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Leitfaden zu Slitterhead: Fünf Körpertauschtricks, mit denen ihr die Herausforderungen des Action-Horrorkampfes übersteht

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Francisco Dominguez
8. Nov. 2024

Slitterhead ist alles andere als ein typisches Third-Person-Actionspiel. Ihr seid nämlich zahlreich. Ihr spielt einen Hyoki, einen körperlosen Geist, der praktisch jeden Menschen, dem ihr begegnet, in einen spielbaren Charakter verwandeln kann, indem ihr mit einem Tastendruck Besitz von ihm ergreift.
 
Wie man es vom Schöpfer von Spielen wie Gravity Rush (und davor Silent Hill) erwarten würde, bietet das Spiel ein unvergleichlich experimentelles Gameplay, bei dem viel auf einmal passiert.

Dieser Leitfaden hilft euch dabei, zu verstehen, wie ihr sozusagen zu einer schnell aufgestellten Ein-Mann-Armee werdet, das volle Potenzial eurer furchterregenden Seltenheiten nutzt sowie ahnungslose Zivilisten reihenweise zu effektiven Untergebenen macht.
 
Eure Handlungen könnten viele Unschuldige in die Fänge der schrecklichen Slitterheads treiben – groteske insektenartige Monster, die das Gehirn ihrer Opfer verschlingen und in deren Leichen kriechen –, aber für das Verlängern eures Lebens nach dem Tod und der Befreiung der Stadt Kowlong von ihrem Befall ist es das wert.
 

Gewöhnt euch nicht zu sehr an einen Körper


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Um in Slitterhead zu bestehen, müsst ihr euch einen Instinkt abgewöhnen: Nur, weil ihr vorübergehend eine Person spielt, heißt das nicht, dass ihr euch um sie kümmern solltet.

In eurem Kampf gegen die insektenartigen Slitterheads übernehmt ihr die Kontrolle über Seltenheiten, ausgezeichnete Kämpfer, die ihr im Laufe des Spiels entdeckt und die besonders gut auf eure spektrale Manipulation ansprechen. Sie sind die Ausnahme. Sie sind etwas Besonderes. Alle anderen sind absolut entbehrlich.

Gewöhnliche Zivilisten, die normale Bevölkerung der Stadt, werden alle gegen ihren Willen in den Kampf hineingezogen. Diese Unbeteiligten dienen als spielbare Charaktere, aber auch als eure Schilde, Ablenkung und vor allem als Quelle des pulsierenden Bluts, mit dem ihr die Kräfte eurer Seltenheiten einsetzen und eure Gesundheit wiederherstellen könnt, denn beides bedient sich derselben Leiste.

Habt ihr nur wenig Gesundheit? Dann zerfetzt einfach diese Unbeteiligten und heilt euch mit ihrem Blut. Oder verlasst euren aktuellen Körper, um euch in einem anderen in Sicherheit zu bringen. Selbst eine Seltenheit kann nicht alleine kämpfen. Ihr müsst jegliches Mitleid für eure Wirte unterdrücken und sie als Ressourcen ansehen, denn das ist die Natur des Parasiten, die ihr seid.

Wenn ihr einen Zivilisten übernehmt, erhält er eine vorübergehende Wertesteigerung und erweiterte Angriffskombinationen. Und was noch wichtiger ist: Slitterheads greifen weiterhin euren vorherigen Wirt an, zumindest, bis sie bemerkt haben, dass ihr in einem neuen Körper seid. Stehen Seltenheiten gerade nicht unter eurer Kontrolle, weichen sie den meisten Angriffen aus. In dieser gefährlichen Situation sterben Zivilisten in der Regel, aber sie sind ja schnell zu ersetzen. 

Ihr solltet euch nicht nur gefühlsmäßig, sondern auch gespenstisch nicht zu lange binden. Bleibt niemals länger im Körper eines Wirts, als es notwendig ist. Wenn ihr in einen neuen Wirt wechselt, werdet ihr dafür belohnt, also tut das oft. 
 

Ihr müsst begreifen, dass der Geist willig ist, das Fleisch aber schwach


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Die Begegnung mit so vielen möglichen spielbaren Charakteren kann überwältigend sein. Vergesst nur nicht, dass ihr in Gefahr schwebt, nicht die Leute. Ihr müsst Abstand zu diesen menschlichen Werkzeugen schaffen und sie mit dem Kalkül eines Echtzeitstrategiespiels behandeln. 

