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Styx: Blades of Greed ist eine Rückkehr mit Quarz und Konsorten zu Hardcore-Stealth
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Alan Wen
Als Goblin ist Styx nicht gerade der typische Held. In seiner Welt ist er der einzige Goblin, der sprechen kann, und er hat eine scharfe und bissige Zunge. Er ist dafür bekannt, mit sarkastischen Bemerkungen und schwarzem Humor auf hinterhältige Weise die vierte Wand zu durchbrechen. Aber laut Game Director Julien Desourteaux gibt es noch weitere Aspekte, die Styx von anderen Stealth-Meistern unterscheiden, unter anderem der Schauplatz des Spiels.

„Styx lebt in einem mittelalterlichen Fantasy-Universum, das mit schwarzem Humor durchzogen ist und sich stark von anderen Stealth-Spielen unterscheidet“, so Desourteaux. „Im Gegensatz zu seinen subversiven menschlichen Pendants wie Solid Snake und Garrett ist er kleiner und zerbrechlicher, deswegen aber nicht weniger intelligent oder gerissen und dazu unglaublich wendig. Er versteckt sich ebenso geschickt an ungewöhnlichen Orten wie in Fässern oder Kisten und steht seinen Kollegen als Meister der Tarnung in nichts nach. Fähigkeiten, die er sich hart – und allein – erarbeiten musste.“
Styx erhält seine Fähigkeiten dank der mächtige Ressource Quarz, die ihm totale Kontrolle über andere Zeitgenossen, einschließlich Goblins, verleiht. „Die ganze Welt ist scharf auf Quarz, um die Vorherrschaft an sich zu reißen. Styx hat das sehr gut begriffen, und mit Quarz kann er neue Kräfte erlangen, die ihm bei seinem Streben nach Macht nützlich sind.“
Viele dieser Kräfte ermöglichen dem heimlichen Goblin völlig neue Tricks, die seine bereits erworbenen Fähigkeiten ergänzen. Zu den neuen Quarz-bedingten Fertigkeiten des umfassenden Fähigkeitenbaums gehören „Flux Blast“, mit dem er Objekte oder Gegner heftig wegstoßen kann, ebenso wie „Goblin Reflexes“, dank derer er gegnerischen Angriffen automatisch ausweichen kann. Noch verlockender sind „Time Shifting“, das es ihm ermöglicht, vorübergehend die Zeit zu verlangsamen, und „Mind Control“, das wohl keiner Erklärung bedarf.

„Mit all diesen neuen Kräften entstehen absurde und spielerische Situationen, die perfekt zu unserem Lieblingsgoblin passen“, erklärt Desourteaux. „Die Bernstein-bezogenen Fertigkeiten aus früheren Abenteuern haben sich nicht grundlegend verändert, sodass Fans, die mit diesen Kräften vertraut sind, eine bekannte Komponente vorfinden.
Natürlich ist es auch möglich, einen Gegner direkt anzugreifen, allerdings ist das eher die allerletzte Notlösung. Das Kernthema von Styx: Blades of Greed ist und bleibt Stealth. Glücklicherweise erleichtert Styx’ aufgepeppte Trickkiste auch die Flucht, sollte etwas schieflaufen. „Egal, ob am Boden oder in der Luft – Styx ist jetzt so wendig wie noch nie. Er kann schneller rennen und Hindernisse überwinden. Oft genug ist ein direkter Kampf gegen Gegner zu riskant und es ist besser, feige und listig zu sein, genau wie unser Lieblingsgoblin“, so Desourteaux.
Seit Styx’ letztem Auftritt ist fast ein Jahrzehnt vergangen, und auch seine Welt – der Kontinent Iseria – hat sich natürlich weiterentwickelt. Ihre charakteristische Dunkelheit und Vertikalität hat sie sich jedoch bewahrt. Styx: Blades of Greed ist die bisher ambitionierteste Folge der Reihe – sowohl was das Gameplay betrifft als auch beim Leveldesign. Die engen Räume des Originals weichen riesigen Open-World-Sandboxes wie „The Wall“, „Turquoise Dawn“ und „Akenash“, in denen jeweils die Menschen, Orks bzw. Elfen herrschen. Diese Umgebungen lassen sich mit Hilfsmitteln wie Hängegleiter und Greifhaken frei erkunden, wobei ihr später wie in einem Metroidvania mit weiteren Werkzeugen zusätzlichen Fortschritt freischaltet.

Der Wechsel zu Unreal Engine 5 war eine große Hilfe dabei, die Welt gemäß der ursprünglichen künstlerischen und technischen Vision des Studios zu verwirklichen. „Die neuen Tools von Unreal Engine 5 bedeuten nicht nur eine visuelle Verbesserung. Mit ihnen können wir den Spielern mehr Flexibilität bei Herausforderungen und mehr kreative Freiheit bieten, ohne dabei auf die Kernprinzipien des Stealth-Gameplays zu verzichten“, erklärt Desourteaux.
„Mit der Engine war es uns möglich, noch mehr Leben ins Spiel zu bringen, indem wir dank Nanite und Lumen die Umgebung detaillierter gestalten und überzeugende dynamische Beleuchtung und Schatten schaffen konnten. Die Immersion ist deutlich größer, wenn Styx sich in den dunklen Winkeln der Level versteckt. Unreal Engine 5 ermöglicht außerdem eine sehr flüssige Steuerung, sodass Styx bei der Verwendung der neuen Tools wie dem Greifhaken und dem Hängegleiter oder wenn er einer Überzahl von Gegnern schnell entkommen muss, äußerst beweglich ist.“
Auch wenn Styx: Blades of Greed die Reihe in mancher Hinsicht modernisiert, lässt Cyanide nicht locker und entwickelt ein Hardcore-Stealth-Spiel mit einer intelligenten Gegner-KI, die die Spieler herausfordert, ohne die Frustgrenze zu überschreiten.
„Wir bleiben Styx’ Hardcore-Wurzeln treu und verbessern gleichzeitig das Erlebnis, um es zugänglicher und intuitiver zu machen, ohne dabei Kompromisse einzugehen“, so Desourteaux. „Wir haben Rhythmus, Mechaniken und Steuerung des Spiels an moderne Standards angepasst, ohne das aufzugeben, was Fans an den Originalen liebten. Bei jedem System, jeder einzelne Entscheidung standen sowohl unsere Stammspieler als auch Neueinsteiger im Mittelpunkt der Überlegungen.“
Styx: Blades of Greed erscheint am 19. Februar im Epic Games Store.