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Der Plüschtier-Horror von „The Bunny Graveyard“ macht Retro Gamer glücklich
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Arthur Collins
Anstelle der üblichen Klischees des Genres – kostümierte Animatronics und Monster, die einen Kindergarten unsicher machen – beginnt The Bunny Graveyard seine Geschichte, indem es euch mit einem Vorspann einstimmt. Es setzt euch vor einen Computer, an dem ihr in einem Spiel mit 8-Bit-Grafik mit einem Handschuh-Cursor einen leuchtenden Mantarochen jagt. Dann bildet sich auf dem Bildschirm ein Riss, der sich öffnet und euch hineinsaugt.
Sobald ihr drinnen seid, wechselt die 8-Bit-Grafik zu 16 Bit und ermöglicht eine detailliertere Grafik. An diesem Punkt erscheint der Titelbildschirm, aber nicht als The Bunny Graveyard, sondern als The Bunny Garden, also kein „Häschenfriedhof“, sondern ein „Garten“. Sonderbar. Ihr seid jetzt der Handschuh, ein Cursor, und müsst herausfinden, warum ihr dort seid und was es mit den anderen Charakteren auf sich hat.
Wenn man der Geschichte folgt, trifft man auf andere freundliche (aber anders) behandschuhte Hände, die stummen Handy Pals, und ein scheinbar freundliches Häschen namens Skye, das sie einsetzt. Aber schnell wird klar, dass die freundliche Häsin etwas verbirgt. Auf der Suche nach Hinweisen, die euch etwas über das Geheimnis verraten könnten, geratet ihr auf düstere Wege und findet Sammelgegenstände, aus denen ihr etwas darüber erfahrt, was wirklich vor sich geht. Kenner des Plüschtier-Horror-Genres wissen natürlich, dass man Häschen nicht trauen sollte, erst recht nicht, wenn lila ihre Lieblingsfarbe ist.

Die Pixel-Grafik des Spiels macht sich sehr gut und erinnert mich an eine Konsole, die mir lieb und teuer ist: den Game Boy Advance. Die optische Aufmachung dieses Spiels trieft von Stil und Nostalgie. Und wo wir schon in Erinnerungen schwelgen: Dieses Spiel ist auch eine (nicht ganz so) heimliche Liebeserklärung an viele kultige Retro-Spiele. Erst nach diesem ersten Open-World-Abschnitt mit albernen Minispielen kommt The Bunny Graveyard richtig in Fahrt. Ihr kämpft wie in Punch-Out!!! in einem unterirdischen Boxring, geht in einer Hommage an Ecco The Dolphin angeln und spielt euch ganz im Stil der originalen Metal Gear-Reihe durch furchterregende Stealth-Sequenzen.
Allem Anschein nach ist The Bunny Graveyard mit seinen zwei bis drei Stunden Spielzeit nur das erste Kapitel einer fortlaufenden Geschichte. Ich will nicht zu viel verraten, aber am Ende bleiben eine ganze Reihe von Geheimnissen ungelöst und lassen Raum für zukünftige Kapitel.
Bei einem Blick auf aktuelle Horrorspiele scheint es, dass eine gute Hintergrundgeschichte und das Rätselhafte für eine gewisse Langlebigkeit unentbehrlich sind. In The Bunny Graveyard wisst ihr nie, womit ihr rechnen könnt, und werdet ständig aus Neue überrascht. Das Spiel hat alles, um sich zu einer beliebten Spielreihe für Theorienschmiede und Retro-Fans zu entwickeln.
Insgesamt hat The Bunny Graveyard seine Schreckmomente zu bieten, erzählt eine witzige und zugleich gruselige Geschichte mit einer niedlichen Grafik und reizt alte Gamer wie mich. Es ist auf alle Fälle wert, beachtet zu werden.
The Bunny Graveyard ist im Epic Games Store verfügbar.