Gewöhnt euch also an, den Besessenheitsmodus zu aktivieren, um die Action zu pausieren, den Kampf von einer erhöhten Position aus zu betrachten und in den für die jeweilige Situation besten Wirt zu schlüpfen. 

Ihr könntet etwa einen Zivilisten direkt hinter einem aggressiven Slitterhead nutzen, um ein paar Angriffe von hinten durchzuführen. Oder ihr könntet ihn mit der Fertigkeit Kriegsschrei („War Cry“) von einer überwältigten Seltenheit ablenken. Ihr könnt sogar eine Person aus der Ecke locken, um eine Gruppe sterbender Zivilisten wiederzubeleben.

Es ist nämlich wichtig, eure Einheiten, d. h. gefallene Zivilisten, wiederzubeleben, wenn sie euch ausgehen. Denn das ermöglicht euch die Flucht. Auch, wenn ihre kurzzeitige Wiederauferstehung dazu verdammt ist, den nächsten für euch bestimmten Angriff oder das Peitschen der rasiermesserscharfen Zunge eines Slitterheads abzubekommen, wird euch ihr üppig fließendes Blut bestimmt helfen.
 

Sucht nach seltenen Talenten


Edo
Sobald ihr euch zurechtgefunden habt, schaltet ihr schnell mehrere Seltenheiten frei, deren beeindruckende Werte und ganz eigene Kräfte sich von der Masse abheben. Wenn ihr euch dazu entscheidet, mit einer Seltenheit als Hauptcharakter eine Mission zu beginnen, wählt ihr auch einen von mehreren Spielstilen aus. Hier einige eurer Auswahlmöglichkeiten. Seht, was sie zu bieten haben, und lernt, sie effektiv einzusetzen:

Julee: Die erste Seltenheit, die ihr von einer ungewollten Nahkampf-Lobotomie rettet, ist eine Nahkämpferin, deren Fingernägel sich zu Schallklauen („Sonic Claws“) verlängern. Ihre Heilfertigkeiten und die passive Fertigkeit Befähigung („Empower“), die die Gesundheit und den verursachten Schaden von allen besessenen Zivilisten erhöht, machen sie vielseitig einsetzbar, sei es bei Frontalangriffen oder Abnutzungsstrategien.

Anita: Ihre Kombos mit der Bluthellebarde („Blood Halberd“), bei der sie Salti ausführt, sehen zwar beeindruckend aus, aber die langen und gefährlichen Animationen machen sie verletzlich. Ihre Stärke liegt in ihrer Fertigkeit, Zivilisten zu kontrollieren. Mit Teufelsduft kann sie viele potenzielle Wirte herbeirufen, die sie dann mit Geist-Hack („Mind Hack“) zu einem wütenden Mob verwandeln kann, der eure Gegner angreift.

Alex: Der Arzt, der zu einem Vigilanten auf einem Motorrad wurde, führt eine Blutklinge („Blood Blade“), deren beeindruckende Reichweite sogar Gegner treffen kann, die nach hinten ausgewichen sind. Der Gravitationsbrunnen („Gravity Well“) eignet sich gut, um Gegner festzuhalten (das macht sie vor allem anfällig für die Zeitbombe, die er aktiviert). Verbessert seine Blutwaffe und seinen Gravitationsbrunnen, um Gruppen an einem Ort zu versammeln, was die Gruppenkontrolle einfacher macht.

Edo: Der obdachlose Schläger ist eine gute Wahl für alle, die gut abwehren und ausweichen können, um seine niedrige Gesundheit auszugleichen. Die Schläge mit seiner Blutfaust („Blood Fist“) müssen kurz aufladen und haben nur eine kurze Reichweite, was das Risiko senkt, mitten im Angriff getroffen zu werden. Ihr müsst schnell seine Gesundheit verbessern, damit er länger überlebt. Außerdem braucht ihr die Fertigkeit Hyperablenkung („Hyper Deflection“), mit der ihr besser gegen Gruppen gewappnet seid, indem ihr mehrere Schläge auf einmal abwehrt.

Blake: Als Soldat ist Blake die beste Wahl für den Fernkampf. Seine Fertigkeit Blutige Salve („Bloody Shot“) verwandelt seine Gesundheit in Maschinengewehrkugeln. Ihr könnt den rechten Trigger gedrückt halten, um Slitterheads schnell ins Taumeln zu bringen und sie auf Abstand zu halten, während ihr heftigen Schaden verursacht. Für unvorsichtige Gruppen eignet sich die Blutmine („Bloody Mine“), eine Falle, die explodiert.
 

