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Manchmal braucht man einen brutalen Spielplatz wie Rage 2

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Thomas Wilde
3. Okt. 2023
Meine Meinung über Rage 2 hat sich komplett gewandelt, als ich die Schrotflinte fand.

Ich beurteile Ego-Shooter in der Regel nach der Qualität ihrer Schrotflinten. Eine gute Ego-Shooter-Schrotflinte muss wuchtig durchschlagen. Wenn sie weniger leistet als der Zusammenstoß mit einer Mittelklasselimousine, ist sie wertlos. Die Schrotflinte von Rage 2 hat diesen ersten und wesentlichen Test bestanden und versüßt euch den Spielspaß mit einer alternativen Feuermöglichkeit, die eure Gegner mit einem „Concussion Blast“ durch die Luft schleudert. Wer auch immer so dämlich ist, sich mit mir in der Nähe eines Schutzgeländers oder am Rande einer Klippe anzulegen, macht jetzt garantiert einen kleinen Ausflug.

Aber ehe ihr die Schrotflinte in die Finger bekommt, geht es bei Rage 2 nur langsam zur Sache. Ihr gehört zu den letzten Überlebenden der Rangers, der einzigen Organisation, die sich auch nur annähernd dafür interessiert, in dieser postapokalyptischen Erde die Ordnung aufrechtzuerhalten. Wenn ihr in das Spiel einsteigt, erhaltet ihr eine Pistole, ein Sturmgewehr, ein Fahrzeug und eine Mission: Macht den Mann ausfindig, der die anderen Ranger getötet hat, und rammt ihm seine Zähne in den Hals.

Das erfordert allerdings etwas Aufwand. Bis dahin stellen sich euch mehrere tausende Banditen, Mutanten, Cyborgs und andere Wahnsinnige in den Weg, die einen kräftigen Tritt in den Hintern nötig haben. Zu diesem Zeitpunkt könnt ihr nach Belieben durch die riesige Wildnis streifen, alles erkunden, Kämpfe austragen und eine Flotte von Klapperkisten bauen.

Ihr solltet Rage 2 aber hauptsächlich wegen der Waffen spielen. Auf der ganzen Karte findet ihr verstreute Ruinenkomplexe: die sogenannten Archen. Wenn ihr die Geschichte dann bis zu einem bestimmten Punkt durchgespielt habt, könnt ihr frei herumlaufen und sie alle finden. In jeder Arche wartet eine neue Waffe auf euch – und mit jeder dieser neuen Waffen wird das Spiel eine Nummer wilder.
Manchmal braucht man einen brutalen Spielplatz wie Rage 2 – Angriff
Diese Waffen liegen hervorragend in der Hand und man kann damit eine schier unendliche Anzahl von Kämpfen bestreiten – aber das ist noch lange nicht alles. Wenn ihr erst einmal vier Waffen habt, kommt das Arsenal erst so richtig zur Geltung.

Das Sturmgewehr, die Pistole und der Raketenwerfer sind Genre-Klassiker, auch wenn ihr mit der alternativen Feuerfunktion des Raketenwerfers einen Hagel von zielsuchenden Raketen auf ein einzelnes Ziel herabregnen lassen könnt. Als Nächstes kommt eine tragbare Railgun, mit der ihr eure Gegner von weiter weg abfertigen könnt, ein Revolver, der seine Ziele mit Brandmunition mit Fernauslöser beschießt, und eine vollautomatische Plasmakanone.

Das sind natürlich alles prächtige Waffen, aber richtig Spaß hatte ich erst mit dem „Grav-Dart Launcher“. Die Pfeile verursachen bei einem Feind nur leichten Schaden, aber wenn sie erst einmal in ihm stecken, könnt ihr euer Fadenkreuz irgendwohin ziehen und ihn in diese Richtung schleudern. Wie zum Beispiel in ein Feuer oder in elektrische Leitungen, schleudert ihn in die Stratosphäre oder lasst ihn gegen die Decke krachen.

Diese kreative Gewalt macht aus Rage 2 ein Spiel, zu dem ich immer wieder gerne zurückkehre. Es gibt unendlich viele Gründe, mit einigen der besten und kreativsten Waffen im Genre der Ego-Shooter fesselnde Kämpfe auszutragen. Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen verrückt, aber wenn ich etwas Aufmunterung gebrauchen kann, starte ich Rage 2 und gehe mit meinem treuen „Grav-Dart Launcher“ auf die Mutantenjagd. Versucht es einfach mal.

Rage 2 ist im Epic Games Store verfügbar.