
Dank Classic Score Attack von Tetris Effect kann sich eine neue Generation von Profis an Retro-Tetris versuchen

Wenn man in Tetris in letzter Sekunde mit dem I-Block vier Reihen gleichzeitig räumt, ist der folgende Adrenalinrausch mit das beste Gefühl, das Videospiele hervorrufen können. Und jetzt stellt euch einmal vor, euch gelingt das bei einem Turnier vor einem jubelnden Publikum, und zwar mit einem Tempo, das vor ein paar Jahren noch als unmöglich gegolten hätte.
Dank eines recht unterschätzten Modus von Tetris Effect kommt man ziemlich nahe an so ein Erlebnis heran. Vom 13. bis zum 15. Oktober veranstaltet die Stadt Portland in Oregon in den USA die jährliche Classic Tetris World Championship (CTWC) und bei diesem Wettkampf kommt die Tetris-Version zum Einsatz, die vor über 30 Jahren auf dem Nintendo Entertainment System veröffentlicht wurde. Wenn ihr Tetris einmal auf diesem Niveau ausprobieren wollt, müsst ihr euch allerdings nicht sofort auf die Suche nach einer Retro-Konsole begeben – der Modus „Classic Score Attack“ von Tetris Effect (seit der Implementierung neuer Multiplayer-Modi Tetris Effect: Connected) ist der perfekte Einstieg.
Ein Blick auf die Höhepunkte der YouTube-Seite der CTWC, die bereits Millionen von Malen gesehen wurden, zeigt, wie sich das klassische Tetris von den modernen Versionen unterscheidet, die viele Spieler und Spielerinnen kennen. Beispielsweise verwenden die meisten Modi von Tetris Effect das sogenannte „Seven-Bag“-Zufallsprinzip. Das bedeutet, dass erst alle sieben Blöcke ins Spiel gebracht werden, bevor die nächsten sieben durchgemischt werden, und immer so weiter.
Die Version, die bei der CTWC gespielt wird, ist bei Weitem nicht so spielerfreundlich. Es kann Dutzende von Blöcken dauern, bis der rettende I-Block kommt – was zu einer sogenannten „Dürreperiode“ führt. Spielstile, die mithilfe von Tetrisen Punkte sammeln, sind besonders anfällig für Pechsträhnen und längere Dürreperioden führen zu unerträglicher Spannung. Den Teilnehmenden bei der CTWC fällt oft ein großer Stein vom Herzen, wenn eine Dürreperiode endlich vorbei ist, und auch das Publikum atmet dann deutlich hörbar auf.

Aber Spieler wie der kürzlich verstorbene siebenmalige Meister Jonas Neubauer konnten zuletzt mit allen Blöcken des Spiels so gut umgehen, dass es für einen Sieg bei der CTWC unumgänglich wurde, Tempo und Durchhaltevermögen zu steigern. In den letzten Jahren wurde ein Spielstil namens „Rolling“ immer populärer, bei dem mit großer Geschwindigkeit Richtungseingaben gemacht werden. Mit dieser Technik konnte der zweimalige Meister Michael Artiaga hohe Punktzahlen mit einem Tempo erreichen, das früher nicht für möglich gehalten wurde.
Das bedeutet auch, dass die alte Version von Tetris immer häufiger von jungen Menschen gespielt wird, da man sowohl Fingerfertigkeit als auch Knobeltalent benötigt. Die letzten fünf Champions der CTWC waren alles Jugendliche.
Aus diesem Grund hat der Modus „Classic Score Attack“ von Tetris Effect eine derart große Bedeutung. Besonders junge Neueinsteigerinnen und Neueinsteiger, die dank der spannenden Streams und beeindruckenden Höhepunkte der CTWC auf das Spiel aufmerksam geworden sind, können sich nicht einfach eine Jahrzehnte alte Konsole und ein Steckmodul kaufen, um sich in den Wettkampf zu stürzen. Tetris Effect lässt Spielerinnen und Spieler ohne weitere Kosten mit den anspruchsvollen klassischen Regeln experimentieren und stellt auf diese Weise sicher, dass die CTWC auch weiterhin neues Talent anzieht. Und wir können uns auch in Zukunft auf spannende Spielzüge freuen, die in letzter Sekunde die Meisterschaft entscheiden.