Findet den idealen Gefährten


Alex und Anita
Nachdem ihr euch an eure Lieblings-Seltenheit gewöhnt habt, solltet ihr euch einen passenden Gefährten suchen, eine zweite Seltenheit, die bei den größten Kämpfen der Mission mitkämpft (da sie erst später ins Spiel kommt, müsst ihr euch Zeit verschaffen, bevor sie euch helfen kann). Achtet genau auf ihre Synergien und Spielstile für eine tödliche Kombination. 

Wie immer ist auch hier Ausgewogenheit Trumpf. Zwar ist die Zerstörungskraft von Blake und Alex verlockend, doch ihr dürft nicht vergessen, dass ihr hoher Blutkraftverbrauch ein Drahtseilakt ist, der oft dazu führt, dass ihr kaum noch Gesundheit habt, was brenzlig sein kann.

Wenn euch die Kämpfe im Spiel zu schaffen machen, ist Anita als Seltenheit mit Alex als Gefährten eine gute Wahl bis zur Mitte des Spiels. Mit den beiden konnte ich genug Fertigkeits-Marken sammeln, um den Rest zu verbessern. Mein Lieblingsmanöver war Anitas Teufelsduft („Devil’s Scent“), gefolgt von Geist-Hack („Mind Hack“), um einen wütenden Mob zu erschaffen – eine ideale Ausgangslage für Alex’ Gravitationsbrunnen („Gravity Well“), um Slitterheads einzufangen und sie mit einer tosenden Zivilistenbande in Stücke zu reißen. Anitas Giftnadeln („Poison Needle“) boten mir eine Fernkampfoption, mit der ich aus sicherer Entfernung angreifen konnte, während ich darauf wartete, dass die Abklingzeit ablief, um den gleichen Trick zu wiederholen.

Auf Julee und Edo kann man sich ebenfalls verlassen. Julees Fertigkeit Alle Wiederbeleben („Revive All“) sorgt für die Heilung, die Edo für seinen rasenden Stil benötigt. Zwei Nahkampfcharaktere bringen trotzdem gute Leistungen, wenn Julees breite Schwungangriffe schwächere Gegner ausschalten und die stärkeren für Edos Fäuste übrigbleiben (natürlich, nachdem ihre Brennende Kante („Burning Edge“) für einen starken Schadensmultiplikator aktiviert habt).
 

Wehrt bedacht ab


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Die ersten Spielstunden könnt ihr die Abwehr vergessen. Die Gegner zu Beginn des Spiels, die wurmartigen Slitterheads, die sich in vielbeinige Gottesanbeterin-Slitterheads verwandeln, können leicht mit einem auf Angriff ausgelegten Stil und Ausweichrollen besiegt werden. Das funktioniert eine Weile lang – aber nicht für immer. Das Meistern des Abwehr- und Parade-Timings ist besonders auf höheren Schwierigkeitsgraden der Schlüssel, um eure Gegner zu besiegen und die schwachen Zivilisten unter eurer Kontrolle am Leben zu halten.

Bei Angriffen könnt ihr nicht abwehren, was euch für Konter anfällig macht. Es wird also im Laufe des Spiels immer gefährlicher, Kombos auszuführen. Blocken ist besser als das dritte Mal mit einer Blutwaffe zuzuschlagen, da ihr sonst selbst von normalen Gegnern durch eine gefährliche Sequenz mit mehreren Schlägen getroffen werden könnt. 

Im Gegensatz dazu ist das Parieren unheimlich wichtig. Es ist nicht einfach, die Parade zu meistern, denn sie erfordert präzises Timing, um Angriffe mit einer kurzen Bewegung des rechten Analogsticks abzuwehren. Doch die Hartnäckigkeit zahlt sich aus, auch wenn ihr dafür in Trainingsmissionen üben müsst. Die Zeitlupe der Blutzeit („Blood Time“) bietet ein gutes Konterfenster, wenn ihr mehrere Paraden aneinanderreiht. Für diese Belohnung lohnt sich die aufgebrachte Zeit, vor allem, wenn euch in einem Bosskampf alles abverlangt wird.

Die in Neon getauchten Straßen von Kowlong mögen zwar voller Gefahren und Tentakelmonster sein, aber mit diesen Tipps schafft ihr es unbeschadet an ihnen vorbei – was man von den vielen toten Zivilisten, die ihr bis dahin ausgenutzt habt, nicht behaupten kann!

Slitterhead ist jetzt im Epic Games Store erhältlich.