
Neuigkeiten
Erstes Probespielen von Saints Row für PC
C
Craig Pearson
Lernt die Bossin kennen. Sie ist knallhart, hat eine Bob-Frisur und Smokey Eyes. Im Spiel ist sie auf dem Handy, einem zentralen Spielelement, präsent. Dort haben wir einfach ihr Aussehen angewählt und sie heruntergeladen. Die Boss Factory, die Charakteranpassungs-Suite von Saints Row, könnt ihr bereits jetzt kostenlos herunterladen und ausprobieren. Für 15.000 $ im Spiel hat sie uns die perfekte Grufti-Mörderin geliefert – wir brauchten Kleidung nicht einzeln zu kaufen, sie wurde automatisch zur Garderobe hinzugefügt. Ihr könnt Elemente sogar separat anwenden. Wenn ihr also auf einen von der Community erstellten Boss mit dem perfekten Outfit stoßt, könnt ihr euer eigenes Gesicht und eure Frisur behalten und nur das neue Outfit übernehmen. Wenn euch ein Boss gefällt, könnt ihr ihn auch als Ausgangspunkt für eure eigenen individuellen Änderungen verwenden. Wir haben im Menü „Persönlichkeit“ den Cowboyhut „Viehtreiber“ und einen gepflegten britischen Akzent hinzugefügt. Die feine englische Note mitten in dieser amerikanischen Welt klingt einfach witzig.
Macht euch nicht allzu viele Sorgen ums Geld. Das meiste Geld haben wir in Müllcontainern gefunden und von getöteten Feinden erhalten.
Das Ziel des Spiels ist es, euer eigenes Imperium aufzubauen, doch ihr beginnt mit bescheidenen Anfängen. Schlimmer noch: Ihr beginnt als Angestellte. Als einfache Angestellte eines privaten Militärunternehmens namens Marshall Defense Industries. Eure Zeit dort ist allerdings kurz und explosiv. Die ersten Missionen bilden ein Tutorial für das Spiel und die Spielwelt.
Die neue Spielwelt heißt „Santo Ileso“. Ihr befindet euch in einem trockenen, heißen Abschnitt des amerikanischen Südwestens, mit grellen Vergnügungsmeilen, die Las Vegas ähneln, und ausgestorben wirkenden Städten, die über das Gebiet verstreut sind. In dieser riesigen Gegend kämpfen drei Gangs um Macht und Vorherrschaft: Los Panteros, eine aggressive Biker-Gang, The Idols, ein Tech-Kult im Stil von Daft Punk, und euer (bald schon Ex-)Arbeitgeber, Marshall Defense Industries, ein privates Militärunternehmen mit jeder Menge Finanzmitteln.

Schon gleich zu Beginn sind die Attitüde eures Charakters und die Spielsituationen äußerst unberechenbar. Als ihr noch für Marshall arbeitet und Order erhaltet, einen Konvoi zu beschatten, ihn aber auf keinen Fall anzugreifen, könnt ihr euch nicht zurückhalten. Ihr fangt hinten an und schaltet die abschließende Biker-Eskorte aus (sie haben ja auch zuerst geschossen!). Der Kampf setzt sich mit Geschützen, Fäusten, waghalsigen Sprüngen auf fahrende Fahrzeuge, einer Verfolgungsjagd im Sandsturm wie bei Mad Max und einem Crash in eine Schlucht fort („Ich bin dem Konvoi gefolgt. Er hat angehalten.“) und endet mit eurer Beförderung. Diesen Monat könnt ihr eure Miete bezahlen!
Das ist auch wichtig. Ihr und eure kleine Gruppe von Freunden habt es nämlich nicht leicht. Ihr gehört verfeindeten Gangs an, lebt aber unter einem Dach, macht gemeinsam kleine Überfälle und haltet euch gegenseitig den Rücken frei. Das bedeutet auch, dass ihr bei Kämpfen zwischen den verfeindeten Gangs für eure Mitbewohner kämpft, nicht für eure Organisation. Das bringt euch schließlich dazu, eure eigene Gang zu gründen. Gut, dass ihr gefeuert werdet, spielt dabei natürlich auch eine Rolle.
