
Ein Blick auf die extravagante Technologie hinter der Welt von Assassin's Creed Shadows

Es fehlen nur noch wenig mehr als zwei Monate bis zur Veröffentlichung von Assassin's Creed Shadows, doch viele Details des Spiels bleiben weiterhin geheimnisumwittert. Die Protagonisten und der Handlungsrahmen sind bereits bekannt und auch über die verschiedenen Spielstile wissen wir inzwischen Einiges, ansonsten hält sich Ubisoft aber mit konkreten Informationen bedeckt.
Ende August konnten wir auf der gamescom bei einem Treffen hinter verschlossenen Türen einen Blick auf Assassin's Creed Shadows werfen und verschiedene Aspekte des Spiels kennenlernen, die der Öffentlichkeit noch nicht gezeigt wurden. Dabei ging es zwar größtenteils um technische Details – unter anderem Raytracing und Virtual Object Geography –, doch es gab auch einige wirklich interessante Einblicke in die Bemühungen hinter den Kulissen, die Spielwelt durch dynamische simulierte Umgebungsgestaltung lebendig und authentisch zu machen.

Aber eins nach dem anderen. Assassin's Creed Shadows verfügt über ein Wettersystem, bei dem jede Umgebung entsprechend den Wetterbedingungen unterschiedlich aussieht und reagiert. Es überschneidet sich mit dem Partikelsystem des Spiels, das ein natürliches, systemgesteuertes Partikelverhalten ermöglicht. Wenn sich die Bäume im Wind wiegen, beruht das nicht auf vorprogrammierten Animationen, sondern der Wind, der dynamisch auf sie einwirkt, beeinflusst ihre Bewegung auf natürliche Weise.
Auch die Jahreszeiten wechseln. Für jede Umgebung im Spiel existieren vier unterschiedliche Designs und ihr erlebt sie passend zu dem Moment, in dem ihr die Mission spielt, wobei das Wettersystem zusätzlich eingreift. Selbstverständlich gibt es auch den Wechsel von Tag und Nacht, der die Entwickler vor die zusätzliche Herausforderung stellte, die Umgebungen auch bei geringer Beleuchtung eindrucksvoll aussehen zu lassen.
Spätestens beim Wolkensystem wird es dann aber verrückt. Ubisoft konnte in Assassin's Creed Shadows natürlich nicht einfach Wolken an den Himmel malen. Offenbar werden auch topologische Feuchtigkeits- und Temperatursysteme simuliert, die auf natürliche und dynamische Weise Wolken entstehen lassen.
Das klingt alles etwas überzogen, und vielleicht ist es das auch, über das Ergebnis lässt sich allerdings nicht streiten. In der Praxis bedeutet das, dass sich der Nebel auf kürzere Distanz lichtet, dass dichte Wälder auch aus großer Entfernung noch detailreich sind und sich im Wind wiegen und dass es überall in den Leveln zerstörbare Kisten und Türen gibt.

Assassin's Creed Shadows sieht umwerfend aus, das lässt sich kaum leugnen. Dass es sowohl aus der Nähe als auch von fern so realistisch wirkt, so viele berührbare und zerbrechliche Elemente enthält, dazu Protagonisten, die sich so schnell fortbewegen können, und obendrein die zahlreichen ineinandergreifenden Systeme, ist wirklich beeindruckend. Alles wirkt gleichermaßen ästhetisch anspruchsvoll und hinsichtlich der Mechaniken intuitiv.
Man merkt, dass in Assassin's Creed Shadows in jedes noch so kleine Detail viel Liebe gesteckt wurde. Überall steckt das Spiel voller Details, auf die ein durchschnittlicher Spieler gar nicht achten würde. Das ist extravagantes Design, zu dem ich nur gratulieren kann.
Ihr findet Assassin's Creed Shadows jetzt im Epic Games Store!