
SPINE katapultiert euch mitten hinein in meisterhafte Hommagen an die größten Gun-Fu-Momente.

Das kommende Einzelspieler-Actionspiel SPINE hat etwas von John Woo, etwas von John Wick und etwas von Batman: Arkham Asylum und kombiniert das alles zu einem rasanten Rausch aus wilder „Gun Fu“-Action in einer düsteren Cyberpunkt-Zukunft.
Entwickelt wird das Spiel von Nekki, einem Studio mit Sitz in Zypern, das seit seiner Gründung 2002 auf die hauseigene Animations-Software Cascadeur setzt. Dmitry Pimenov, Game Director von SPINE, erzählt uns, dass das Studio seine Titel oft zur Präsentation seiner Animationstechnologie verwendet:
„Wir wollten ein Spiel entwickeln, das nicht nur Animationen, sondern auch Kameraführung und Schusswaffen in den Fokus rückt“, erklärt er. „So ist die Idee des Gun-Fu-Kampfstils entstanden.“

Gun Fu – für alle, die es nicht kennen – ist ein Nahkampfstil, bei dem Schusswaffen und Körpereinsatz nahtlos ineinandergreifen. Seinen Ursprung hat der Stil im Hongkong-Actionkino, genauer gesagt in John Woos Kultfilm A Better Tomorrow (1985) mit Chow Yun-Fat. Von dort aus trat der charakteristische Stil seinen Siegeszug bis nach Hollywood an – über Werke wie Desperado und Matrix bis hin zur stilprägenden (und jüngsten) John Wick-Reihe.
Auch in Spielen hat Gun Fu längst seinen Platz gefunden, sei es im ikonischen Bullet Time von Max Payne, im exzessiven Kampfchaos von Bayonetta oder im rhythmusgetriebenen Kugelballett von Pistol Whip.
„In einen prägnanten Satz gefasst, ist SPINE ein dynamisches Actionspiel rund um Gun Fu in einer Cyberpunk-Welt“, erklärt Pimenov. „Im Mittelpunkt steht Redline, eine Protagonistin, die an ein hochentwickeltes, intelligentes Kampfimplantat namens SPINE gelangt. Es verstärkt ihre Reflexe und versetzt sie in die Lage, dieses ganze Heldenzeug zu machen.“
Die Steuerung erinnert dabei stark an Batman: Arkham Asylum: Mit den Aktionstasten greift man an, verkettet Kombos, weicht aus oder blockt Angriffe, während die Trigger zum Schießen, für Nahkampf-Paraden oder sogar zum Einsatz von Sprühfarbe verwendet werden, mit sich mehrfache Angreifer verwirren lassen.
Die erste Szene der SPINE-Demo auf dem Summer Game Fest beginnt in einer schummrigen Bar, in der Redline beschuldigt wird, ein Blutbad angerichtet zu haben. Es folgt ein wilder Tanz aus Flip-Kicks, Pistol-Whips, Schüssen und akrobatischen Drehungen in der Luft, während sie die Bar systematisch von allem befreit, was noch atmet. Sie springt dabei regelrecht zwischen den Gegnern hin und her und nutzt eine rot-blaue Warnanzeige über ihrem Kopf, um eingehendem Beschuss im letzten Moment auszuweichen. Die Mühelosigkeit, mit der das Spiel zwischen Nahkampf-Kombos und knappen, rhythmischen Feuerstößen wechselt, unterstreicht eindrucksvoll die Gun-Fu-DNA des Spiels. Wenn ein Gegner während eures Tanzes durch die Angreifermassen genug geschwächt ist, könnt ihr durch gleichzeitiges Drücken der unteren und linken Aktionstaste einen kurzen, filmreifen Finisher-Move ausführen.
Die Action beginnt mit einer klassisch zurückgezogenen Third-Person-Perspektive, doch in einem späteren, überfüllten Raum wechselt die Kamera in eine Top-Down-Ansicht – eine klare Hommage an John Wick.
„Wir behandeln jede Mission wie einen eigenen Kurzfilm“, erklärt Pimenov. „Deshalb haben wir für jede Mission unterschiedliche filmische Referenzen. Zu Beginn des Projekts notierte ich mir zunächst die Szenen, die ich unbedingt im Spiel sehen wollte, etwa einen Kampf auf einem Hochhausdach, auf dem Dach eines Zuges, in einem Dojo und so weiter. Anschließend entwickelten wir eine Geschichte um diese Schlüsselmomente herum, um alles sinnvoll miteinander zu verbinden.
Diese Mission spielt in einer Art ummauerten Stadt. Sie gehört zu den ersten im Spiel und ist relativ einfach, weil man hier erst einmal lernen muss, wie alles funktioniert.“
Die Kamera bewegt sich dabei ganz von selbst und inszeniert das Geschehen wie einen Film. So könnt ihr euch voll und ganz auf eure Gegner konzentrieren, statt euch um die Kameraperspektive zu kümmern.

Die Demo konzentriert sich fast ausschließlich auf die Action in SPINE – von der versprochenen packenden Story, in der sich Redline und ihr KI-Implantat gegen ein „oppressives KI-Regime“ stellen, bekommt man hier noch nicht viel zu sehen. Dennoch fallen ein paar Details ins Auge: In bestimmten Gebieten tragen alle Personen VR-Headsets und wiegen sich augenscheinlich apathisch auf der Stelle.
Zum Abschluss der Demo gibt es dann noch einen Bosskampf. Edda Kopp, eine hagere Kämpferin in Schwarz, ist mit einem Maschinengewehr bewaffnet und besitzt die unangenehme Fähigkeit, genau im falschen Moment zu verschwinden.
Kurz vor dem Showdown beugt sich Pimenov herüber und fragt: „Hast du Angst vor Spinnen?“ Sobald der Bosskampf startet, wird klar, warum: Kopp scheint über spinnenartige, rote Drohnen zu verfügen, die sich wie lebende Landminen verhalten. Zunächst an der Decke krabbelnd, lassen sie sich im Laufe des Gefechts zu Boden fallen, krabbeln heran und explodieren bei Kontakt. Diese verstörenden Biester sorgen für zusätzliche Spannung und machen den ohnehin intensiven Kampf gegen Kopp noch herausfordernder.
SPINE soll nächstes Jahr im Epic Games Store erscheinen.