Euer Rausschmiss ist das Ergebnis eurer unberechenbaren Persönlichkeit, der unberechenbaren Persönlichkeit eures Chefs und einer Museumsparty, bei der es um ein unschätzbar wertvolles Artefakt geht. Bei diesem Ereignis bleibt niemand außen vor: Los Panteros und The Idols tauchen auf und versuchen, sich das Artefakt unter den Nagel zu reißen, während Marshall es „beschützt“. Hauptsächlich mit Explosionen. Bei so viel Gewalt auf mehreren Stockwerken, mit Biker-Stunts auf dem Rücken von Dinosaurierstatuen und Rave-Mini-Bossen mit Katzenhelmen, die euch mit psychedelischen Todesauren volldröhnen, muss am Ende natürlich ein Schuldiger gefunden werden. Keine Frage: Das seid ihr!
Also beschließt ihr mit eurer kleinen Gruppe kühner Kameraden, selbst etwas auf die Beine zu stellen. In Santo Ileso gibt es schließlich genug Platz für eine weitere Gang. Ihr zieht mit eurer Gruppe in eine leerstehende Kirche, die in euren Besitz gelangt, nachdem ihr einen Immobilienmakler mit gefährlichen Fahrmanövern zur Einsicht gebracht habt. Euer Gang-Name wird von eurem religiös geprägten Hauptquartier inspiriert, und jetzt kann das Spiel so richtig losgehen. Ihr müsst wachsen.
Eine der Tutorial-Missionen verschafft euch einen Prozentanteil an einer Werkstatt und damit ein passives Einkommen, das als Beispiel dafür dient, auf welche Arten eure Gang an zusätzliche Einnahmen und Ressourcen kommen kann. Ihr macht sogar Live-Streams von euren Waffengeschäften, um die explosiven Kapazitäten eurer Ware anzupreisen. Mit solchen Aktivitäten fasst ihr schließlich Fuß in der Stadt und verdient dabei ansehnlich.
Nachdem ihr die Saints gegründet habt, steht euch nichts mehr im Weg und ihr könnt tun und lassen, was ihr wollt. Gleich nach den Tutorial-Missionen könnt ihr im Wingsuit fliegen, Autos fahren, euch als Kopfgeldjäger verdingen, Waffen kaufen und eure Umgebung frei erkunden. Allerdings wäre es vielleicht ratsam, diese Dinge erst einmal einzeln auszuprobieren, bevor ihr übermütig werdet. Ansonsten könnte es euch passieren, dass ihr auf ein fahrendes Auto springt, euren Wingsuit aufspannt, und dann auf die harte Tour herausfindet, wie es ist, mit dem Kopf voran in einen Laternenmast zu krachen. Das ist ein gnädiger, schneller Tod, allerdings baumelt ihr danach von der Laterne wie ein Luftballon, aus dem die Luft abgelassen wurde.
Den ersten Stunden des Spiels nach zu urteilen, wird Saints Row einen massiven Spielplatz der Gewalt bieten. Santo Ileso hat die Entwickler offensichtlich dazu inspiriert, ihre Sandbox mit maßgeschneiderter Action zu füllen. Eure Missionen enden oft genug mit Dutzenden Toten, aber manchmal müsst ihr auch bestimmte Personen finden, zum Beispiel einen Headbanger in einer Menschenmenge. Ihr werdet Kisten mit Ressourcen an euer Auto binden, um sie zum Händler zurückzuschleppen, wobei die Kisten dann frei über die Straße hin- und herschlingern und eure Gegner in den Straßengraben befördern. In Saints Row regiert das Chaos, obwohl ihr eigentlich nur mit euren Freunden ein bisschen dazuverdienen wollt, um die Miete zu bezahlen.

Saints Row erscheint am 23. August 2022 exklusiv im Epic Games Store.