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Twin Mirror ist jetzt verfügbar! Taucht in diesen Psychothriller ein und erfahrt hier mehr über den filmischen Aspekt des Spiels!

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Andrew Desmond - Cinematic Director
4. Dez. 2020
Hallo zusammen! Ich bin Andrew Desmond, der Cinematic Director von Twin Mirror bei DONTNOD. Eigentlich bin ich Spielfilmregisseur und vor allem ein großer Kinofan. Ich kam vor einem Jahr zum Team, als das Studio jemanden suchte, der den Aufnahmen und Zwischensequenzen einen besonderen filmischen Touch verleihen konnte. Ich bin zwar ein Fan von Videospielen, hatte aber bis dahin noch nie in diesem Bereich gearbeitet und war dementsprechend begeistert und gleichzeitig nervös, als ich den Job annahm. Ich habe es aber seitdem keine Sekunde bereut! So begann mein erstes Abenteuer in einer ganz neuen Welt und bisher war es wirklich ziemlich wild und aufregend!
 
„Twin Mirror“ ist ein Psychothriller und narratives Erlebnis. Ihr begebt euch auf eine abenteuerliche Reise in die kleine Stadt Basswood in West Virginia, um ihre Geheimnisse aufzudecken ... Da das Spiel gerade erst veröffentlicht wurde, werde ich nicht weiter auf die Geschichte eingehen, um nichts zu verraten. Aber ich möchte mit euch meine Erfahrungen als Filmregisseur bei diesem Projekt teilen.

TWIN MIRROR Screenshot 01

Eines der wichtigsten Argumente für meine Zusammenarbeit mit DONTNOD ist ihre Fähigkeit, sehr visuelle und immersive Welten in einem narrativen Rahmen mit coolen und interessanten Handlungen und starken Charakteren zu erschaffen. Dies war bei „Twin Mirror“ definitiv der Fall, und ich hatte die konkrete Möglichkeit, ihnen bei der Erzählung der Geschichte zu helfen – nur eben etwas anders, als ich es normalerweise gewohnt bin.
 
Der erste große Unterschied zu einem Spielfilm besteht darin, dass die Geschichte interaktiv ist. Je nachdem, welche Entscheidungen ihr trefft, entwickeln sich die Dinge auf leicht unterschiedliche Weise, und es kommt zu verschiedenen Ergebnissen und Möglichkeiten. Dies macht die Dinge komplexer und verändert meine Arbeitsweise als Regisseur auf vielen Ebenen. Diese Erfahrung und der ganze Prozess gab mir die Möglichkeit, mit einem wahnsinnig talentierten Team von Animatoren, Schriftstellern, Grafikdesignern sowie Storyboard-, Kamera- und Lichtkünstlern zu arbeiten. Es ist wirklich ein Vergnügen, mit ihnen zu arbeiten und von ihnen zu lernen, während ich gleichzeitig meine Vorstellungen für die Inszenierung von Szenen für einen Psychothriller vermitteln kann.

Visuell wird dies natürlich durch die Verwendung von verschiedenen Kamerawinkeln und -objektiven, Tracking-Aufnahmen und einer dunklen, stimmungsvollen Beleuchtung umgesetzt. All dies sind klassische und effiziente Aspekte und Konventionen des Thriller-Genres. Ich persönlich fand es sehr befreiend, Aufnahmen in einem virtuellen Raum zu erstellen. So habe ich die Möglichkeit, die Kamera fast überall zu platzieren, ohne auf die technische Machbarkeit Rücksicht nehmen zu müssen. Daher macht die Arbeit in diesem Genre noch viel mehr Spaß, weil ich es mir erlauben kann, aus visueller Sicht noch extremer vorzugehen!


TWIN MIRROR Screenshot 02

 
Die Zusammenarbeit mit Schauspielern bei der Erstellung eines Videospiels war ebenfalls neu für mich. Dabei ging es hauptsächlich um Motion-Capture-Aufnahmen (die ich zuvor noch nie gemacht hatte, sodass ich währenddessen eine Menge lernen konnte) und später erfolgende Sprachaufnahmen. Diese Arbeit verlangt nicht nur eine außerordentliche Vorstellungskraft, sondern man muss den Schauspielern auch äußerst präzise Anweisungen geben. Entsprechend dem Spielverlauf, der auf den Entscheidungen der Spieler beruht, mussten ihre Reaktionen und Emotionen zwar unterschiedlich sein, aber trotzdem bis zum jeweiligen Moment zum Gesamtkontext passen, was ich ebenfalls als sehr spannend empfand.
 
Ähnlich wie bei Spielfilmen gab es auch in Bezug auf Sounddesign und Musik viel zu tun. Nur mit dem Unterschied, dass hier eine vielfältigere Auswahl zur Verfügung steht. Ich habe daher eng mit talentierten Sounddesignern und Mischtechnikern sowie einem Komponisten zusammengearbeitet, der auch aus dem Spielfilmbereich kommt (mehr zu ihm in Kürze)! Einer der Hauptunterschiede zur Filmproduktion ist auch, dass man bei Videospielen noch mehr als Team agiert. Daher arbeitete ich eng mit dem Content-Team zusammen (u. a. mit dem Game Director, dem Narrative Director, dem Art Director, den Level-Designern usw.). Die Themen, mit denen wir uns dabei befassten, waren manchmal dieselben wie beim Filmemachen, konnten aber auch ganz unterschiedlicher Natur sein. Letztendlich ist das Hauptziel, die bestmögliche Story zu erzählen und euch das interaktivste und emotionalste Erlebnis zu bieten.

TWIN MIRROR Screenshot 03

Lange Rede, kurzer Sinn: Das Ganze war eine sehr aufregende und aufschlussreiche Erfahrung. Ich hoffe, auch in Zukunft neben meinen Spielfilmprojekten an anderen Videospielen wie diesem zu arbeiten.
Ich hoffe, ihr werdet die Zeit mit Sam und all den anderen Charakteren in unserer Spielwelt in Basswood, West Virginia, genießen!
 


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