker auf als bei anderen. Es hängt alles von der Sitzposition des Fahrers ab: Auf einem Bagger- oder Enduro-Motorrad mit aufrechter Sitzposition passieren ungewollte Stoppies seltener. Auf Sportbikes hingegen, wo man in einer aerodynamischen Position sitzt, erfordert das Bremsen mit der Vorderradbremse einige Gegenmaßnahmen.
Drückt beim Bremsen den linken Stick nach unten, um das Gewicht eures Fahrers nach hinten zu verlagern. Dadurch richtet sich der Fahrer auf und verlässt die aerodynamische Hockposition. Um vom Bremsen auf gerader Strecke zum Neigen überzugehen, dreht den linken Stick langsam und gleichmäßig von der Sechs-Uhr-Position auf die Drei- oder Neun-Uhr-Position, um ein Umkippen des Motorrads beim Gewichtsverlagerung und dem Absenken des Knies zu vermeiden.
Stärkeres Bremsen bedeutet weniger Einlenken
Das Arcade-Physikmodell erlaubt starkes Bremsen und Trailbraking bis tief in die Kurvenmitte hinein. Wenn ihr jedoch die Pro Physics-Version beherrschen wollt, müsst ihr das Bremsen etwas anders angehen.
Je größer der Schräglagenwinkel des Vorderrads ist, desto schwieriger wird es für das Rad, sich unter Druck auf die Bremsscheibe weiterzudrehen. Im schlimmsten Fall kann es zu einem „Einknicken“ kommen – das Vorderrad blockiert und driftet anschließend über die Fahrbahn, anstatt zu rollen. Dies führt dazu, dass das Motorrads komplett umkippt und ihr im Kiesbett landet.

Aber selbst wenn ihr das Trailbraking nicht so weit treibt, dass es zu einem Blockieren des Vorderrads kommt, werdet ihr dennoch feststellen, dass euer Einlenkverhalten nicht so präzise ist, wie ihr es gerne hättet. Das liegt daran, dass euer Vorderrad gegen die entgegengesetzten Brems- und Rollkräfte ankämpft, die ihr auf es ausüben wollt.
Um dem entgegenzuwirken, solltet ihr, so kontraintuitiv es auch klingen mag, weniger Druck auf die Vorderradbremse ausüben und die Motorbremse sowie die Schräglage nutzen, wenn ihr das Gefühl habt, nicht ausreichend einzulenken, um den Scheitelpunkt zu treffen.
Verwendet die Hinterradbremse zum Einlenken, nicht zum Bremsen
Schnell mit dem Motorrad zu fahren ist nicht schwer. Das Bremsen hingegen ist eine kniffligere Angelegenheit, und die Beherrschung von RIDE 6 beruht größtenteils auf dem Erlernen der Feinheiten des Bremsens. Die Steuerung ermöglicht das unabhängige Bremsen von Vorder- und Hinterrad. Wenn ihr hauptsächlich Rennerfahrung auf vier Rädern habt, ist es vielleicht euer natürlicher Instinkt, beide Bremsen gleichzeitig kräftig zu betätigen und gedrückt zu halten.
Auf dem Motorrad ist das zwar eine gute Möglichkeit, sich in die Luft zu katapultieren, aber nicht, um den Scheitelpunkt der Kurve optimal zu treffen. Wir haben oben bereits die Technik des Vorderradbremsens behandelt, aber die Betätigung der Hinterradbremse ist ebenso nuanciert.
Standardmäßig ist die Hinterradbremse auf eine Taste des Gamepads gelegt und nicht einem Trigger, was bedeutet, dass sie entweder komplett angezogen oder ausgeschaltet ist. Hält man sie zu lange gedrückt, blockiert das Hinterrad, wodurch das Motorrad seitlich ausbricht. Ist der Winkel beim Lösen der Hinterradbremse zu steil und beginnt sich das Rad wieder zu drehen, kommt es zu einem Sturz.
Am besten nutzt man die Hinterradbremse mit kurzen Antippen auf gerader Strecke und einem längeren Bremsdruck kurz vor der Kurve, um den Einlenkwinkel noch etwas zu optimieren. Das bewusste Blockieren des Hinterrads bei niedriger Geschwindigkeit und das anschließende Lösen am Scheitelpunkt der Kurve verbessert nicht nur das Einlenkverhalten, sondern sieht auch verdammt cool aus.
RIDE 6 ist ab sofort im Epic Games Store erhältlich.